Montag, 17.05.2021

Zum Nachlesen: Der Masterplan für das Klinikum Main-Spessart

Was steht im »Masterplan 2025« für das Klinikum Main-Spessart? Diese Frage soll am Freitag, den 23. April, im Kreistag beantwortet werden. Das Medienhaus Main-Echo berichtet darüber live in diesem Blog.

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23.04.2021 | 17:13:52 Uhr
Weitere Diskussionen stehen an

Wir verabschieden uns nach einem informationsreichen Tag aus dem Blog. Die heutigen Präsentationen werden Stoff für weitere Diskussionen liefern, so viel ist im Laufe der Sitzung schon angekündigt worden.

23.04.2021 | 17:09:57 Uhr
Das nimmt unser Kreistagsberichterstatter aus der Sitzung mit

Klinikum Main-Spessart an vielen Stellen neu ausrichten

23.04.2021 | 16:24:11 Uhr
Sabine Sitter ist gespannt auf die Reaktionen
23.04.2021 | 16:12:44 Uhr
Eine gelungene Feuerprobe

Rene Bostelaar erklärt, es sei ihm wichtig gewesen, die Kreisräte zu den Unterlagen, die sie im Oktober bekommen haben, zu informieren.

Sabine Sitter bedankt sich bei den Kreisräten, die die Vorstellung an den Bildschirmen verfolgt haben. Sie habe auf WhatsApp positive Rückmeldungen bekommen. Die Fragen seien nicht eigens angesprochen worden, sie habe aber anhand der Fragenkataloge abgehakt, was beantwortet sei. Sie dankt den Mitarbeitern des Klinikums, jedes Projekt habe nun ein Gesicht bekommen. Ihr und Rene Bostelaar sei es wichtig gewesen, dass jeder sein Projekt vorstellen konnte. Dann merke man auch, dass jeder mit Herzblut dabei sei. Sie dankt auch Organisatoren und Technik. Künftig seien Kreistagssitzungen auch hybrid möglich, wenn ein dementsprechender Beschluss vorliege. Dieser Tag sei eine gelungene Feuerprobe.

23.04.2021 | 16:07:22 Uhr
Bauprojekte und Elektroautos

Sven Kremer, Abteilungsleiter Bau und Technik, berichtet über Baumaßnahmen in Marktheidenfeld für die Unterbringung des BRK mit Fahrzeughalle sowie Wohnraum für Schüler. Wohnraum sei immer eine der ersten Fragen der künftigen Schüler am Bildungszentrum. Deshalb habe man überlegt, ob man das verbinden kann.

Kremer zeigt einen Plan, was möglicherweise gebaut werden könnte. Im Untergeschoss müssen die Räume für die Einsatzfahrzeuge sein, im zweiten und dritten Stock sind Büros geplant, im obersten Stockwerk die Wohnungen für Schüler.

Empfehlung des BRK sei, einen Investor zu suchen und auf eine festgelegte Zeit zu mieten.

Ein weiteres Projekt in Marktheidenfeld ist die Entkernung von OP und Intensivstation sowie die Renovierung der Eingangshalle mit Blick auf die Nachnutzung.

Rene Bostelaar erinnert daran, dass die Gebäude sehr alt sind und deshalb immer wieder teure Reparaturen anfallen. Man müsse immer wieder sehen, was notwendig ist und was nicht. Deshalb wolle man den Blick nach vorne richten, Richtung Neubau.

Er zeigt Fotos von der Eingangshalle in Marktheidenfeld mit neuem Fußboden, neu folierten Säulen, dem neu gestalteten Bistro.

Auch Sven Kremer spricht über Digitalisierung. Bei ihm geht es um die Haustechnik. Die Instandhaltung von technischen Anlagen und Geräten soll rechtssicher dokumentiert werden, statt, wie bisher, mit Outlook-Listen.

Kremer ist auch für die Weiterentwicklung des Patiententransports zuständig. Bisher habe es teils Doppelfahrten gegeben. Zur CO2-Ersparnis habe man sich für Elektrofahrzeuge entschieden. Dafür habe man alle Fahren zunächst aufzeichnen lassen, um zu sehen, was notwendig ist, dann die Fahrten neu geplant. Eine Halbtagskraft konnte so umgesetzt werden. Statt die Fahrzeuge zu kaufen, werden sie nun geleast.

23.04.2021 | 15:52:58 Uhr
Risiken kennen und einschätzen

Eva Richter, als Marktheidenfelderin in die Heimat zurück gekehrt. Sie befasst sich mit dem Risikomanagement am Klinikum. Ziel sei, die klinischen und nicht-klinischen Risiken zu bewerten. Ergebnis solle ein ständiger Überblick über die Risiken am Kliniken sein. Ziel sei die Erhöhung der Patientensicherung und die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung. Das Risikomanagement ist ein notwendiger Bestandteil bei Zertifizierungen. Außerdem sei eine Senkung von Versicherungsprämien möglich. Nach der Ist-Analyse werden die Risiken bewertet und priorisiert.

Rene Bostelaar fügt hinzu, dass das Klinikum über 1 Million Versicherungsprämien im Jahr zahle, weil die Risiken nicht klar sein. Da gebe es Potenzial, außerdem müsse man irgendwann möglicherweise Abschläge zahlen, wenn Patientenrisiken nicht klar sind.

23.04.2021 | 15:45:35 Uhr
Eine neue Dachmarke für alle

Anja Hildenbrand präsentiert die Überlegungen zur Etablierung einer Markenstruktur im Rahmen des baldigen Kommunalunternehmens. Problem sei, dass Seniorenheime unter dem Namen "Klinikum" liefen.

Wichtig sei, die neue Marke nach Innen genaus zu kommunizieren wie nach außen. Start für das Projekt ist im kommenden Jahr.

23.04.2021 | 15:42:34 Uhr
Erfolgsbeispiele

Rene Bostelaar präsentiert einzelne Erfolge aus der Personalentwicklung. Ein Onkologe habe sich spontan beworben, um im Klinikum zu arbeiten. Einem Facharzt für Innere Medizin habe man ermöglicht, Facharzt für Onkologie zu werden. So verfüge man über frisch ausgebildete Onkologen für die Krebsversorgung in der Region. Ein Pfleger habe das Stipendium bekommen, studiere jetzt Medizin und käme dann, um im Klinikum zu arbeiten.

23.04.2021 | 15:39:08 Uhr
Digitalisierung auch in der Fortbildung

Renate Frischkorns letztes Projekt: Die Personalentwicklung ausbauen. Man habe Personalgewinnung und -bindung verbunden und einen neuen Onboarding-Prozess im Sinne einer Willkommenskultur geschaffen.

Bei der Fortbildung wird erneut die Digitalisierung Thema. Das Klinikum richtet einen digitalen Lerncampus ein, um den Mitarbeiterin E-Learning zu ermöglichen.

Gleichzeitig würden Seminare zur Führungskräfteentwicklung aufgebaut, um ein einheitliches Führungsleitbild im Haus zu leben.

Es gebe auch schöne Sachen im Klinikum, die kaum bekannt seien und kaum genutzt werden. Es gebe beispielsweise ein Stipendienprogramm für Mediziner. Zwei Studierende, die im Klinikum arbeiten möchten, würden gefördert. Dieses Stipendiatenprogramm wolle man ausweiten auf andere Berufsgruppen.

In Zusammenhang mit dem Bildungszentrum sei die Zusammenführung aller Aus- Fort- und Weiterbildungsaktivitäten in der "Gesundheitsakademie" geplant.

23.04.2021 | 15:34:33 Uhr
Wie bleibt das Bildungszentrum modern?

Wie bekommt man eigentlich Personal? fragt Renate Frischkorn. Eine Möglichkeit: Abwerben. Das sei aber kein schöner Weg. Eine zweite Möglichkeit: so attraktiv sein, dass Mitarbeiter kommen und hier arbeiten wollen. Die dritte Möglichkeit: selbst ausbilden. Frischkorn bevorzugt eine Mischung aus zwei und drei, das sei der "Königsweg".

Das Ziel des Projekts ist, das Bildungszentrum künftig in ein eigenständig agierendes modernes Bildungsunternehmen als Kommunalunternehmen oder GmbH zu entwickeln. Man könne die Einrichtung durch weitere Therapieberufe stärken und Kooperationen mit Netzwerkpartnern eingehen.

Das Projekt beginne erst in einem Jahr, eine Reihe Fragen nennt Frischkorn aber bereits. Was ist das Einzugsgebiet? Wo können Schüler wohnen? Wo sind die Konkurrenten? Da gebe es viele, zwischen Wertheim, Lohr, Aschaffenburg, Würzburg. Welche Anforderungen stellten die Schüler? Dann müsse man die Frage stellen, wie man am Markt agiere und das Profil schärfe.

23.04.2021 | 15:27:54 Uhr
Digitale Daten für das Personal

Renate Frischkorn erläutert, wie die Abläufe in den Abteilungen umstrukturiert werden sollen. Man müsse heute Konzepte bereithalten und auf Anforderungen der Bewerber reagieren, bzw. diese antizipieren. Stichwort Fachkräftemangel, Arbeit in Schichtsystemen, Work-Life-Balance.

Sie schaue sich an, was die Erwartungen der verschiedenen Generationen seien. Man habe im Klinikum drei verschiedene Generationen. Die Einsparungen zu beziffern sei schwierig - man brauche weniger Berater, andere Ausgaben vielen weg.

Man wolle die Wertorientierung der Gesellschaft abbilden. Man müsse sich nun auf die Post-Covid-Zeit vorbereiten.

Zielsetzung des Projekts: Servicedienstleister, statt Personalverwalter sein, die papierlose Arbeit vorbereiten, Treiber von Entwicklungen sein.

Auch hier kommt wieder die Digitalisierung ins Spiel: Der digitale Gehaltsnachweis. Ein voller Erfolg, mit der Plattform von AKDB.Dieser kleine Prozessschritt macht 10 000 Euro im Jahr aus.

Ein weiteres Digitalisierungsprojekt: Die digitale Personalakte. 1050 Mitarbeiter - 1050 Personalakten in Schränken in Fluren. "Wir sind sehr inflexibel und tun uns schwer mit dem mobilen Arbeiten." Die Mitarbeiter, die aktuell kopieren und abheften, machen dann andere Dinge. Auch bei der Qualifikation der Mitarbeiter sieht Frischkorn Möglichkeiten. Momentan schlummeren Informationen im Papier, mit der Plattform könne man abfragen und nutzen. Zur Digitalisierung der Akten kämen die Antrags- und Genehmigungsflows, die man erarbeiten müsse. Im Sommer erfolge die Umstellung, im Herbst die Schulung.

Drittes Projekt: Das Personalkostencontrolling. Personalaufwand von fast 27 000 Euro. Kliniken haben immer eine hohe Personalkostenquote, daran könne man aber auch sehen, wie ökonomisch es arbeitet. Dafür brauche man aber Zahlen, Ende April helfen die Daten von Februar wenig. Deshalb wolle man ein Personalkostencontrolling aufstellen. Damit könne man auch für wirtschaftliche Aspekte sensibilisieren. Mit Strukturdaten könne man auch vergleichen wie andere arbeiten. Das bringe auch eine solide Datengrundlage für die Führungskräfte.

23.04.2021 | 15:03:12 Uhr
Geriatrische Reha soll ausgebaut werden - aktuell geschlossen

Chefärztin Nathalie Preiß berichtet über ihr "Herzensprojekt", die Erweiterung der geriatrischen Rehabilitation, kurz "geri-Reha". Eigentlich habe man ab Anfang 2021 die Bettenkapazität sukkzessive zu erhöhen, das habe die Pandemie verhindert. Aktuell habe man 50 Patienten in Ein-Bett-Belegung. Sobald die pandemische Lage und die Impfung es zulasse, wolle man die Kapazitätenerhöhung umsetzen.

Ab sofort laufe die Personalakquise, man sei immer auf der Suche nach Fachpersonal. Die Erweiterung der Bettenkapazitäten müsse erweitert werden, außerdem soll umgebaut werden. Das Belegungsmanagement und die internen Prozesse sollen verbessert werden, auch stehe eine Rezertifizierung an. Man wolle die Reha auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekanntmachen. Die Pandemie sei hier der Klinik zu Gute gekommen, wegen der Schließung vieler Kliniken seien Patienten bis aus Nürnberg gekommen.

Langfristige strebe man 100 Betten in der Klinik an, fügt Rene Bostelaar hinzu. Es gebe sehr wenige geriatrische Reha-Einrichtungen.

Die Akutgeriatrie sei das Reizthema. Dazu gebe es viele Fragen aus dem Kreistag. Aktuell betreibe man in vielen Stationen Geriatrie, aber man rechne sie nicht als solche ab. Im Moment sei die Reha in Marktheidenfeld geschlossen, weil Personal in Lohr gebraucht werde, um die Patienten in der dritten Welle zu versorgen. Das sei nicht optimal. Man versuche, im Bekämpfen der Pandemie und des Versorgens der Patienten mit Corona die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die geriatrische Reha sei noch im Rettungsschirm bis 31. 5., da habe man eine gewisse Entlastung. Das Personal könne man in Lohr gut gebrauchen.

23.04.2021 | 14:50:15 Uhr
So geht es weiter im Regionalen Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrums

Aktuell sind vier Phasen geplant, erklärt Mark Zluhan: Auf eine Bedarfsanalyse folgt eine Machbarkeitsstudie. Diese soll in eine strategische Konzeption münden und in einen Businessplan umgesetzt werden. Am Ende steht die Projektplanung.

Zluhan zeigt einen Plan des Krankenhauses und schlägt Möglichkeiten der ambulanten Medizin vor. Darunter neben der Ansiedlung selbstständiger Praxen der Aufbau eines Krankenhaus-MVZ oder die Einrichtung einer KV-Notfallpraxis. Weitere Bereiche sind die Erweiterung von stationären Leistungen und andere ambulante medizinische Angebote, Büros und Wohnen sowie Bildung.

Er erinnert daran, dass die Zahl der Über-60-Jährigen bis 2037 deutlich zunimmt. Die Fallzahlen für Reha-Einrichtungen sollen insgesamt eher stabil bleiben, mit Ausnahme der Geriatrie. Das mache einen Ausbau in diesem Feld interessant. Bei der geriatrischen Reha scheint ihm ein Ausbau auf ca. 100 Betten realistisch, mit dem Ziel einer überregionalen Belegung. Er lobt Chefärztin Nathalie Preiß, um eventuell neue Versorgungsformen zu entwickeln.

Weitere Themen sind Versorgungsengpässe in der Pflege und die Situation in Haus- und Facharztpraxen, wo viele Ärzte sich dem Rentenalter nähern. Hier mache ein MVZ in Marktheidenfeld sehr viel Sinn. Eine weitere Frage, so Zluhan, sei, wie man ärztliche Leistungen delegieren könnte. Er nennt beispielsweise die Gemeindeschwester oder die Telemedizin. Ein weiterer Aspekt könne technische Unterstützung zu Hause sein, beispielsweise in der Sturzprophylaxe. Außerdem müsse man auf Prävention setzen.

Um den Weg des Patienten durch die verschiedenen Sektoren des Gesundheitssystems zu sichern - von der Diagnose über die  OP zur Therapie und darüber hinaus - betont Zluhan die Bedeutung der IT.

Nach derzeitigem Erkennstnisstand sei es möglich, den Standort Marktheidenfeld gewinnbringend zu vermarkten. Allerdings fehle das OK des Fördermittelgebers Regierung von Unterfranken, bei der noch einen Rückzahlungsbetrag wegen Wegfall des Akutstatus von 13 Millionen Euro steht.

Die Fortführung als Akutklinik sei aussichslos, eine überregionale Spezialklinik wenig realistisch. Mit ersten interessierten Fachärzten werde bereits verhandelt. Ausbau Reha und Pflege werden positiver gesehen.

Die nächsten Schritte sind für Zluhan weitere Sondierungsgespräche und Analysen. Dazu zählen die niedergelassenen Ärzte, die Bezirksregierung Unterfranken, die Arge und das Gesundheitsministerium. Gespräche sollen acuh mit weiteren Akteuren im Bereich Pflege und Reha sowie Investoren geführt werden, damit die Risiken beherrschbar bleiben.

Zur übernächsten Kreistagssitzung am 16. Juli sollen Handlungsempfehlungen mit Beschlussanträgen vorgelegt werden.

23.04.2021 | 14:26:23 Uhr
Der Vortrag wird doppelt digital

Der Vortrag zum Regionalen Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum wird digital - Mark Zluhan wird mit seinem Vortrag eingespielt und dann weitergestreamt. Digitalisierung ist nicht nur Dauerthema im Masterplan, sondern macht auch diese Veranstaltung möglich.

23.04.2021 | 14:23:43 Uhr
Wie ist der Stand im Regionalen Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum?

Heike Riedel ist seit Sommer 2019 für die Unternehmensentwicklung zuständig - und damit auch die Weiterentwicklung des Standorts in Marktheidenfeld. Sie leitet auch das zentrale Testzentrum und war auch mit der Einrichtung des Impfzentrums befasst.

Ziel des Projekts ist es, nicht nur die Immobilie sondern den ganzen Campus weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll die Gesundheitsregion weiterentwickelt werden, denn das Zentrum ist eigentlich ein Baustein davon.

In der Masterplan-Broschüre sind gleich mehrere Projekte im Vortrag mitinbegriffen.

Vier Personen sind, teils extern, teils intern, für dieses Projekt zuständig: Mark Zluhan, Konrad Rippmann, Heike Riedel und Markus Müller

Riedel umreißt, worum es im Regionalen Gesundheits- und Pflegekompetenz-Zentrum geht. Natürlich um den Landkreis, unterschiedliche ärztliche und pflegerische Leistungen, das Ganze auf einem "Campus" mit Kooperationspartnern. Das Gesamte soll technisch verknüpft sein, mit Fallmanagern, die die Menschen sektorübergreifend versorgen. zu den ärztlichen Leistungen zählen ambulante Medizin, ein Facharztzentrum, Reha-Angebote und Ergotherapie- oder Hebammenpraxen. Die Pflege umfasst ambulante Pflege genauso wie stationäre, Intensivpflege, Langzeitpflege und mehr.

23.04.2021 | 14:09:22 Uhr
Ein Neubau für die Seniorenzentren?

Markus Müller ist seit Kurzem für die Senioreneinrichtungen zuständig.

Im Kreisseniorenzentrum Marktheidenfeld besteht eine Einzelzimmerquote von 49,1 Prozent - das ist bei einer gesetzlichen Quote von 75 Prozent zu wenig. Fünf Einzelzimmer haben nicht die geforderte Mindestquote, drei auch keine Nasszelle. "Das ist etwas, was heute nicht mehr geht", sagt Müller. Die Anforderungen für Rollstuhleignung werden auch nicht erfüllt. Und das - so Müller - obwohl größere Summen investiert worden sind. Die Ausnahmeregelung gilt noch bis 2024.

Ähnlich sieht es im Kreisseniorenzentrum Gemünden aus. Die Einzelzimmerquote beträgt sogar nur 35 Prozent, drei Einzelzimmer sind zu klein. 21 Zimmer sind nicht barrierefrei. Die Einrichtung ist nicht rollstuhlgerecht. Auch hier ist "massiv investiert" worden. 2001 ist die Einrichtung für 14 Millionen Euro saniert worden. Die Ausnahmeregelung gilt bis 2026.

Moderne Pflegekonzepte seien nicht umsetzbar, wie beispielsweise kleine Wohneinheiten. Auch die Einrichtung eines beschützenden Wohnbereichs für Demente sei schwierig.

Als Grundlage für Weiterentwicklungen beruft er sich auf die Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts des Landkreises, außerdem die Übersicht der vorhandenen Einrichtungen.

Lösungsansatz: Ein Neubau an beiden Standorten.

Mögliches Modell: Bau der Immobilie durch einen Investor und Vermietung, Betriebsführung durch das Klinikum Main-Spessart.

23.04.2021 | 13:56:04 Uhr
Sparen bei Wäsche, Medizin und Labor

Schon bei vielen Projekten sind gewachsene Strukturen problematisiert worden, die nach den Umstrukturierungen der vergangenen Jahre nicht angepasst worden sind. Rene Bostelaar befasst sich im nächsten Projekt mit den laufenden Verträgen. Diese müssen zunächst gesammelt, gespeichert und geprüft werden.

Auch bei den Bestellungen sehen Cornelia Köstler und Rene Bostelaar Verbesserungsbedarf - bislang würden Excellisten geführt.

Weitere Konstenreduktion wird in der Wäscheversorgung gesehen. 2014 sind 240 Tonnen Flachwäsche und 100 000 Kleidungsstücke gewaschen worden. Künftig soll es statt Personalwäsche Poolwäsche geben, die von einem Vertragspartner gestellt wird. Das Volumen ist so hoch, dass der Vertrag EU-weit ausgeschrieben werden muss.

Nach der Wäsche - die Medikamente. Auch bei den Medikamenten soll möglichst wenig vor Ort gelager werden. Da liege sehr viel Geld in den Schränken, meint Rene Bostelaar. Mit einer digitalen Patientenakte und einer digitalen Verordnung könne man das gezielter machen.

Bis 2022 soll auch das Labor neuaufgestellt werden. Im Moment leiste das Klinikum sich ein eigenes Labor mit eigenen Geräten, sei aber trotzdem nicht in der Lage, alle Untersuchungen durchzuführen. Die Geräte seien wartungsintensiv und müssten erneuert werden. Deshalb wolle man das Labor auslagern und alle Untersuchungen bei einem Anbieter zusammenzuführen. Dazu gebe es in Deutschland zwei oder drei Großlabors. Damit fielen die Ausgaben für neue Laborgeräte weg. Im Businessplan rechne man damit, trotz Qualitätssteigerungen um 200 000 Euro einzusparen. Auch hier ist eine EU-weite Ausschreibung nötig.

23.04.2021 | 13:41:57 Uhr
Reinigung und Bettenaufbereitung optimieren

Ebenfalls in Levi Hoffmanns Bereicht liegt die Optimierung der Reinigung. Hier sollen vor allem Einsparungen erreicht werden. Das soll durch Bedarfspläne und moderne Technik funktionieren. Außerdem werden externe Bereiche gereinigt, die aktuell nicht passend abgerechnet werden.

In Lohr wird nach einem Raumplan von 2014 geputzt, es habe aber bauliche Veränderungen gegeben. In Marktheidenfeld müsse dieser neu erstellt werden. Der Plan sei noch analog und auf den Krankenhauskontext ausgelegt - beispielsweise würden noch OP-Räume ausgezeichnet.

Ausgesourct werden soll die Reinigung nicht.

In den Häusern wird aktuell alles mit der Hand gewischt. Hoffmann will auf teilautonome Maschinen umstellen.

Die Betten sind früher zentral aufbereitet worden. Heute soll das auf den Stationen gemacht werden. Doch es gibt keine eigenen Räume dafür, die Betten werden auf den Fluren gemacht und blockieren die Wege. Hier soll ein besserer Prozess gefunden werden. Die Anfrage zur Reinigung kommt weiterhin per Telefon, die Reinigungskräfte haben deshalb täglich keinen Überblick, was sie am Tag erwartet. Nicht mehr zeitgemäß sei auch, dass alle Betten, unabhängig von Krankheit und Verweildauer vollständig gereinigt werden.

23.04.2021 | 13:34:15 Uhr
Levi Hoffmann: Neue Strukturen für die Küchen und Umfeld

Levi Hoffmann arbeitet seit Januar im Klinik. Er ist Lohrer und in die Stadt zurückgekommen.

"Ich habe viel Zeit in der Küche vor Ort verbracht", berichtet er. Es gebe drei Einrichtungen mit drei Küchen und unterschiedlichen Anforderungen. Ihm sei aufgefallen, dass die Einrichtungen sehr autark arbeiten. Die Strukturen hätten sich über viele Jahre verselbstständigt, ohne wirkliches Ziel. Beispiel: Unterschiedliche Heizwägen in jedem Haus, Synergien seien nicht gegeben.

Diese Strukturen will er moderner und effizienter gestalten und 1,2 Millionen Euro einsparen.

Aus seiner Sicht gibt es eine Küche zu viel, er möchte Lohr auf eine Verteilerküche umstellen. Zur Erläuterung vergleicht er Kosten und Auslastung der drei Strukturen. Die Pandemie schafft ein zusätzliches Problem für die Küchen. An den verschiedenen Standorten werden externe Kunden mitversorgt. Diese hätten jedoch keine Verträge und bezögen wegen der Pandmie aktuell keine Mahlzeiten. Die Küchen halten also Personal und Ausstattung vor, die nicht abgerufen werden.

Er will den Fokus auf die primären Leistungen, also die Verköstigung der Patienten und Bewohner legen. Sekundäre Leistungen sind die Beköstigung der Mitarbeiter, Sonderleistungen im Haus, Bistro, Automaten... Im Moment könne man nicht sehen, was in welchen Bereich läuft. Dazu wird eine Auswertung durchgeführt. Außerdem sind regelmäßige Leitungsmeetings eingeführt worden. Zum Teil hätten sich die Küchenleiter nie persönlich gesehen. Hoffmann sieht ein weiteres Handlungsfeld im Einkauf, wo durch Zentralisierung und Verhandlung bessere Bedingungen erreicht werden könnten. Auch hier ist die Digitalisierung ein Thema: Bestellt wird zum Teil per Mail, zum Teil per Fax. Ein Warenwirtschaftssystem soll Prozesse sichtbar machen. Ziel: "Eine Übersicht bekommen, was geht in unsere Häuser rein, was haben wir für Bestände, was geht aus unseren Häusern raus?"

In den Bistros sollen neue Kassensysteme eingeführt werden, die dann auch zur aktuellen Gesetzgebung konform sind.

Die Getränkeversorgung in den Häusern soll vereinheitlicht und gestrafft werden - auch hier unterscheiden sich die drei Standorte deutlich.

Die Pläne für die Kaffeeversorgung dürfte die Patienten interessieren. Statt in der Küche gebrüht und Stunden warmgehalten zu werden, soll er künftig auf den Stationen dezentral zubereitet werden.

Auch Hoffmann klagt über Fachkräftemangel. Es werde von Jahr zu Jahr schwieriger, Mitarbeiter zu finden, die die Anforderungen erfüllen. Deshalb müsse man alternative Konzepte prüfen. Momentan wird das Essen gekocht und warm gehalten. Das koste Qualität. Hoffmann nennt die Möglichkeit, man könne das Essen kalt auf den Tellern bringen und dann auf der Station warm machen.

Auch der Speiseplan soll mit Hoffmann besser werden. Aktuell gebe es einen Speiseplan für alle Einrichtungen. Man könnte Zertifizierungen, DGE oder BIO, anstreben, Man müsse auch prüfen welche Einrichtungen versorgt werden sollen und welche Menüs dazu passen.

Es gehe darum, Aufgaben, die aktuell Kapazitäten binden, auszulagern und sich auf das Kerngeschäft zu fokussieren.

23.04.2021 | 13:09:12 Uhr
Jeßberger: "Wir müssen das machen."

Die IT-Abteilung hat sechs Mitarbeiter, um die Systeme zu implementieren und am Laufen zu halten. "Das ist sehr viel Arbeit", sagt Bostelaar, beispielsweise die Umstellung auf große Monitore und eine aktuelle Windowsversion.

Man müsse in die IT-Abteilung vielleicht noch einen Neuansteiger dazu zu bekommen, stellt Jeßberger fest.

Bislang seien Mitarbeiter nicht richtig geschult worden, berichtet Jeßberger. Sie seien von Kollegen eingeführt worden. Das müsse sich ändern, um die Programme auch richtig zu nutzen.

Bostelaar betont, dass diese Punkte eingeführt werden müssen, weil sonst Abschläge gezahlt werden müssen.

"Wir sind ein Hochsicherheitsbereich.". Deshalb brauche man beispielsweise VPN-Tunnel, damit Mitarbeiter des Krankenhauses auch von zu Hause arbeiten können.

Bostelaar betont, wenn man in den Neubau komme, wolle man weitgehend papierlos sein. Das sei das moderne Krankenhaus. Man sein einen Ticken spät, aber noch nicht zu spät.

23.04.2021 | 13:04:38 Uhr
Millionen für die IT

Hendrik Jeßberger, seit 2019 Leiter der IT-Abteilung stellt die IT-Strategie vor.

Ziel: An jedem Ort undzu jeder Zeit Patientendaten und Informationen in Echtzeit bereitstellen.

Er beschreibt einen Investitions- und Innovationsstau in den vergangenen Jahren. Die Schaffung moderner Infrastrukturen sei ein enromer Kraftakt, aber das Fundament für ein wirtschaftliches und attraktives Krankenhaus.

Gemessen am Jahresumsatz sei die Investition in die Digitalisierung sehr gering, laut einer Grafik meist unter zwei Prozent. Vieles wurde gekauft, aber nicht implementiert, Anwendungen, die zum Standard der IT gehören, wurden nie eingeführt.

Er habe gleich im ersten Gespräch mit Herrn Bostelaar die unzureichende Digitalisierung angesprochen. Bostelaar habe sich dessen sofort angenommen. Daraus habe sich die Digitalisierungsstrategie entwickelt. Viele Projekte werden bereits umgesetzt, Datawarehouse, digitale Patientenakte und andere.

Im Krankenhauszukunftsgesetz wird Förderung für eine Reihe von Digitalisierungsmaßnahmen festgelegt. 70 Prozent übernimmt der Bund 30 Prozent das Land Bayern. Die individuelle Förderhöchstgrenze liegt bei knapp 2 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition zur Umsetzung dieses Gesetzes sowie des Patientendatenschutzgesetzes liegt bei 2 870 000 Euro. Mit den Mehrinvestitionen liege man aber über dem gesetzlich geforderten Niveau.

Jeßberger geht  unter anderem auf die Einführung des Data Warehouses ein, das Berichte, Statistiken und Kennzahlen schnell und flexibel verfügbar machen soll. Ein weiteres Projekt in seiner Hand ist die Einführung des digitalen Diktats und der Spracherkennung. Damit können Arztbriefe direkt digitalisiert werden. Die Einführung wird zu 100 Prozent gefördert. Eigentlich könnte dieses Projekt schon ausgerollt werden, es fehlt aber der Förderbescheid.

Sein nächstes Projekt ist die digitale Patientenakte und digitale Archivierung. Die Akten der Patienten sollen künftig digital geführt werden, das spart beispielsweise die Wege ins Archiv für die Akten. Außerdem können die Papierarchive aufgelöst werden.

Zur "Sicherstellung eines reibungslosen Krankenhausbetriebes" soll das Krankenhausinformationssystem ausgebaut werden. Zu diesem System gehört unter andere ein Tool zur Codierunterstützung und Verweildauersteuerung, also zur Optimierung der Abrechnung bei den Krankenkassen.  Genannt werden viele Programme und Anwendungen, die vor allem innerhalb der IT ein Begriff sind. Zuletzt geht er auf die notwendige Entwicklung der IT-Sicherheit ein.

23.04.2021 | 12:55:52 Uhr
Vortrag im leeren Saal

Nur noch wenige Menschen hören den Vortrag im Saal. Die Kreisräte sind im Streaming zugeschaltet. Der Stream ist allerdings den Räten vorbehalten, die Bevölkerung kann sich nicht einwählen.

23.04.2021 | 12:37:33 Uhr
Frings: "Meine Leute verstehen nicht, wo schlechte Stimmung sein soll."

"Die Pflege ist der Motor des Krankenhauses", betont Rene Bostelaar. Die Digitalisierung werde für die Pfleger eine Herausforderung sein. Es müsse ganz viel fortgebildet werden. Er fragt Frings, wie sie es schafft ihre rund 400 Mitarbeiter mitzunehmen.

Frings verweist auf die Dienstplanung, in der immer Mitarbeiter zur Unterstützung zur Verfügung stehen. Das sei wichtig. Eine Pflegeschülerin habe nach der Ausbildung nicht im Krankenhaus bleiben wollen. Sie habe gesagt, sie komme wieder, wenn die Digitalisierung läuft und der Neubau steht.

"Meine Leute verstehen nicht, wo die schlechte Stimmung sein soll.Wir wollen den Neubau, wir wollen mit der EDV in den Neubau transferieren. Es gibt vielleicht den einen oder anderen, der nicht einverstanden ist. Eine grundsätzlich schlechte Stimmung möchte ich nicht bestätigen."

23.04.2021 | 12:33:34 Uhr
Gabriele Frings, Pflegedirektorin

Gabriele Frings betont zunächst, das Klinikum müsse sich so weiterentwickeln, dass Wirtschaftlichkeit und Personalsituation gesichert sind. Das Krankenhaus riskiere sonst, "abgehängt" zu werden.

Sie stellt als erstes das Ambulante Patientenzentrum vor. Bislang habe man ambulante Patienten auf den Stationen eingestreut. Jetzt ist in der fünften Etage im alten Speisesaal ein eigener Bereich geschaffen worden, um Patienten bei ambulanten Operationen zu betreuen. Der Bereich ist seit einer Woche in Betrieb.

Sie zeigt Fotos: Es gibt Kabinen für einzelne Patienten, mit einer Liege, Fenster und Vorhang. Die kleine Küche des Speisesaals ist ein Pflegestützpunkt geworden.

Anschließend präsentiert sie das zentrale Patientenmanagement. Ziel ist, dass die Patienten in einer kurzen, wirtschaftlich getakteten Zeit durch das Krankenhaus geführt werden, ohne dass Wartezeiten entstehen.  Frings zitiert das Katholische Krankenhaus Mainz, das auch dieses System einrichtet.

Frings bemerkt, dass ihre Projekte sehr eng miteinander verzahnt sind.

Ein weiteres Projekt in ihrer Hand sind die Weiterentwicklung des Servicekonzepts und die Stationsorganisation und die Restrukturierung der Pflege. Hier geht es darum, die Struktur an den Neubau anzupassen. Dort werden auf einer Ebene wesentlich mehr Betten betreut als aktuell einer Station. Das Haus ist sternförmig, jeder Arm hat die gleiche Bettenzahl. Auf einer Ebene werden drei Bereiche der Inneren Medizin betreut. Dort könne ein Mitarbeiterpool eingesetzt werden. Für die Innere Medizin und die Neurologie sei das bereits umgesetzt, für die Chirugie wahrscheinlich erst im Neubau.

Dazu wird die digitale Pflegedokumentation RECOM eingeführt. Dazu gehört, dass eindeutige Begrifflichkeiten benutzt werden und im Programm ausgewertet werden. Das spielt sich ins Bettenmanagement weiter, beispielsweise was die Zuweisung schwerstpflegebedürftiger Patienten angehe. Die Mitarbeiter seien begeistert dabei, das sei auch ihr Wunsch.

Das neue System ermögliche auch, dass einmal erfasste Daten da erscheinen, wo sie gebraucht werden. Datenfriedhöfe würde dadurch nicht mehr produziert.

Ein weiteres Thema, das Gabriele Frings beschäftigt, sind Schranksystem und Produktlinien. Gerade werden Barcodes in der Apotheke eingeführt, eine Erprobung in der Intensivstation werde gut angenommen. Das führe auch zu einer Optimierung der Lagerhaltung und somit zu mehr Wirtschaftlichkeit.

23.04.2021 | 12:18:52 Uhr
Neubauperspektive hilft, Ärzte zu rekrutieren

Rene Bostelaar bemerkt, dass es gelungen sei, gute Ärzte nach Lohr zu holen und fragt, wie es mit dem Neubau aussieht.

Schneider antwortet, die Perspektive auf den Neubau habe Kollegen bewogen, nach Lohr zu wechseln. Sie hätten die möglicherweise einmalige Gelegenheit, ihren Arbeitsplatz mitzugestalten. Das habe einige Kollegen fasziniert.

23.04.2021 | 12:17:05 Uhr
Matthias Schneider, ärztlicher Direktor: Umsetzung des Medizinkonzepts

Matthias Schneider weist darauf hin, dass alle leitenden Ärzte an dem Konzept mitgewirkt haben. Es sei unabhängig vom Neubau zu betrachten.

Als großes Problem seien immer wirtschaftliche Belange zu beachten. Man wolle deshalb Fehlbelegungen vermeiden.

Weiteres Ziel sei eine Zeritifzierung als Cardiac-Arrest-Center.

Die Notaufnahme wird zentraler Aufnahmepunkt für das Klinkum sein. Deshalb soll die klinische Notfallmedizin als eigene Abteilung weiterentwickelt werden.

Das Haus soll Regionales Traumazentrum werden, also erweitert werden.

Gebraucht wird der Neubau für das Projekt eines interdisziplinären Zentrums für Gefäßmedizin.

Einiges ist bereits umgesetzt:

Seit Montag läuft ein ambulantes Patientenzentrum für OPs. Diese werden dann außerhalb der Stationen versorgt. Das bringe mehr Komfort für die Patienten und ungestörte Abläufe auf den Stationen.

Man wolle ein Alterstraumazentrum entwickeln, sobald die Akutgeriatrie nach Lohr verlagert werden kann.

Im Aufbau ist zur Verbesserung der intensivmedizinischen Versorgung ein eigener ärztlicher Dienst. Der Arzt betreut die Intensivstation 24/7. Vier leitende Ärzte haben die Ausbildung dafür, weitere Ärzte können ausgebildet werden. 800 000 Euro müssen damit in Personal investiert werden. Dafür können intensivmedizinische Komplexpauschalen abgerechnet werden. Eine Vorlaufzeit ist nötig, zum Einarbeiten und Schulen der Mitarbeiter. Bis Ende des Jahres sollen alle Stellen besetzt und alle Kollegen ausgebildet sein. Dann erst mache es Sinn, das Cardiac-Arrest-Center zu entwickeln.

Die klinische Notfallmedizin wird immer wichtiger - dort kommt der Patient an, werden Behandlungswege festgelegt. Dem müsse man mit einer eigenen Abteilung Rechnung tragen. Das führt zu einer weiteren Subspezialisierung der Weiterbildung, mit der "Klinischen Notfallmedizin". Diese soll 2023 starten können.

Schneider erwähnt das Bauchzentrum, das bereits vorhanden ist. Darüber müsse man möglicherweise öfter reden. Das wolle man weiterentwickeln. Auch die onkologische Versorgung solle gestärkt werden.

Ein interdisziplinäres Zentrum für Gefäßmedizin ist in Planung, Bedigung dafür ist aber Neubau oder gegebenenfalls ein Umbau - "je nachdem, wie Sie sich entscheiden", sagt Schneider an die Kreisräte zu Hause am Streaming gerichtet.

23.04.2021 | 12:05:35 Uhr
So hat Klinikreferent Bostelaar die Vorstellung im Kreistag erlebt
23.04.2021 | 11:11:05 Uhr
Mittagspause

Sabine Sitter schließt die Sitzung. Um 12 Uhr geht es weiter - für die Kreisräte digital, für uns hier im Saal.

23.04.2021 | 11:09:32 Uhr

Brigitte Riedmann (FW) findet, die Präsentation habe zum Teil den Anklang eines Eigenlobs gehabt. Wenn die Fragen der Fraktion im Laufe des Tages beantwortet würden, könne sie damit gut leben. Die Freien Wähler stünden auch weiterhin hinter dem Weg zum Neubau. Sie befasst sich mit Bostelaars Wunsch nach Kommunikation auf Augenhöhe und Unterstützung. Das müsse aber von beiden Seiten kommen. Man unterstütze das Klinikum, und zwar alle Mitarbeiter, nicht nur die Führungskräfte. Es sei weiterhin nicht so, dass alle Mitarbeiter die Wertschätzung empfangen, die sie verdienen. "Aber auch Sie müssen sich bewegen, an sich arbeiten und Umgangstöne gegenüber unseren Mitarbeitern ändern. Dann können wir ein gutes Team sein, das erfolgreich für den Landkreis arbeitet." - Applaus für diesen Beitrag.

Sven Gottschalk (SPD) glaubt, dass die fachliche Expertise, die die Mitarbeiter des Klinikums aufgebracht haben, den Begriff "Masterplan" verdient. Die SPD-Fraktion sei an Bord, die Unterstützung könne man zusagen. Aber wenn man - wie bereits am Bild des Eisbergs gesagt - ein Hindernis sehe, dann wolle man darauf hinweisen. Er wünsche sich, dass heute nachmittag am Bildschirm alle Fragen beantwortet werden. Es sei höchste Zeit, dass das Schiff endlich losfährt. Aber das Hafentor sei noch nicht offen. Diese Zeit solle man nutzen, um alle Fragen zu klären.

Hubert Fröhlich (Freie Bürger) will die Berufsfachschule für Pflege aus dem künftigen Kommunalunternehmen Klinikum herausnehmen. Fürs Studieren brauche man Freiheit, keinen wirtschaftlichen Zwang.

Thorsten Schwab (CSU) bringt das Bild des Supertankers in Spiel, der im Suezkanal festhing. Auch diesen habe man wieder flott bekommen. Das Klinikum sei ein Riesenprojekt für alle, auch für die Regierung von Unterfranken, die nicht alle Tage solche Projekte prüfe. "Ob wir jetzt 145 Millionen dafür brauchen oder 160 kann im Moment niemand sagen." Die Baukosten steigen rasant, jetzt genau zu sagen, wie viel es kostet, sei schwierig. Er erinnert daran, dass man vor Jahren keine Ärzte für das Klinikum gefunden und mit Notbesetzung gearbeitet habe. "Das ist der einzige Weg um in Main-Spessart auch künftig noch ein Haus der Grund- und Regelversorgung zu haben." Die Alternative der Sanierung in Lohr habe man diskutiert, aber verworfen. Bei aller kritischer Begleitung müsse man das auch positiv nach außen tragen. Enorm wichtig sei aber, die Nachnutzungskonzepte auf den Tisch zu bekommen. "Da sind wir ein bisschen hintendran." Da habe Corona mitgespielt. Die Dinge, die man ansprechen müsse, werde man ansprechen. Das müsse aber auch von der anderen Seite kommen.

Robert Herold (Freie Bürger) fragt nach der Stimmung im Haus. Rene Bostelaar antwortet, man habe sich damit in den vergangenen Wochen auseinandergesetzt, Gespräche geführt und einige Dinge geändert. Er habe drei Monate kommunizieren können, dann sei das durch Corona unterbrochen worden. Die Mitarbeiter dürften schon untereinander kaum kommunizieren, nicht einmal miteinander frühstücken. "Die Kommunikation im Haus ist extrem gestört." Er habe einen Videoblog eingerichtet, um alle zwei Wochen aktuelle Dinge zu berichten. Das müssten die Menschen sich aber auch anschauen. Es gebe alle zwei Tage einen Termin mit ihm, einen Briefkasten für anonyme Fragen, die im Blog beantwortet werden. Herold: Die Kreisräte sorgen hier für gute Stimmung, Sie sorgen im Krankenhaus für gute Stimmung.

Christian Vogel (FW) erinnert daran, Ziel sei es nicht, wie in privaten Krankenhäusern, eine Rendite zu erzielen, sondern mit einer schwarzen Null die Grund- und Regelversorgung sicherzustellen.

23.04.2021 | 10:50:33 Uhr
Kritik aus dem Gremium

Richard Roos (UGM)  will die Bilder aus dem Masterplan anders darstellen. "Ich fand die Fragen der Kollegen positiv, in die Zukunft gerichtet." Er sehe alle  60 auf dem Schiff in Richtung Neubau. Aber man versuche, auf Eisberge hinzuweisen, greift er das Bild der Landrätin auf.

Christine Kohnle-Weis (SPD) beschäftigt der Hinweis der Landrätin auf die Konkurrenzsituation und die Möglichkeit des Werkausschusses, Informationen einzufrodern. Aus ihrer Sicht ist das eine Holschuld. "Ich möchte immer vollumfassend informiert werden über alles."

Kurt Schreck (AfD) möchte an Walter Heusslein anknüpfen. Er dankt dem Klinikreferenten, der umfassend und sachbezogen das Thema Neubau und Klinikum dargestellt habe. "Das was ok und korrekt", aber bereits allseits bekannt. Bostelaar sei ein sehr erfolgsorienterter Mensch, der auch seinen Auftrag im Kreis zum Erfolg führen wollte. Aber natürlich gebe es auch Bürger, die den Prozess kritisch begleiten, und das sei auch gut so. Eine Projektion wie der Masterplan sei als Wunschvorstellung zu sehen, bei der man auch prüfen muss, ob das auch bezahlbar ist. Da habe er Zweifel.

Christian Menig (UGM) will nicht auf Details eingehen, man habe erst am Vortag erfahren wie der Tag eingeht. Die erste Viertelstunde sei zielführend gewesen, der Rest ein bekannter Monolog. Die Ausführungen von Rene Bostelaar seien "einseitig". Wie der Tag abläuft, könne nicht ersetzen, wie es gedacht war. Es sollte eine Frage-Antwort-Zeit geben. Die offenen Punkte müssten nochmal beraten und besprochen werden. 145,8 Millionen - das seien Zahlen, die nicht stimmen. Prof. Hochrichter habe von 160 Millionen gesprochen. Er werde den Nachmittag anders verbringen, nicht mit der Präsentation. Was am morgen stattgefunden habe, finde er nicht zielführend.

Gerhard Kraft (Grüne) bedankt sich für den Ablauf. Es sei klar, dass ein weiteres Treffen vor dem Beschluss nötig sei. Die Seniorenheime kämen im Plan zu kurz. Natürlich hätten die Kreisräte immer das Recht sich zu informieren, Fragen zu stellen, kritisch zu sein. Dadurch habe man durchaus auch positives bewirkt. Klar festzustellen sei aber: "Es gibt kein zurück. Dieser Weg ist vorgegeben. " Den Masterplan hätte man bei der Entscheidung 2015 schon gebraucht. "Es war sträflichst, das nicht zu haben." Er stellt die Frage künftiger Kommunikationsstrukturen, über Newsletter oder Podcasts. Das Gremium müsse regelmäßig informiert worden, um Verständnis zu erreichen. An Kurt Schreck gewendet sagt er: "Was die Finanzen angeht, wir schaffen das!"

23.04.2021 | 10:34:02 Uhr
Walter Heusslein (CSU): Kein Misstrauen, sondern kritische Begleitung.

Ihm gehe fast der Knopf auf, wenn er Bostelaar von "Misstrauen" reden höre. Es handele sich um kritische Begleitung. Er werde mit den Fragen nicht nachlassen. Er bittet seinerseits darum, den Kreistag mitzunehmen, in die Aufgaben, die in der Zukunft liegen.

Bostelaar antwortet: Er spreche für seine Mitarbeiter. Ihm werde zurückgemeldet, dass sie immer wieder negative Dinge über das Unternehmen hören, in der Zeitung, im Stadtgespräch. Sie kommen ins Zimmer und die Patienten sagen: Was ist denn bei euch los? Das belaste die Mitarbeiter. "Wir müssen positiv die gute Arbeit, die wir leisten, darstellen." Der Masterplan sei nichts gegen die Mitarbeiter, das Klinikum, die Versorgung, sonderen eine Verbesserung. Der Neubau sei nicht nur für die Patienten sondern auch für die Mitarbeiter eine Bereicherung.

Schlechte Stimmung? "Das stimmt nicht", man habe keine schlechte Stimmung. Es gebe einen Veränderungsprozess, da gebe es mal Unstimmigkeiten. "Das muss so sein, das ist normal."

23.04.2021 | 10:27:40 Uhr
Keine Nachfragen möglich

Die Vorstellung der Projekte wird digital sein - das bedeutet, Nachfragen sind nicht möglich. Bedauerlich, aber nicht anders machbar, für den Klinikreferenten. Es gebe in den kommenden Monaten Gelegenheit dazu.

"Lasst uns auf Augenhöhe diskutieren, lasst uns positiv nach vorne blicken."

23.04.2021 | 10:25:27 Uhr
Wie ist der Masterplan entstanden?

Man habe alles in Eigenregie gemacht, betont Bostelaar. "Sie können so einen Prozess auch einkaufen", erklärt er. Aber das werde nicht gut angenommen.

Der Masterplan umfasse mehrere Millionen Euro an Investitionen, die für die Projekte nötig seien. Davon alleine vier Millionen für Digitalisierung. In der Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig das sei.

Ende des Jahres 2020 sei ein 1,9 Millionen-Euro-Förderprogramm für Digitalisierung im Krankenhaus aufgelegt worden. Da habe sich der Masterplan bereits bezahlt gemacht. Alle Projekte, die bis dahin aufgelegt worden seien, seien darüber finanziert worden.

Die Fotos für den Masterplan sind im Klinikum gemacht worden. "Wir wollten keine eingekauften Fotos von fremden Menschen zur Illustration."

Am 16. September ist der Masterplan freigegeben worden, im Oktober fristgerecht abgegeben.

Die Diskussion sei im Herbst vertagt worden. Denn wegen der Pandemievorgaben sass man mit dicken Jacken frierend im Saal im Landratsamt.

"Sie sollten viel mehr Vertrauen und Unterstützung haben", ruft Bostelaar die Kreisräte auf. Jedes Projekt werde jetzt vorgestellt, mit Ziel, Maßnahmen und Bedeutung für die Abläufe.

23.04.2021 | 10:16:05 Uhr
"Meine Mitarbeiter und ich brauchen Ihre Unterstützung, keine Diskussion, warum alles so schlecht ist"

Auch Ren Bostelaar weist auf die Schwierigkeit eines Veränderungsprozesses hin. Seine erneute Bitte um Unterstützung zeigt, wie hoch die Belastung sein muss, die auf den Mitarbeiterin im Klinikum lastet.

23.04.2021 | 10:13:18 Uhr
"Wir können nicht alles auf einmal machen"

Der Klinikreferent erinnert an alles, was gleichzeitig erledigt werden muss. Pandemiebekämpfung, Masterplan, Planung für die Seniorenheime, Neubau geplant... In Marktheidenfeld werde beklagt, es passiert nichts.

Er bittet um Geduld, es mache keinen Sinn, wild Entscheidungen zu treffen. Alles müsse gut durchdacht sein.

23.04.2021 | 10:10:57 Uhr
Die Defizit liegt in der Struktur

Private Krankenhäuser erreichten Renditen von über 6 Prozent. Dabei würden sie nach den gleichen Prinzipen bezahlt, so Bostelaar. Das Defizit im Klinikum entstehe  nicht am Krankenbett, bei Ärzten und Pflegern, sondern liege in der Struktur.

23.04.2021 | 10:08:27 Uhr
Bostelaar: Misstrauen im Raum

Er nehme sehr viel Misstrauen wahr, berichtet der Klinikreferent. Beispielsweise die Frage, ob der Masterplan so viel Hochglanz brauche? Das neue Klinikum sei ein Leuchtturmprojekt, auf das man stolz sein müsse.

Die Pandemie habe gezeigt, dass das, was wir jetzt haben, nicht für die Zukunft ausreiche. 6 Betten in der Intensivstation, reichten nicht. Im Neubau gebe es 20 Betten, Einzelzimmer- das sei es, was die Patienten wollen.

"Wir sind doch hier nicht irgendwie ein Dorf, sondern ein Landkreis, der wirtschaftlich stark ist."

Das will er zeigen.

23.04.2021 | 10:06:01 Uhr
Alle auf einem Schiff

Sabine Sitter vergleicht den Prozess des Klinikums mit dem Partnerschiff des Landkreises "Spessart". Der Masterplan sei die Seekarte.

Manche versuchten immer noch, das Schiff umzusteuern, aber das wolle sie nicht, das sei auch nicht mehr möglich.

"Das Klinikum ist unsere Zukunft, und unsere Zukunft beginnt jetzt." Sie wolle mit allen gemeinsam die Eröffnung feiern.

23.04.2021 | 10:04:33 Uhr
Wer hat den Masterplan erstellt?

Wer hat den Masterplan grafisch und optisch erstellt? Keine externe Firma, sondern Tina Starck und Anja Hildenbrandt, aus der Öffentlichkeitsarbeit von Klinikum und Landratsamt. Ein Fotograf war extern dabei. Die Texte haben die Mitarbeiter geschrieben - Applaus im Kreisrat. Sabine Sitter betont, wie wichtig es sei, alle mitzunehmen.

23.04.2021 | 10:03:19 Uhr
Viele Ideen in den vergangenen Monaten

Im Oktober ist der Werkausschuss über Ideen eines Schülerwohnheims am Standort Marktheidenfeld in Zusammenarbeit mit dem BRK informiert worden.

Mit dem Beginn der zweiten Welle sei die Kommunikation ausgebremst worden. Das sei für die Mitarbeiter und auch für sie eine traumatisierende Zeit gewesen. "Das hat uns emotional sehr mitgenommen. In genau dieser Zeit hatten wir uns vorgenommen, Ihnen den Masterplan vorzustellen", sagt Sitter an die Kreisräte gerichtet.

Zu diesem Zeitpunkt haben die Kreisräte den Masterplan bekommen.

Im Dezember 2020 kam die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die versprochenen 200 000 Euro zur Projektmanagementunterstützung für den Standort Marktheidenfeld.

Sabine Sitter berichtet über vielfältige Projekte, Gespräche und Fortschritte "in Stunden der Videokonferenz".

"Wir haben eine Pandemie bewältigt, sind immer noch dabei, eine Pandemie zu bewältigen, die das Gesundheitswesen stark getroffen hat."

23.04.2021 | 09:55:04 Uhr
Sabine Sitter erläutert den Informationsprozess

"Es werde gerne über die Zeitungen mit uns kommuniziert" stellt Sitter fest. Aber sie müsse entscheiden, wann eine Information reif für die Weitergabe sei. Sie bittet darum, in den Gremien miteinander zu sprechen.

Gerade weil der Prozess so emotional sei, und das Gesundheitswesen hochkomplex.

"Ich habe immer zwei Augen, die Augen der Landrätin und der Fachkraft im Gesundheitswesen." Ren Bostelaar sei ein wundervoller Sparringpartner, so einen habe sie sich lagne gewünscht.

"Wir sind auf eine Gesundheitsmarkt, wo wir nicht alle Themen öffentlich beraten können, weil wir auch Konkurrenten haben."

Der Werkausschuss könne jederzeit Informationen einfordern, die bekomme er dann auch.

Sie betont nochmals: Ein Transformationsprozess koste viel Kraft und Energie und man habe auch eine Fürsorgepflicht den Mitarbeitern gegenüber.

23.04.2021 | 09:51:28 Uhr
Warum alles rekapitulieren?

Sabine Sitter erläutert, es seine viele Kreisräte dazu gekommen. Diesen und neuen Mitarbeitern wolle man den Entscheidungsprozess noch einmal präsentieren.

Ihr sei es von Anfang an wichtig gewesen, einen engen Kontakt zum Klinikreferenten herzustellen. Sie habe als junge Sozialarbeiterin und später Abteilungsleiterin so einen Veränderungsprozess schon einmal miterlebt. Sie wisse, wie kräftezehrend das sei, wie viele Kränkungen, Verlustängste, damit verbunden sein könnten. Sie hätte später es mit sehr viel Neugierde, sehr viel Freude erlebt, kenne also beide Seiten.

Für sie sei neu, das Gremium des Kreistags, die Öffentlichkeit und die Medien mitzunehmen. Das sei eine Herausforderung, der Grund, warum sie diesen Tag heute so gestaltet habe, wie sie es getan hat.

Im Juli habe der Klinikreferent über die Kosten des Neubaus gesprochen.

Sabine Sitter nennt den aktuellen Stand der zum 26. März sei: 145 800 000 Euro.

Im Juli wurde ebenfalls über das Regionale Pflegezentrum in Marktheidenfeld gesprochen - auch darum wird es heute gehen.

Im August gab es Fraktionsgespräche zur Information über den Prozess. Außerdem gab es ein Gespräch zur Satzung des Kommunalunternehmens. Überrascht worden sei man, dass es auch um den Förderantrag für den Neubau und Förderrückzahlungen Karlstadt ging

Es habe sich herausgstellt, dass die Voranfrage zur fachlichen Billigung nicht direkt in einen Förderantrag übergeht. "Wir mussten im Sommer und Herbst sehr viel in diesen neuen Plan investieren." Es seien noch umfangreiche Punkte zu überarbeiten und umzuplanen gewesen. Lob und Applaus für das Team des Klinikums das hier viel Energie hineingesteckt habe.

Im September geht es um die Förderrückzahlung Marktheidenfeld. Nach der Erfahrung mit Karlstadt habe man sich frühzeitig darum gekümmert. Die Regierung von Unterfranken habe befürwortet, dass erst ein Konzept entwickelt werde. So könne man die Förderrückzahlungen besser beurteilen.

23.04.2021 | 09:41:55 Uhr
Historischer Abriss

Bostelaar erinnert daran, dass das Klinikum lange kostendeckend gearbetet habe. Wegen veränderter Rahmenbedinungen sei dann ein Defizit entstanden.

Es folgt ein historischer Abriss der Zentralisierung, bei der der Klinikrefent auch die emotionalen Debatten erwähnt.

Es sei schwierig gewesen, eine Entscheidung zur Zentralisierung in Lohr zu treffen. "Aber sie war richtig." Auch die Entscheidung zur Zentralisierung der Chirurgie in Lohr im sei richtig gewesen.

Es sei klar gewesen, dass man nicht mehr Personal haben würde. Damals habe es schon Pflegenotstand gegeben, es sei schon schwierig gewesen, Ärzte für uns zu finden.

Die Schließung des Krankenhauses in Karlstadt im Okober 2017 sei dann logisch gewesen, aber schmerzhaft.

Im Dezember wurde die Aufnahme des Neubas ins Jahreskrankenhausbauprogramm beantragt, im Dezember 2019 angenommen. "Das zeigt, dass die Entscheidung die richtige war." Das sei von der Regierung belohnt worden.

Wenn er mit Kollegen in Bayern spreche und Main-Spessart erwähne, sagten diese: Oh, ihr kriegt einen Neubau, da müsst ihr stolz drauf sein.

Im Juli 2018 wurde - auch emotional und intensiv diskutiert - der Entschluss zum Verkauf der Krankenhausimmobilie beschlossen.

Bostelaar erinnert daran, wie viele Haus- und Fachärzte in den nächsten Jahren im Kreis in Rente gehen wären. "Wir müssen damit rechnen, dass immer öfter die Verantwortung aus dem ambulanten Bereich in den stationären übernommen wird."

Er zählt auf eine gute Zusammenarbeit mit den Ärzten im Zentrum in Karlstadt.

Es folgt die Entscheidung zur Umwandlung des Klinikums in ein Kommunalunternehmen - für Bostelaar ebenfalls die richtige Entscheidung.

Im März 2020 wurde beschlossen, die Zentralverwaltung nach Lohr umzuziehen. Das, so Bostelaar, sei eines der ersten Projekte des Masterplans. Die dezentralisierte Struktur zentral bündeln. Man habe zu viel Zeit auf der Straße verbracht, um Gespräche zu führen oder Dinge von A nach B zu bringen. "Das macht keinen Sinn, und es ist Zeit, die uns fehlt". Außerdem habe man so Zimmer, die im Lohrer Krankenhaus sehr knapp geworden sind, statt als Büros für Patienten nutzen können.

Bostelaar schiebt ein, der Ruf des Krankenhaus habe sich verbessert, mehr Patienten kämen ins Haus.

Im März 2020 hat auch die Neubauplanung Fortschritte gemacht, unter anderem die Bauanträge abgegeben.

Ein Blick zu Sabine Sitter, die im Mai 2020 das Amt übernommen hat. Bostelaar übergibt das Mikro.

23.04.2021 | 09:30:02 Uhr
Rene Bostelaar beginnt mit der Präsentation

Er betont die Bedeutung dieser Vorstellung, besonders auf einer Bühne wie in der Stadthalle. Die Pandemie mache das etwas zunichte.

Auch die Vorbereitung des Masterplans sei durch die Pandemie eingeschränkt worden. Eigentlich hätten 120 Mitarbeiter des Klinikums in einem Workshop daran mitarbeiten sollen. Daraus ist nichts geworden.

Das sei in einem solchen Veränderungsprozess sehr schlecht. Man brauche jeden Einzelnen in dem Klinikum, um die Projekte, mit dem Neubau aus Ziel, zu gestalten.

Das sei extrem schade, auch wenn man sich nach einem Jahr Pandemie müde und zum Teil nicht verstanden fühle.

"Seit über 10 Jahren wird sehr emotional, auch sachlich, fachlich, im Kreistag und in den Kommunen an der Gesundheitsversorgung gearbeitet. Das ist ein Thema, das die Menschen bewegt."

Er betont, es sei angesichts der Entwicklungen in der Gesundheitspolitik richtig gewesen, im Dezember 2015 den Grundsatzentschluss für die Zentralisierung der stationären Versorgung des Landkreises in einem Neubau zu treffen.

23.04.2021 | 09:25:27 Uhr
Welche Rechtsnatur hat der Masterplan?

Darauf antwortet Herr Schulze.

Beim Masterplan handelt es sich um einen Plan, eine Darstellung der Aufgaben, die in den nächsten Jahren im Klinikum umgesetzt werden. Ein Beschluss ersetze aber keine weiteren Beschlüsse zu einzelnen Projekten.

23.04.2021 | 09:23:29 Uhr
Die Presse bleibt bis zum Ende vor Ort

Während die Kreisräte die Präsentation zu Hause vor dem Bildschirm weiterverfolgen, bleibt die Presse im Raum, so Sitter Unser Livestream wird dementsprechen bis zum Ende aus dem Stadtplan weiterlaufen.

23.04.2021 | 09:20:25 Uhr
Ein Teil vor Ort ein Teil digital.

Sabine Sitter startet in die Beratung des Masterplans. Es gibt eine organisatorische Änderung: Die Mitarbeiter des Klinikums haben sich gesorgt, dass sehr viele Menschen bei der Projektpräsentation im Saal wären, außerdem haben sich Fraktionsvorsitzende und einzelne Kreisräte zu Wort gemeldet. Deshalb wird die Sitzung wegen des Infektionsschutzes in zwei Teile geteilt: Bis 11 Uhr wird im Saal beraten. Der zweite Teil der Sitzung mit Präsentationen der Projekte, können die Kreistagsmitglieder zu Hause anschauen.

Am 21. Mai kann weiter beraten werden - hoffentlich bei niedrigeren Inzidenzzahlen.

Viele Fraktionen haben Fragen eingereicht, stellt Sabine Sitter fest. Viele Fragen seien bereits in die Präsentationen eingearbeitet worden. Darauf werde im Livestream verwiesen.

23.04.2021 | 09:11:59 Uhr
Wer redet, darf die Maske absetzen

Landrätin Sabine Sitter erklärt, wie mit dem Infektionsschutz in der Halle aussieht. Kontinuiertliche Lüftung, CO2-Messung, Maskenpflicht. Nur wer spricht, darf die Maske absetzen, weil man sich sonst schlecht versteht.

Eine Neuerung: Die Sitzung wird für das Protokoll im Ton aufgezeichnet. Danach wird die Aufzeichnung gelöscht. In der Vergangenheit habe es Missverständnisse gegeben.

Der Videostream für die Kreisräte im Homeoffice darf hingegen nicht mitgeschnitten werden. Er ist passwortgeschützt und nur für die Räte verfügbar.

23.04.2021 | 09:08:15 Uhr
Sabine Sitter eröffnet die Sitzung

Bei Ladung war die Inzidenz unter 100. deshalb sei der Kreistag geladen worden. Wegen eines Antrags zum Haushalt sei das aber sowieso nötig gewesen.

einige Kreisräte schauen am Bildschirm zu. Sie sind nicht stimmberechtigt.

23.04.2021 | 09:03:31 Uhr
Absperrband auf der Empore

Presse und Besucher haben einige wenige Plätze auf der Empore. Nur zwei Besucher sind da.