Der Krieg in der Ukraine

Krieg in Europa: Russlands Präsident Putin befahl den Angriff auf die Ukraine. Im Blog bündeln wir Informationen zum Thema.

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25.05.2022 | 15:45:00 Uhr
Die Entwicklungen im Überblick

- Russische Armee geht mit massivem Beschuss gegen ukrainische Verteidigungslinien im Osten vor

- EU will das Vermögen russischer Oligarchen für den Wiederaufbau der Ukraine nutzen

- Wladimir Putin will in Moskauer Krankenhaus Soldaten besuchen, die im Krieg gegen die Ukraine verletzt wurden

11.03.2022 | 15:51:00 Uhr
Münchner Sicherheitskonferenz - Demo für die Ukraine
Solidarität mit der Ukraine: Kundgebungen und Demonstrationen in der Region

Viele Menschen in der Region wollen bei Veranstaltungen und Aktionen ihre Solidarität mit der Ukraine zeigen. Ein Überblick über Kundgebungen, Demonstrationen und stille Stunden des Mitgefühls.

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02.03.2022 | 16:29:02 Uhr
Überblick - Spendensammlungen und ehrenamtliche Hilfe aus der Region für Menschen in der Ukraine

Die Krieg in der Ukraine hat bereits jetzt über zwei Millionen Menschen in die Flucht gezwungen. In unserer Region zeigen viele ihre Solidarität und wollen den Menschen helfen. Ein Überblick, wo das derzeit möglich ist.

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Dossier
25.05.2022 | 16:08:56 Uhr
Moskau verteilt russische Pässe in besetzten ukrainischen Regionen

Russland will seinen Einfluss in der Ukraine nach dem Einmarsch seiner Truppen nun auch mit der Vergabe von Pässen an die Menschen in dem besetzten Gebiet Cherson und im Gebiet Saporischschja festigen. dpa

25.05.2022 | 15:52:45 Uhr
Union im Bundestag rügt Ausbleiben von Waffenlieferungen

Unionsfraktionsvize Johann Wadepuhl (CDU) rügt den Kurs der Bundesregierung bei der Lieferung schwerer Waffen an die von Russland angegriffene Ukraine. Der Bundestag habe die Regierung uneingeschränkt zur Lieferung der notwendigen schweren Waffen aufgefordert, sagte er dem Portal Focus-Online (Mittwoch). "Das findet nicht statt. Damit verstößt die Bundesregierung gegen einen bindenden Beschluss des Parlaments." dpa

25.05.2022 | 15:51:48 Uhr
Moskau fordert Sanktionsaufhebung zur Lösung von Getreide-Krise

Russland pocht angesichts der von seinem Krieg gegen die Ukraine verursachten Nahrungsmittel-Krise weiter auf eine Lockerung westlicher Sanktionen - zeigt sich aber gesprächsbereit. Vize-Außenminister Andrej Rudenko forderte am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge eine Aufhebung der Strafmaßnahmen, die gegen Russlands Exportbranche sowie gegen den Finanzsektor verhängt wurden. Zudem müsse die Ukraine alle Häfen entminen, forderte er. Russland sei dann bereit, eine «humanitäre Durchfahrt» zu sichern. dpa

25.05.2022 | 15:50:01 Uhr
Innenminister der Ukraine: 20.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen

In den drei Monaten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind nach Kiewer Angaben etwa 20.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen angezeigt worden. Allein 13 500 solcher Taten hätten die Ermittler der Polizei registriert, sagte Innenminister Denys Monastyrskyj am Dienstag im ukrainischen Fernsehen. dpa

24.05.2022 | 16:56:41 Uhr
Miltenberg
Ukrainische Kinder alleine auf der Flucht: Acht Fälle im Kreis Miltenberg

Nicht alle ukrainischen Kinder kommen in Begleitung nach Deutschland: Im Kreis Miltenberg befinden sich derzeit acht Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Bayernweit sind es 295.

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24.05.2022 | 14:22:10 Uhr
1211 Flüchtlinge aus der Ukraine im Kreis Miltenberg registriert

Im Kreis Miltenberg sind aktuell 1211 geflüchtete Menschen aus der Ukraine registriert. Das teilt das Landratsamt auf Nachfrage am Dienstag mit.

Acht Kinder und Jugendliche sind komplett alleine geflüchtet. Sie sind überwiegend bei Verwandten im Kreis Miltenberg untergekommen. Darüber wurde am Montag im Jugendhilfeausschuss des Kreistags informiert.

Renate Ries

23.05.2022 | 12:41:01 Uhr
23.05.2022 | 11:46:19 Uhr
Habeck für geschlossenes europäisches Öl-Embargo gegen Russland

Vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck für ein von der Europäischen Union gemeinsam getragenes Öl-Embargo gegen Russland ausgesprochen. Die Verhandlungsführung müsse von der Europäischen Kommission aus gesteuert werden, sagte der Grünen-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. Er sprach von einer konzertierten Aktion, bei der die Europäische Union vorangehen müsse.

«Es hilft jetzt nicht, wenn alle Länder anfangen ihr eigenes Ding zu drehen. Europas Stärke war jetzt gerade in dieser Phase, dass es zusammengestanden hat, zusammensteht», sagte Habeck. Das schließe auch die manchmal schwierigen Partnerländer ein, in diesem Fall etwa Ungarn. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die EU eine gemeinsame Linie finden werde. Habeck räumte allerdings ein, dass er enttäuscht sei, dass die Einführung des Öl-Embargos so lange dauere.

«Wir sehen das Schlechteste von Europa», sagte Habeck später in einer Diskussionsrunde beim Weltwirtschaftsforum. Einige Staaten blockierten ein Embargo, wie das zuvor auch in anderen Bereichen geschehen sei. Zugleich gelte es zu beachten, dass nicht jedes Land in der gleichen Situation sei. Dennoch erwarte er von allen, auch Ungarn, dass sie an einer Lösung arbeiteten und nicht einfach eine Ausnahme beriefen, sich zurücklehnten und auf ihre Partnerschaft mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin setzten.

Er könne sich Sonderlösungen für Ungarn und vielleicht andere Länder vorstellen, sagte Habeck. Diese müssten aber zu einer gemeinsamen Antwort führen. Das Beste, was in den vergangenen drei Monaten geschehen sei, sei die gemeinsame Antwort vieler Staaten auf die russische Aggression und die Verletzung internationalen Rechts gewesen.  dpa

23.05.2022 | 11:44:04 Uhr
Im Überblick

Kiew/Moskau.  Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die guten Beziehungen zum Nachbarland Polen gelobt und will «den Druck der Vergangenheit» aus den Beziehungen zu allen Nachbarn entfernen, «die uns respektieren und keine Besatzer unseres Staates sind». In seiner Videobotschaft in der Nacht zum Montag bezeichnete er die Beziehungen zu Polen als «historische Errungenschaft» ohne «altes Konflikterbe». Polens Präsident Andrzej Duda hatte am Sonntag als erster ausländischer Staatschef seit Beginn des russischen Einmarsches Ende Februar eine Rede im ukrainischen Parlament gehalten und von der Absicht gesprochen, ein polnisch-ukrainisches Freundschaftsabkommen zu schließen.

Unterdessen will sich Russlands Präsident Wladimir Putin an diesem Montag in Sotschi mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko treffen, um über die Zusammenarbeit der beiden Länder und einen im Aufbau befindlichen Unionsstaat zu reden. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter warf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angesichts des Ukraine-Kriegs ein Spiel auf Zeit vor.

Ukraine meldet erneut zivile Opfer

Mindestens acht Menschen sind nach ukrainischen Angaben am Sonntag durch russischen Beschuss getötet worden. Im ostukrainischen Gebiet Donezk wurden mindestens sieben Menschen getötet und acht verletzt. Bei einem Raketenangriff auf Malyn nordwestlich von Kiew wurde mindestens ein Mensch getötet. In der Nacht gab es unter anderem in Kiew, Charkiw, Awdijiwka sowie in anderen ukrainischen Städten und Regionen Luftalarm und Angriffe.

Das ukrainische Militär meldete am Sonntag elf abgewehrte Angriffe russischer Truppen im Osten der Ukraine. Im Lauf der Woche seien mehr als 200 russische Militärfahrzeuge und 3 Flugzeuge zerstört worden. Laut Innenministerium wurde erneut eine russische Pontonbrücke über den Fluss Siwerskyj Donez in der Ostukraine demoliert.

Putins Berater: Russland bereit für Verhandlungen

Russland ist nach Angaben eines Putin-Beraters zu einer Wiederaufnahme der Gespräche mit Kiew bereit. Er sehe jedoch die Ukraine im Zugzwang, sagte Wladimir Medinski am Sonntagabend im belarussischen Staatsfernsehen. Medinski schloss auch ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj nicht aus. Doch dafür werde eine «ernsthafte Vorbereitung» benötigt, wie etwa ausgearbeitete Dokumente, die die Präsidenten dann unterschreiben könnten. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Reaktion auf die Aussagen. Die Ukraine hatte die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges am Dienstag ausgesetzt.

UNHCR: Mehr als 100 Millionen Menschen durch Gewalt vertrieben

Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie andere tödliche Konflikte ist die Zahl der durch Gewalt vertriebenen Menschen weltweit erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen auf mehr als 100 Millionen angestiegen. Das teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Montag in Genf mit. «Hundert Millionen ist eine krasse Zahl - ernüchternd und alarmierend zugleich. Es ist ein Rekord, den es niemals hätte geben dürfen», sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi.

Kiesewetter wirft Scholz bei Waffenlieferungen Spiel auf Zeit vor

Der CDU-Politiker Kiesewetter hat den Regierungskurs bei der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine angeprangert. Er warf Kanzler Scholz (SPD) am Sonntagabend Zögerlichkeit und ein Spiel auf Zeit vor. Zuvor hatte bereits CDU-Chef Friedrich Merz die Regierung kritisiert. Kiesewetter sagte am Sonntagabend bei «Anne Will»: «Die deutsche Industrie hat bereits am 28. Februar deutlich gemacht, dass sie sehr rasch um die 100 Leopard und um die 100 Marder ertüchtigen könnte.» Bis heute gebe es aber keinen Auftrag. Auf die Frage warum, sagte Kiesewetter: «Ich befürchte, dass der Bundeskanzler nicht will, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt. Gewinnt in dem Sinne, dass die russischen Truppen aus dem Land getrieben werden.»

Buschmann besorgt über Kriegsgefangene von Mariupol

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat sich besorgt  über die Kriegsgefangenen von Mariupol geäußert. «Die massiven
Verstöße Russlands gegen das Völkerrecht sind völlig inakzeptabel - sie erfüllen uns aber auch mit großer Sorge mit Blick auf die Bevölkerung der Ukraine und die nun in Gefangenschaft geratenen Soldaten», sagte der FDP-Politiker «Rheinischen Post» (Montag).

Selenskyj: Gemeinsame Zollkontrolle mit Polen

Nach Angaben Selenskyjs will die Ukraine eine gemeinsame Zollkontrolle mit Polen einführen - das sei «der Beginn unserer Integration in den gemeinsamen Zollraum der Europäischen Union». Ukrainer erhielten in Polen «de facto und de jure die gleichen Chancen» wie polnische Staatsbürger. Selenskyj will analog dazu ein Gesetz in der Ukraine auf den Weg bringen.

Johnson schreibt an ukrainische Kinder: Vorbild für Mut und Kraft

In einem offenen Brief hat der britische Premierminister Boris Johnson den Mut und die Kraft ukrainischer Kinder im Krieg gewürdigt. Sie sollten stolz auf ihr Land, ihre Eltern, Familien und Soldaten sein, vor allem aber auf sich selbst. «Viele von Euch haben Dinge gesehen oder erlebt, die kein Kind erleben sollte. Dennoch lehren uns die ukrainischen Kinder jeden Tag, was es bedeutet, stark und würdevoll zu sein, den Kopf selbst in den härtesten Zeiten hochzuhalten», hieß es in dem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Schreiben. Sie hätten weltweit Millionen Freunde.

Das bringt der Tag

In der Ukraine wird im ersten Kriegsverbrecherprozess gegen einen 21 Jahre alten russischen Soldaten das Urteil erwartet. Er hatte ausgesagt, im Gebiet Sumy einen Zivilisten erschossen zu haben.

In Davos beginnt die Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Die Auftaktrede hält Selenskyj, der digital zugeschaltet wird. Am Morgen spricht Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) drüber, wie Deutschland weniger abhängig von russischer Energie werden will.

Der Deutsche Bauernverband berät zu den Auswirkungen des Krieges und Vorschlägen für die Versorgungssicherheit. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hält bei einer Videoschalte der internationalen Ukraine-Kontaktgruppe ein Eingangsstatement.  dpa

21.05.2022 | 15:23:14 Uhr
Italien erarbeitet Plan für Friedensprozess im Ukraine-Krieg

Italien hat nach den Worten seines Außenministers einen Plan für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg entwickelt. «Es braucht jetzt eine diplomatische Gegenoffensive», sagte Luigi Di Maio im Interview der Zeitung «La Stampa» (Samstag). Derzeit versuchten nur einzelne Staaten zu vermitteln, kritisierte der 35-Jährige. Nun wolle man alle relevanten internationalen Organisationen dazu bringen, mitzuarbeiten. Ein erstes Ziel sei, lokale Kampfpausen zu erreichen, danach solle ein Waffenstillstand, die Arbeit an der Neutralität und am Ende ein Friedensabkommen folgen.

Der Plan sei von Diplomaten und der italienischen Regierung entwickelt und den Unterhändlern der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) vorgelegt worden, sagte Di Maio. Er habe außerdem mit UN-Generalsekretär Antnio Guterres gesprochen. Die UN, EU und OSZE sollten als Hauptarbeitsgruppe andere Länder, wie die Türkei und Indien miteinbeziehen. dpa

21.05.2022 | 15:21:20 Uhr
Scholz fordert Schröder zur Niederlegung weiterer Posten auf

Nach der Niederlegung des Aufsichtsratsposten beim russischen Energiekonzern Rosneft fordert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Altkanzler Gerhard Schröder auf, weitere Tätigkeiten für Unternehmen aus dem Land einzustellen. «Wir nehmen zur Kenntnis, dass es jetzt bei einem passiert und die anderen müssen auch noch folgen», sagte Scholz am Samstag im Hildesheim am Rande der SPD-Landesdelegiertenkonferenz. Der Bundeskanzler betonte, Schröder stehe mit seiner Haltung allein für sich.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) begrüßte den Schritt von Schröder, dieser komme allerdings zu spät. Es gebe seit drei Monaten Krieg in der Ukraine.

Rosneft hatte am Freitag mitgeteilt, dass Schröder seine Amtszeit als Aufsichtsratschef nicht verlängern werde. Schröder ist auch noch für den Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Gazprom nominiert und für die Gazprom-Tochtergesellschaften Nord Stream und Nord Stream 2 als führender Lobbyist tätig. Die Gazprom-Hauptversammlung ist für den 30. Juni geplant. In seinem einzigen Interview seit Beginn des Ukraine-Kriegs mit der «New York Times» hatte Schröder offen gelassen, ob er die Nominierung für den Aufsichtsratsposten annehmen wird. dpa

21.05.2022 | 15:19:23 Uhr
Russland: Stahlwerk von Mariupol eingenommen

Kiew/Moskau. Nach Wochen heftiger Kämpfe hat Russlands Armee eigenen Angaben zufolge das Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Alle feindlichen Kämpfer hätten sich ergeben, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Samstag in Moskau mit. Die weitläufige Industrieanlage am Asowschen Meer war der letzte Ort in der strategisch wichtigen Hafenstadt im Südosten der Ukraine, der noch nicht vollkommen unter russischer Kontrolle gestanden hatte.

Die ukrainische Seite äußerte sich zunächst nicht zur angeblichen Einnahme des Werks. Nach Angaben aus Moskau kamen seit dem 16. Mai insgesamt 2439 ukrainische Soldaten, die sich in den Bunkeranlagen aus Sowjetzeiten verschanzt hatten, in russische Gefangenschaft. Am Freitag sei die letzte Gruppe von 531 Kämpfern gefangen genommen worden, hieß es. Das Stahlwerk war seit dem 21. April von russischen Truppen belagert worden. dpa

21.05.2022 | 15:17:44 Uhr
Russland stoppt Gas-Lieferung an Finnland

Moskau. Russland hat seine Gas-Lieferungen nach Finnland am Samstagmorgen wie angekündigt eingestellt. Der russische Staatskonzern Gazprom teilte zur Begründung mit, dass der finnische Versorger Gasum seine Zahlungen nicht - wie von Präsident Wladimir Putin gefordert - in Rubel beglich. Nach Angaben von Gazprom erhielt Finnland im vergangenen Jahr zwei Drittel seines Gases aus Russland. Das waren demnach insgesamt 1,49 Milliarden Kubikmeter Gas.

Gas macht nach Angaben des finnischen Rundfunks zwar nur etwa fünf Prozent des Energiemixes in Finnland aus. Gasum war allerdings nach eigenen Angaben der einzige Energiekonzern in Finnland, der Gas direkt aus Russland bezieht. Ende April hatte Russland bereits Polen und Bulgarien den Gashahn zugedreht, weil sie nicht in Rubel zahlen. Einfluss auf die Gasversorgung in Deutschland hat der Lieferstopp für Finnland nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur nicht.

Das finnische Unternehmen in Espoo informierte am Samstagmorgen ebenfalls über die Einstellung der Lieferungen. Gasum werde ab sofort und während der Sommersaison Gas aus anderen Quellen über die Balticconnector-Pipeline an die Kunden liefern, hieß es in der Mitteilung. Das Netz funktioniere weiter normal. Gasum und Gazprom hatten bereits am Freitag darüber informiert, dass die Lieferungen eingestellt würden. Dem wiederum voraus ging eine Mitteilung des finnischen Konzerns, dass die Forderung von Gazprom Export, Zahlungen in Rubel zu begleichen, nicht akzeptiert werde. Auch über andere Forderungen seien sich die beiden Unternehmen nicht einig. Der Streit soll auf juristischem Wege gelöst werden.  dpa

20.05.2022 | 21:03:44 Uhr
Medientyp: Text Moskau: Alle Kämpfer in Asow-Stahlwerk in Mariupol haben sich ergeben

In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol haben sich nach russischen Angaben nun alle Kämpfer in dem belagerten Stahlwerk Azovstal ergeben. Die Industriezone sei damit vollständig unter russischer Kontrolle, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitagabend mit. Es seien insgesamt 2439 ukrainische Soldaten seit dem 16. Mai in russische Gefangenschaft gekommen.

dpa (Moskau)

20.05.2022 | 17:46:10 Uhr
Auf dem Schießstand
Polen: Angst vor Krieg treibt Bürger an die Schießstände

In Polen haben viele Menschen Angst vor einer Ausweitung des Ukraine-Kriegs. Manche wollen sich im Notfall selbst verteidigen können: Das Interesse an Schießkursen und Waffenscheinen ist stark gestiegen.

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20.05.2022 | 16:54:03 Uhr
Putin zeichnet mutmaßlichen Kriegsverbrecher in Ukraine posthum aus

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den 2016 getöteten Separatistenführer und mutmaßlichen Kriegsverbrecher Arsen Pawlow mit dem Tapferkeitsorden ausgezeichnet. Ein Erlass über die posthume Verleihung wurde am Freitag in Russlands offizieller Gesetz-Datenbank veröffentlicht. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte dem bei einem Sprengstoffanschlag getöteten Pawlow vorgeworfen, während des Konflikts in der Ostukraine unter dem Namen «Motorola» mindestens einen ukrainischen Kriegsgefangenen getötet zu haben.

Der Russe selbst gab vor Journalisten damit an, mindestens 15 gefangene ukrainische Soldaten erschossen zu haben. Der Mann ging Medien zufolge im April 2014 in die ostukrainische Region Donbass, um einer Strafverfolgung wegen Autodiebstahls und Trunkenheit am Steuer in Russland zu entgehen. Dort galt er als einer der gefährlichsten und blutigsten Milizenführer bei den prorussischen Aufständen.

dpa

20.05.2022 | 16:51:43 Uhr
Ex-Kanzler Gerhard Schröder
Rosneft: Schröder verlässt Posten als Aufsichtsratschef

Nach massivem Druck und Rücktrittsforderungen gibt Altkanzler Schröder seinen Posten als Aufsichtsratschef des russischen Öl-Konzerns auf. Bei der SPD laufen indes 14 Verfahren zum Parteiausschluss.

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20.05.2022 | 16:50:25 Uhr
Eine Flamme eines Gasherdes
Energiekonzern: Russland dreht Finnland den Gashahn zu

Russland liefert nun auch Finnland kein Gas mehr. Grund ist nach finnischen Angaben unter anderem ein Streit über die Zahlung in Rubel. Mit Engpässen rechnen die Finnen nicht - zumindest im Sommer.

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20.05.2022 | 16:43:38 Uhr
Oskar Lafontaine
Lafontaine nennt Bundesregierung «getreuen Vasallen der USA»

Der ehemalige Linken-Chef macht USA und Nato für den russischen Angriffskrieg mitverantwortlich. Und teilt gegen die deutsche Politik aus: Die Grünen bezeichnet Lafontaine als «Kriegstreiber».

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20.05.2022 | 15:54:28 Uhr
Ukraine-Krieg - Lyssytschansk
Ukraine erhält im Juli erste Gepard-Panzer aus Deutschland

Panzerhaubitzen und nun auch Flugabwehrpanzer: Noch im Sommer wird die Industrie der Ukraine eine zweistellige Zahl von Gepard-Panzern liefern. Ein möglicher Einsatzzweck: Schutz von kritischer Infrastruktur gegen russische Angriffe.

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20.05.2022 | 15:15:06 Uhr
Über 4000 Geflüchtete aus der Ukraine im Main-Kinzig-Kreis

Neue Informationen zur Flüchtlingssituation im Main-Kinzig-Kreis nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine. Bislang haben 4044 Menschen Zuflucht im Kreisgebiet gesucht. Allerdings hat sich die Lage in den vergangenen acht Wochen nicht so dramatisch entwickelt wie befürchtet, so dass bereits mit dem Rückbau von Flüchtlingsunterkünften begonnen wurde.

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20.05.2022 | 08:41:28 Uhr
Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine
Faktencheck: Ukraine-Flüchtlinge kriegen nicht früher Rente

Neuerdings wird behauptet, ukrainische Flüchtlinge dürften hierzulande früher Rente beziehen als alle anderen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Fakten.

dpa

18.05.2022 | 16:48:41 Uhr
Türkei blockiert Nato-Beitrittsgespräche mit Finnland und Schweden

Die Türkei macht ihre Drohungen wahr und blockiert vorerst das Verfahren für die Aufnahme von Schweden und Finnland in die Nato. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Bündniskreisen erfuhr, war es am Mittwoch im Nato-Rat nicht wie geplant möglich, den Beschluss für den Beginn der Beitrittsgespräche zu fassen. Die Türkei machte demnach Sicherheitsbedenken geltend.

Schweden und Finnland hatten am Mittwochmorgen kurz vor der Sitzung des Nato-Rats offiziell die Aufnahme in die Verteidigungsallianz beantragt. Botschafter der beiden Staaten übergaben Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Brüsseler Bündniszentrale die entsprechenden Dokumente. Dieser sprach von einem «historischen Schritt». Grund für den Beitrittswunsch der nordischen Länder sind Sicherheitssorgen wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine. Beide Staaten haben bisher jahrzehntelang entschieden eine Politik der militärischen Bündnisfreiheit verfolgt.

dpa

18.05.2022 | 15:44:18 Uhr
Martinsläden: Ukrainische Flüchtlinge erhalten in Erlenbach und Miltenberg Hilfe

Schon drei Tage, erzählten die beiden ukrainischen Familien aus Hausen, hätten sie nichts mehr gegessen. Sie wussten nicht, wo sie sich etwas hätten besorgen können. Sie kannten sich noch nicht aus, da sie erst vor Kurzem an den Untermain kamen.

Dossier
18.05.2022 | 15:41:55 Uhr
Ukraine bekommt weiteren KfW-Kredit über 150 Millionen Euro

Die Ukraine erhält einen weiteren Kredit der staatlichen Förderbank KfW über 150 Millionen Euro. Das Geld solle zur Unterstützung der Bürger und den Wiederaufbau der Infrastruktur eingesetzt werden, sagte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal nach einer Regierungssitzung am Dienstag. Zuvor hatte die Ukraine von der KfW Anfang April ebenfalls 150 Millionen Euro als letzte Tranche einen Kredits der Bundesregierung von insgesamt 500 Millionen Euro aus dem Jahr 2015 bekommen. dpa

18.05.2022 | 14:02:18 Uhr
Stahlwerk Azovstal
Moskau: 959 ukrainische Mariupol-Kämpfer haben sich ergeben

In dem Stahlwerk Azovstal hatten sich die letzten ukrainischen Verteidiger von Mariupol verschanzt. Nach russischen Angaben sollen sich nun fast 1000 Kämpfer ergeben haben. Wie es weitergeht, ist unklar.

18.05.2022 | 13:50:22 Uhr
Miltenberg
Dorfprozeltener Team hilft Geflüchteten aus der Ukraine

Ein Overhead-Projektor wirft Zeichnungen von Obstsorten sowie von Salz und Pfeffer an die Wand des Dorfprozeltener Pfarrheims. Unter den Bildern stehen die deutschen und ukrainischen Begriffe. Rund ein dutzend Ukrainerinnen und ein Ukrainer schauen interessiert auf die Projektion. Gerhard Ammon, der frühere Rektor der Valentin-Pfeifer-Schule in Eschau, spricht der Gruppe vor, wie es richtig geht: "Eine Packung Salz und eine Packung Pfeffer." Die Kursteilnehmerinnen sprechen ihm motiviert nach.

Dossier
18.05.2022 | 11:10:00 Uhr
Deutschkurse in Wertheim als Lebenshilfe für Ukraine-Geflüchtete

Die Leiterin und Geschäftsführerin der Volkshochschule Wertheim (VHS) spricht von den ukrainischen Geflüchteten, die auch sie unterstützen will, damit sie hier ein eigenständiges Leben führen können. 40 Anfragen nach Sprachkursen gab es schon. Am 25. April starteten bereits 23 Teilnehmende in zwei Kursen.

18.05.2022 | 10:10:55 Uhr
Bundesregierung will Beschaffung für Bundeswehr beschleunigen

Die Bundesregierung will zur beschleunigten Beschaffung von Waffen und Ausrüstung für die Bundeswehr Hürden aus dem Weg räumen. Dazu sollen das Vergaberecht angepasst und deutsche Sicherheitsinteressen vereinfacht berücksichtigt werden können, wie die Deutsche Presse-Agentur in Berlin erfuhr. Dazu sollte am Mittwoch im Bundeskabinett ein Eckpunktepapier für ein Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz Thema sein. dpa

18.05.2022 | 09:45:43 Uhr
Verein "Willkommen in Wertheim": Lisa kann endlich wieder Fahrrad fahren

Zahlreiche Menschen, die aus der Ukraine fliehen mussten, kamen auch am Montag wieder zum Montagstreff in das Familienzentrum in der John-F.-Kennedy-Straße sowie in das Materiallager des Vereins "Willkommen in Wertheim" in der Johannes-Rau-Straße.

18.05.2022 | 09:44:49 Uhr
Knauf: Werk im Donbass von Rakete getroffen

Der Baustoff-Experte Knauf in Iphofen (Kreis Kitzingen) bekommt den Krieg in der Ukraine  direkt zu spüren: Eine Rakete hat eine stillgelegte Gipsplattenfabrik in der umkämpften Donbass-Region getroffen.

18.05.2022 | 08:54:30 Uhr
Bürgermeister: Lwiw unter häufigem russischem Raketenbeschuss

In der Westukraine an der Grenze zu Polen hat der Bürgermeister von Lwiw (Lemberg), Andrij Sadowyj, einen ständigen Beschuss mit russischen Raketen beklagt. In der Stadt gebe es sehr viele internationale Organisationen, die dadurch verunsichert werden sollten, sagte Sadowyj im ukrainischen Fernsehen, wie die Agentur Unian am Mittwoch meldete. Russland habe es nicht nur auf die militärische Infrastruktur abgesehen, sondern wolle durch den Beschuss permanente Anspannung auslösen. Die Altstadt von Lwiw gehört zum Welterbe der Unesco. dpa

17.05.2022 | 14:46:10 Uhr
Russisches Militär meldet Gefangennahme von Azovstal-Kämpfern

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben seit Montag 265 ukrainische Kämpfer des belagerten Stahlwerks in Mariupol gefangen genommen. «In den vergangenen 24 Stunden haben 265 Kämpfer, darunter 51 Schwerverletzte, ihre Waffen niedergelegt und sich in Gefangenschaft begeben», sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Dienstag.

Die Zahlen unterscheiden sich geringfügig von den Angaben aus Kiew. Dort war zuvor die Rede von 264 Gefangenen - unter ihnen 53 Schwerverletzte. Das russische Ministerium veröffentlichte auch ein Video, das die Gefangennahme der Ukrainer, medizinische Behandlung sowie den Abtransport der Verletzten zeigen soll. Ob es tatsächlich zu dem von Kiew erhofften Gefangenenaustausch kommen wird, ließ Russlands Militär zunächst offen.

Alle Verletzten seien ins Krankenhaus von Nowoasowsk gebracht worden, sagte Konaschenkow. Nowoasowsk liegt östlich von Mariupol direkt an der Grenze zu Russland auf dem seit 2014 von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet. Zum Aufenthaltsort der übrigen Gefangenen machte er keine Angaben. Sie sollen nach ukrainischen Berichten in die Ortschaft Oleniwka nahe der Frontlinie gefahren sein. dpa

17.05.2022 | 10:45:40 Uhr
Unicef: Ukraine-Krieg verschärft Mangelernährung von Kindern

Der Ukraine-Krieg verschärft nach Unicef-Angaben das Problem schwerer Mangelernährung bei Kindern. «Bereits vor dem Krieg in der Ukraine hatten viele Familien aufgrund von Konflikten, Klimaschocks und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie Schwierigkeiten, ihre Kinder zu ernähren», sagte die Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Jetzt entstünden zusätzliche Probleme. Die Ukraine, die als Kornkammer Europas gilt, kann durch den Krieg unter anderem viel weniger Getreide exportieren. dpa

17.05.2022 | 10:44:59 Uhr
Bundeskanzler Scholz sieht kein baldiges Kriegsende

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. «Bisher ist es leider nicht so zu erkennen, dass die Einsicht gewachsen ist, dass man das jetzt hier so schnell wie möglich beendet», sagte er in der Sendung «RTL Direkt». Man müsse sich auch «Sorgen machen, dass es eine Eskalation des Krieges gibt». Scholz betonte, dass Deutschland weiter Waffen in die Ukraine liefern werde. Er rechne mit einer «relativ zügigen» Bereitstellung der versprochenen Flugabwehrpanzer der Bundeswehr vom Typ Gepard. Er verwies aber darauf, dass dafür weiterhin Munition im Ausland gesucht werde. dpa

17.05.2022 | 10:43:24 Uhr
19 Zivilisten in Gebieten Donezk und Luhansk getötet

In den umkämpften ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk sind nach Behördenangaben mindestens 19 Zivilisten getötet worden. «Infolge des Beschusses von Sjewjerodonezk gab es mindestens zehn Tote», teilte der Militärgouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, im Nachrichtendienst Telegram mit. Es sei aufgrund der Angriffe jedoch äußerst schwer, die Örtlichkeit zu überprüfen. Im benachbarten Donezker Gebiet wurden nach Angaben des örtlichen Militärgouverneurs Pawlo Kyrylenko weitere neun Zivilisten getötet. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. dpa

17.05.2022 | 10:42:56 Uhr
Erneut Raketenangriff bei Lwiw

Das Gebiet um die Großstadt Lwiw in der Westukraine wurde erneut Ziel eines Luftangriffs. Die Attacke habe einer Militäreinrichtung im Bezirk Jaworiw an der Grenze zu Polen gegolten, schrieb der lokale Militärchef Maxim Kosizkij bei Telegram. Bürgermeister Andrij Sadowij betonte, es gebe keine Informationen über Raketeneinschläge in der Stadt und bedankte sich bei der Luftabwehr. Mitte März hätte ein russischer Luftangriff den Truppenübungsplatz in Jaworiw getroffen, dabei wurden nach ukrainischen Angaben 35 Menschen getötet. In Jaworiw hatten in den vergangenen Jahren ukrainische Soldaten mit westlichen Ausbildern trainiert. dpa

16.05.2022 | 18:22:44 Uhr
Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Babenhäuser Markwaldhalle untergebracht

Insgesamt sind 13 Wohn-Boxen für bis zu 52 Menschen eingerichtet worden.  Das Ziel: Privaten Wohnraum finden.

16.05.2022 | 17:17:18 Uhr
Deutschlands Gasspeicher zu mehr als 40 Prozent gefüllt

Nach dem Ende der winterlichen Heizphase füllen sich Deutschlands Gasspeicher allmählich wieder. Wie aus der Webseite von Europas Gasinfrastruktur-Betreiber (GIE) am Montag hervorgeht, sind die Speicher inzwischen zu 40,8 Prozent gefüllt. Einen Monat zuvor waren es nur 29,8 Prozent gewesen. Der aktuelle EU-Schnitt liegt mit 39,5 Prozent ähnlich hoch wie der Deutschland-Wert.

dpa

14.05.2022 | 15:59:20 Uhr
G7-Staaten wollen Ukraine notfalls jahrelang Waffen liefern

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen den ukrainischen Streitkräften notfalls noch jahrelang Waffen und andere militärische Ausrüstung für den Kampf gegen die Angreifer aus Russland liefern. "Wir werden unsere laufende Militär- und Verteidigungshilfe für die Ukraine so lange wie nötig fortsetzen", heißt es in einer von den Außenministern der Gruppe der führenden demokratischen Industrienationen (G7) verabschiedeten Erklärung.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) betonte am Samstag zum Abschluss von Beratungen nahe dem Weißenhäuser Strand an der Ostsee in Schleswig-Holstein auch die politische Unterstützung durch die G7-Staaten. "Grenzveränderungen, die Russland mit militärischer Gewalt erzwingen will, werden wir niemals anerkennen", sagte sie. Den G7-Staaten falle eine zentrale Rolle dabei zu, "zu verhindern, dass die globalen Auswirkungen dieses Krieges die Welt in eine unkontrollierbare Krise stürzen".

dpa

13.05.2022 | 15:23:39 Uhr
Kostenlose Brillen für Flüchtlinge

Neue und kostenfreie Brillen für ukrainische Flüchtlinge: In Zusammenarbeit mit der Firma Zeiss unterstützt das Optik-Geschäft Steueroptik ukrainische Geflüchtete bei der Versorgung mit Brillen.

Mehr dazu

12.05.2022 | 18:34:12 Uhr
Kostenloses Kino für Flüchtlingskinder in Lohr

An den Mittwochabenden ist der Kulturkeller im Weinhaus Mehling eigentlich der Treffpunkt der Lohrer Filmfreunde, die hier regelmäßig das Programm des Stattkinos besuchen. Aber Richard und Renate Winter waren sofort von der Idee begeistert, spontan einen Film für ukrainische Kinder am Nachmittag anzubieten.

Mehr dazu

12.05.2022 | 13:52:57 Uhr
Neue Hilfen für Ukraine-Flüchtlinge: Newsletter informiert über Angebot in Aschaffenburg

Die Stadt Aschaffenburg will den Kontakt zu den Flüchtlingen aus der Ukraine nicht verlieren, nachdem sie aus der Notunterkunft in der Erbighalle ausgezogen und privat untergekommen sind. Ein Mittel ist ein regelmäßiger Newsletter, wie Bürgermeisterin Jessica Euler (CSU) und Bürgermeister Eric Leiderer (SPD) berichten.

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11.05.2022 | 16:09:19 Uhr
Fussball, BZL UGR-West, TSV Uettingen - SG Buchbrunn-Mainstockheim,
Fifa-Schiedsrichterin Kateryna Usova ist aus der Ukraine nach Aschaffenburg geflohen

Herrlich grün sei Aschaffenburg und die Luft so frisch, schwärmt Kateryna Usova auf Englisch. Die 30-Jährige sitzt auf einer Holzbank vor Schloss Johannisburg und lächelt. Der Verkehr in ihrer Heimatstadt dagegen - immer Stau. An normalen Tagen. Nur dass seit mehr als zwei Monaten nichts mehr normal ist.

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11.05.2022 | 11:40:56 Uhr
Ukraine: Westliches Zögern bei Waffenlieferung brachte Putin Vorteil

Die zögerliche Haltung des Westens bei Waffenlieferungen hat dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba zufolge viele Ukrainer seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor rund zweieinhalb Monaten das Leben gekostet. «Hätte man uns von Anfang an zu allen Waffen, die wir erhalten müssen, angehört, hätten wir alle diese Waffen bereits erhalten», sagte der 41-Jährige in einem von «Politico» am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Die eigenen Soldaten wären dann inzwischen schon an den neuen Systemen ausgebildet und die Situation an der Front wäre besser, meinte Kuleba. «Hier haben wir alle Zeit verloren und Putin einen Vorteil verschafft, den er nicht haben sollte.»

Aus Kulebas Sicht hat sich das Verhältnis des Westens zu Waffenlieferungen vor allem nach dem Rückzug russischer Truppen aus den zu Kriegsbeginn noch besetzten nordukrainischen Gebieten verändert. «Die Menschen mögen Erfolgsgeschichten. Und wir haben eine Erfolgsgeschichte, weil wir viel länger überlebt haben, als man erwarten konnte», führte er aus. dpa

11.05.2022 | 11:38:58 Uhr
London: Ukrainische Drohnenangriffe im Schwarzen Meer

Im Schwarzen Meer verhindern ukrainische Drohnenangriffe nach britischen Erkenntnissen bislang eine Dominanz russischer Truppen. Russland versuche immer wieder, seine Kräfte auf der strategisch wichtigen Schlangeninsel nahe der Hafenstadt Odessa zu verstärken, berichtete das Verteidigungsministerium in London am Mittwoch unter Berufung auf britische Geheimdienste. Die russischen Versorgungsschiffe hätten seit dem Untergang des Lenkwaffenkreuzers «Moskwa» und dem Rückzug der Marine zur annektierten Halbinsel Krim aber nur wenig Schutz.

«Die derzeitigen Bemühungen Russlands, seine Streitkräfte auf der Schlangeninsel zu verstärken, bieten der Ukraine mehr Möglichkeiten, russische Truppen anzugreifen und Material zu zerstören», so das Ministerium. Die Ukraine habe mit Erfolg Kampfdrohnen vom Typ Bayraktar im Einsatz. Falls es Russland allerdings gelinge, seine Position mit strategischer Luftverteidigung und Marschflugkörpern zur Küstenverteidigung zu festigen, könne dies die Lage verändern.

Berichte beider Seiten hatten zuletzt schwere Gefechte um die Schlangeninsel nahegelegt, die 35 Kilometer von der Küste entfernt direkt vor dem Donaudelta im Gebiet Odessa liegt. Die russischen Streitkräfte hatten gleich zu Beginn des Kriegs vor mehr als zweieinhalb Monaten den ukrainischen Stützpunkt dort eingenommen. dpa

11.05.2022 | 11:37:08 Uhr
Russisches Militär meldet Zerstörung ukrainischer Munitionsdepots

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch jeweils mehr als ein Dutzend Munitionsdepots und Gefechtsstände der Ukraine vernichtet. «Raketenstreitkräfte und Artillerieeinheiten haben 407 Gebiete mit Ansammlungen von Truppen und Militärtechnik beschossen, dabei 13 Gefechtsstände, 4 Stellungen von Raketenwerfern des Typs Ossa-AKM und 14 Munitionsdepots zerstört», sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch in Moskau. Hinzu käme die Zerstörung von zwei Kommandostellen und drei Munitionsdepots durch Heeresflieger und taktische Luftwaffe.

Insgesamt hätten russische Luft- und Artillerieschläge in der Nacht 280 ukrainische Soldaten getötet und fast 60 Militärfahrzeuge außer Gefecht gesetzt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Konaschenkow sprach zudem vom Abschuss neun ukrainischer Drohnen, darunter eine über der strategisch wichtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer. dpa