Montag, 06.12.2021

Coronavirus: Auswirkungen in der Region

Aktuelle Infos zur Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus in unserer Region gibt es täglich in unserem Blog.

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05.12.2021 | 09:39:00 Uhr
Aktuelle Corona-Fallzahlen - ein Überblick

Wichtig: Seit dem 2. September gilt in Bayern neben der Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen die sogenannte Krankenhaus-Ampel. Der wichtigste, neue Indikator ist die Hospitalisierungs-Rate, die alle sieben Tage veröffentlicht wird. Wir aktualisieren die Inzidenzen weiter täglich für unsere Leserschaft.

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Stadt Aschaffenburg: 5.728 Fälle, 126 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 448,0

Kreis Aschaffenburg: 12.258 Fälle, 227 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 370,4

Kreis Miltenberg: 9.437 Fälle, 154 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 427,2

Kreis Main-Spessart: 6.884 Fälle, 222 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 264,3

Kreis Main-Tauber: 8.757 Fälle, 110 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 443,9

Stadt Würzburg: 7.986 Fälle, 136 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 310,3

Kreis Würzburg: 7.971 Fälle, 92 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 267,4

Kreis Main-Kinzig: 33.287 Fälle, 685 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 292,6

Kreis Darmstadt-Dieburg: 16.987 Fälle, 330 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 252,6

Stadt Darmstadt: 9.300 Fälle, 166 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 255,7

Stadt Offenbach: 14.114 Fälle, 215 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 387,3

Kreis Offenbach: 27.722 Fälle, 605 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 307,1

Odenwaldkreis: 7.178 Fälle, 190 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 562,3

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Bundesweit: 6.116.070 Fälle, 102.946 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 442,7

Bayern: 1.185.393 Fälle, 17.292 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 529,6

Die Krankenhaus-Ampel Bayern:

Seit dem 8.11.2021 steht die Krankenhaus-Ampel in Bayern auf ROT, es gelten landesweit Verschärfungen der Zutritts- und Testregeln

Hospitalisierte Fälle der letzten 7 Tage: 1024 (bei über 1.200 springt hier die Ampel auf Gelb)

7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz pro 100.000 Einwohner: 7,9 (60+jährige 19,8; Geimpfte 2,6; Ungeimpfte 15,5)

Belegung der Intensivbetten durch bestätige COVID-19-Fälle: 1084 (Ab 450 steht die Ampel auf orange, über 600 springt die Ampel auf rot)

Baden-Württemberg: 876.059 Fälle, 11.952 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 523,4

Hessen: 427.464 Fälle, 8.211 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 271,7

** Die 7-Tage-Inzidenz bildet die Corona-Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner in einem Stadtgebiet oder in einem Landkreis ab. Quellen: RKI (Landratsämter, LGL) - Unterschiede in den Angaben der verschiedenen Quellen sind wegen unterschiedlicher Aktualisierungsrhythmen der Behörden möglich. Alle Angaben ohne Gewähr.

20.11.2021 | 09:56:59 Uhr
Kurzübersicht über die geplanten Maßnahmen - Stand: 19. November 2021
01.11.2021 | 15:25:29 Uhr
Die Corona-Ampel in Bayern

(Quelle: StMGP)

05.12.2021 | 19:47:38 Uhr
05.12.2021 | 18:54:11 Uhr
05.12.2021 | 16:07:33 Uhr
05.12.2021 | 10:03:00 Uhr
Polen und Schweiz jetzt Hochrisiko-Gebiete

Seit Mitternacht gelten Polen und die Schweiz wie schon fast 60 weitere Staaten als Hochrisikogebiete für eine Corona-Ansteckung. Die Einstufung nahm die Bundesregierung am Freitag vor. Das erschwert die Einreise aus diesem Ländern - auch für Deutsche, die von einem Geschäfts-, Familien- oder Urlaubsaufenthalt zurückkehren. Neu auf der Liste sind auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius. Schon vorher standen darauf die deutschen Nachbarländer Niederlande, Belgien, Österreich und Tschechien.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Man kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Die Bundesregierung will damit auch angesichts der neuen Virusvariante Omikron die Ausbreitung des Virus verhindern.

Winterurlaub in der Schweiz wird für Deutsche zusätzlich auch teuer. Denn die Schweiz hat am Samstag selbst überraschend die Einreiseregeln verschärft. Jeder, der in die Schweiz reist, muss einen negativen PCR-Test vorweisen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte. Zudem muss nach Einreise ein zweiter Test gemacht werden. Ausnahmen gibt es für grenznahe Regionen. Dazu gehören in Deutschland die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern.

05.12.2021 | 09:46:56 Uhr
Wissing rät an Weihnachten zuhause zu bleiben und auf Reisen zu verzichten

Berlin. Angesichts der vierten Corona-Welle rät der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), an Weihnachten zu Hause zu bleiben und auf Reisen zu verzichten. «Der Winter 2021 wird dramatischer als der Winter 2020. Wir dürfen Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen», sagte er der «Bild am Sonntag». «Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich sind wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. In der aktuellen Situation scheint es sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause zu verbringen und keine größeren Reisen durchs Land zu planen.» dpa/mkl

04.12.2021 | 12:08:11 Uhr
Besonders scharfe Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg

Für den Restaurantbesuch muss in jedem Fall ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden - Das gilt auch für die Besuche in Zoos und Thermen

Dossier
04.12.2021 | 12:03:58 Uhr
Miltenberg
Markt-Absagen: Schausteller im Kreis Miltenberg zwischen Verständnis und Wut

Schausteller sind von der Corona-Krise hart betroffen. Seit fast zwei Jahren geht fast nichts mehr. Kein Autoscooter fährt, kein Karussell dreht sich, kein Popcorn, kein Magenbrot, keine Zuckerwatte. Und jetzt fallen in Bayern auch noch die Weihnachtsmärkte aus.

Dossier
04.12.2021 | 11:50:37 Uhr
Coronavirus - 2G-Regel in Hessen
Ab Sonntag strengere Corona-Regeln in Hessen

Ab Sonntag, 5. Dezember, strengere Corona-Regeln.

Dossier
03.12.2021 | 19:01:23 Uhr
03.12.2021 | 18:48:55 Uhr
03.12.2021 | 18:43:06 Uhr
03.12.2021 | 16:50:31 Uhr
03.12.2021 | 14:59:26 Uhr
03.12.2021 | 14:29:26 Uhr
03.12.2021 | 13:16:41 Uhr
Söder und Piazolo: Weihnachtsferien werden nicht vorgezogen

In Bayern sollen die Weihnachtsferien nicht früher als geplant starten. Das sagten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag nach einer Kabinettssitzung in München. Auch die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler soll demnach nicht ausgesetzt werden. dpa

03.12.2021 | 13:03:56 Uhr
Söder: 2G im Einzelhandel ab nächsten Mittwoch

Im bayerischen Einzelhandel haben vom kommenden Mittwoch (8. Dezember) an nur noch Geimpfte und Genesene Zugang - ausgenommen sind Einkäufe für den täglichen Bedarf. Das hat das bayerische Kabinett am Freitag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte. Damit setzt die Staatsregierung einen Bund-Länder-Beschluss vom Donnerstag um.

Neu ist: Für gastronomische Angebote im Freien gilt in Bayern künftig ebenfalls die 2G-Regel, Zugang also nur für Geimpfte und Genesene. Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte werden weiter verschärft. dpa

03.12.2021 | 12:50:04 Uhr
Fußballspiele in Bayern ab Samstag ohne Zuschauer

Fußballspiele in Bayern werden vorerst ohne Zuschauer stattfinden. Das bayerische Kabinett beschloss am Freitag inmitten der vierten Corona-Welle eine entsprechende Verschärfung der Maßnahmen. Die neuen Beschlüsse gelten bereits ab diesem Samstag und betreffen den gesamten «Profisport für überregionale Ligen», wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf der anschließenden Pressekonferenz verkündete.

Die Heimspiele von Fußball-Bundesligist FC Augsburg gegen den VfL Bochum sowie des Zweitligisten 1. FC Nürnberg gegen Holstein Kiel müssen am Samstag somit vor leeren Rängen stattfinden. Bis wann die Regelung gilt, sagte Söder zunächst nicht.

Bundesregierung und Länderchefs hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden dürfen. Im Freien dürfen es höchstens 15.000 Zuschauer sein, in Sporthallen bis zu 5000 Zuschauer. In Regionen mit sehr hohen Infektionszahlen sollen große Veranstaltungen sogar abgesagt oder im Sport zumindest Geisterspiele durchgesetzt werden. dpa

03.12.2021 | 12:38:51 Uhr
RKI registriert am Freitagmorgen 74.352 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.352 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 76.414 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne «einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein», heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung «regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein».

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 390 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 357 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 051 560 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: 5,47). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden. dpa

03.12.2021 | 12:36:02 Uhr
RKI-Präsident Wieler mahnt zu schnellen Verschärfungen

RKI-Präsident Lothar Wieler hat eine umfassende und schnelle Umsetzung der beschlossenen schärferen Corona-Maßnahmen angemahnt. Die neue Virusvariante Omikron sei in Deutschland angekommen, könne noch ansteckender sein als die Delta-Variante und auch bereits Geimpfte und bereits Genesene leichter infizieren, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag in Berlin. Omikron könnte nach seinen Worten in noch kürzerer Zeit zu noch mehr Fällen führen als die Delta-Variante. «Deshalb müssen alle gestern entschiedenen Maßnahmen auch flächendeckend umgesetzt werden, um Infektionen mit Delta und Omikron zu verhindern und um die Fallzahlen herunterzubringen.» Wieler: «Wir haben keine Zeit zu verlieren, keinen einzigen Tag.»

Bund und Länder hatten am Donnerstag schärfere Maßnahmen beschlossen. Dazu zählen Zuschauer-Begrenzungen bei Großveranstaltungen sowie umfassende Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Wieler sagte, wenn die Maßnahmen gründlich umgesetzt würden, werde es weniger Infektionen und Erkrankungen geben. Dann könne die vierte Welle möglicherweise kleiner werden.

«Die Fallzahlen sind nach wie vor viel zu hoch», sagte der RKI-Präsident. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei «auf einem sehr hohen Plateau». In einigen Bundesländern könnten sich erste Folgen der verschärften Maßnahmen zeigen, in anderen könne es aber auch sein, dass die Labore und Gesundheitsämter einfach nicht mehr hinterherkommen. Viel zu früh sei es, von einer Trendumkehr zu sprechen.

Es gebe nun 926 000 nachgewiesene aktive Infektionsfälle bei einer geschätzten Untererfassung mit Faktor 2 bis 3. Etwas mehr als ein Prozent der gesamten Bevölkerung sei infiziert. Die Belastung der Kliniken werde unweigerlich zunehmen. «Nur wenn wir die Fallzahlen reduzieren, können wir die Krankenhäuser entlasten.» dpa

03.12.2021 | 12:23:37 Uhr
Mittelstandsverband für 2G-Regel in Betrieben

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine 2G-Regel in Betrieben gefordert. «Das ist leichter zu kontrollieren und kostengünstiger als die 3G-Regel», sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Deutschen Presse-Agentur. «Es würde bedeuten, dass nur wer geimpft oder genesen ist, seinen Arbeitsplatz betreten darf.» Vor mehr als einer Woche war die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft getreten: Arbeitgeber dürfen Beschäftigten nur Zugang zu Betrieben gewähren, wenn diese geimpft, genesen oder getestet sind.

Jerger sagte, Bund und Ländern hätten mit ihren Beschlüssen am Donnerstag angemessen auf die dramatische Corona-Lage reagiert. «Die Politik hat geliefert.» Dazu gehöre die Ausweitung der 2G-Regelung auf den Einzelhandel. Allerdings müsse nun Unternehmen, zum Beispiel in Hotellerie und Gastgewerbe, die bereits einem regionalen Lockdown unterliegen, unbürokratisch und schnell geholfen werden.

2G-Vorschrift für Geschäfte in der Kritik

Der Einzelhandel selbst sieht das anders und kritisierte die 2G-Vorschrift für Geschäfte. «Maskenpflicht und Hygienekonzepte funktionieren, das Einkaufen ist sicher. 2G im Handel macht es den Nicht-Lebensmittelhändlern in ihrer umsatzstärksten Phase unnötig schwer, einen versöhnlichen Jahresausklang in einem durch Corona und große Herausforderungen geprägten Jahr zu finden», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, der «Rheinischen Post» (Freitag). «Aufgrund der unvermeidlichen Schlangen vor der Kontrolle der Kundinnen und Kunden im Handel wird die Kundenfrequenz sinken», fügte er hinzu.

Der Mittelstandsverbund kritisierte die von Bund und Ländern beschlossenen bundesweiten Ausweitung der 2G-Regel im Einzelhandel ebenso. «Abgesehen davon, dass die konsequente Umsetzung der 2G-Regelung nur schwierig zu realisieren und schon gar nicht umfassend zu kontrollieren sein wird, sind auch Geimpfte nicht davon ausgenommen, Virentragende zu sein», heißt es in einem Brief an den voraussichtlich künftigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der der dpa vorliegt.

«So schwer es persönlich auch fallen mag, Verständnis für Menschen aufzubringen, die bislang das Impfangebot nicht angenommen haben, so muss man ihnen dennoch zunächst die Chance im Rahmen einer Übergangsfrist geben, den geänderten Bedingungen folgend, die Impfung nachzuholen.» Der Mittelstandsverbund verlangte, die Impfangebote deutlich auszuweiten. Die Organisation vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 230 000 mittelständischen Unternehmen, die in rund 310 Verbundgruppen organisiert sind. Dazu zählen etwa Edeka, Rewe, Intersport und Hagebau. dpa

03.12.2021 | 12:05:15 Uhr
Impfungen ohne Termin an zwei Impfstellen im Main-Kinzig-Kreis

Die Dein-Pflaster-Impfstellen in Gelnhausen (Seestraße 13) und in Schlüchtern (Bahnhofstraße 6a) bieten in der kommenden Woche Sonderimpftage ohne Terminvergabe an. In der Gelnhäuser Impfstelle können am Dienstag und Mittwoch (7. und 8.12.) jeweils im Zeitraum von 9 bis 16 Uhr Interessierte eine Corona-Schutzimpfung erhalten, in Schlüchtern am Freitag (10.12.) von 9.30 bis 15.30 Uhr. Verimpft werden die Vakzine von Johnson&Johnson sowie ein mRNA-Impfstoff, wobei regelhaft der von Moderna zum Einsatz kommt, mit Ausnahme bei Unter-30-Jährigen und Schwangeren. Das Angebot richtet sich an alle Impfberechtigten. Auch Auffrischungsimpfungen sind vor Ort möglich, sofern die Voraussetzungen der Impflinge gemäß Stiko-Empfehlung dafür erfüllt sind. Alle Infos finden sich auf der Kampagnenseite Dein Pflaster auf www.mkk.de.

Pressemeldung des Landkreises Main-Kinzig

02.12.2021 | 15:16:17 Uhr
Beschluss: Strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Auf nicht gegen das Coronavirus Geimpfte kommen in ganz Deutschland strenge Kontaktbeschränkungen zu. Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, seien auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts zu beschränken, heißt es in einem Bund-Länder-Beschluss vom Donnerstag. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres seien ausgenommen. dpa

02.12.2021 | 15:13:52 Uhr
Beschluss: Starke Zuschauer-Einschränkung bei Großveranstaltungen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Teilnehmerzahl für überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen deutlich eingeschränkt. Künftig dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5000 Besucher und im Freien höchstens 15 000 sein, wie Bund und Länder am Donnerstag beschlossen haben. dpa

02.12.2021 | 15:00:00 Uhr
Testzentrum in Wertheim hat neue Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten vom Main-Testzentrum auf dem Wertheimer Busparkplatz/Mainplatz, werden sich wieder ab Montag, 6. Dezember, ändern: Laut Mitteilung ist das Testzentrum dann montags bis freitags sowie an Feiertagen von 6 bis 11 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Dossier
02.12.2021 | 14:48:51 Uhr
Beschluss: Bundesweit 2G für Geschäfte und Freizeitveranstaltungen

In Geschäften sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen Zugang künftig nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Infektion Genesene. Die in einigen Ländern schon geltende 2G-Regel soll nach einem Beschluss von Bund und Ländern vom Donnerstag bundesweit ausgeweitet werden und unabhängig von der jeweiligen Inzidenz gelten. dpa

02.12.2021 | 14:37:47 Uhr
Kreise: Verkauf von Böllern und Feuerwerk an Silvester verboten

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Donnerstag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Auf besonders publikumsträchtigen Plätzen soll es demnach zudem ein Feuerwerksverbot geben. Für betroffene Unternehmen ist eine entsprechende Kompensation im Rahmen der geplanten Wirtschaftshilfen vorgesehen. Eine Einigung auf das gesamte Beschlusspapier mit weiteren Punkten stand allerdings am frühen Nachmittag noch aus.

Bereits im vergangenen Jahr war wegen der Corona-Pandemie der Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Ziel war es, die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen - unter anderem, indem Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht verhindert werden.

dpa

02.12.2021 | 14:30:35 Uhr
Kreise: Auch Apotheker und Zahnärzte sollen künftig impfen dürfen

Um die Impfkampagne in Deutschland zu beschleunigen, sollen künftig auch Apotheker und Zahnärzte gegen das Coronavirus impfen dürfen. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Donnerstag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Eine Einigung auf das gesamte Beschlusspapier mit weiteren Punkten stand allerdings noch aus.

In einem Entwurf hieß es, der Bund werde den Kreis der Personen deutlich ausweiten, die Impfungen durchführen dürfen. Kurzfristig gehe das über eine Delegation durch Ärzte an Apotheker sowie Pflegefachkräfte etwa in Altenheimen. Darüber hinaus solle eine gesetzliche Änderung erfolgen für Apothekerinnen und Apotheker, Zahnärztinnen und Zahnärzte und weitere, um den Kreis der Berechtigten auszuweiten, die in der Pandemie Impfungen durchführen können. dpa

02.12.2021 | 13:52:07 Uhr
02.12.2021 | 12:39:09 Uhr
Überdurchschnittliche Corona-Todeszahlen in Bayern

In Bayern und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser durchgeimpften Norden Deutschlands. Das geht aus statistischen Analysen der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hervor. Grundlage sind die offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden.

In Bayern sind demnach im Verhältnis zur Bevölkerung in sieben Tagen (Stand 1.12.) mehr als dreimal so viele Corona-Patienten gestorben wie in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote. So gab es im Freistaat 3,9 Todesfälle pro 100 000 Einwohner, in Bremen 1,18. Nachzulesen ist das auf den «Corona Maps» des Instituts für Statistik an der LMU. Die meisten Toten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl zu beklagen haben Thüringen (7,88) und Sachsen (6,75), Bayern folgte am Mittwoch auf Platz drei. Die Zahlenverhältnisse differieren von Tag zu Tag etwas.

Bayern hat in sieben Tagen 512 Corona-Todesfälle gemeldet, in absoluten Zahlen mehr als jedes andere Bundesland. Unterdurchschnittlich ist die Zahl der Corona-Toten dagegen in Hamburg oder in Niedersachsen, wo sehr viele Menschen gegen Corona geimpft sind. Bundesweit am besten steht Schleswig-Holstein mit lediglich 0,82 Toten pro 100.000 Einwohner da. Einhergehend mit dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen hat sich bundesweit auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle in den vergangenen Wochen vervielfacht. In Bayern waren am Mittwoch laut Impfdashboard des Bundes 66,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, in Bremen dagegen über 80 Prozent.

Am Statistikinstitut der LMU dokumentiert und analysiert die Covid-19 Datenanalysegruppe Codag laufend Infektions-, Patienten- und Todesfallzahlen auf regionaler Basis. «Derzeit sehen wir in Bundesländern mit einer niedrigeren Impfquote im Moment tatsächlich die höchsten Anstiege in der Sterblichkeit», sagte Professor Göran Kauermann auf Anfrage. dpa

02.12.2021 | 12:37:35 Uhr
Söder will Impfpflicht ab zwölf Jahren diskutieren

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will über eine Impfpflicht bei Kindern ab zwölf Jahren sprechen. «Das muss man diskutieren», sagte er im Bayerischen Rundfunk. «Generell wäre es natürlich gut, wenn die Impfpflicht zumindest bei denen, bei denen der Impfstoff schon erprobt ist - ab zwölf - auch stattfinden würde.» Das würde schnell gehen und die Schulen «absolut sicher machen». Zudem sei sein Gefühl bei den jungen Leuten: «Die wollen auch geimpft werden, weil sie sagen: "Dann habe ich Freiheit".» dpa

02.12.2021 | 12:17:50 Uhr
02.12.2021 | 11:18:57 Uhr
02.12.2021 | 10:55:03 Uhr
Schärfere Corona-Vorgaben beschlossen

Zum Brechen der vierten Corona-Welle in Deutschland haben sich Bund und Länder auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt. Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Besuch von Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich kann sogar ein aktueller Test - also 2G plus - vorgeschrieben werden. Auch in Läden - mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel - kommen jetzt nur noch Geimpfte oder Genesene. Dies gilt unabhängig von den Inzidenzen. Die Geschäfte müssen das Einhalten der Regel kontrollieren.

Die Bund-Länder-Runde mit der scheidenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) sowie den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschloss am Donnerstag auch eine deutliche Reduzierung der Zuschauerzahl für überregionale Sport-, Kultur- und ähnliche Großveranstaltungen. Künftig dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5000 Besucher und im Freien höchstens 15 000 sein. Volle Fußballstadien wie teilweise noch am vergangenen Wochenende wird es damit vorerst nicht mehr geben.

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind dem Beschluss zufolge auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken. Kinder bis zum Ende des 14. Lebensjahres sind hiervon ausgenommen. Ehegatten, Lebenspartner und Partnerinnen beziehungsweise Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten auch ohne gemeinsamen Wohnsitz als ein Haushalt. Die Regelung gilt nicht für private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen.

In Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 350 gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften eine Teilnehmergrenze von 50 Personen (Geimpfte und Genesene) in Innenräumen und 200 Personen (Geimpfte und Genesene) im Außenbereich.

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr - wie schon im vergangenen - verboten sein. Auf besonders publikumsträchtigen Plätzen soll es zudem ein Feuerwerksverbot geben. Für betroffene Unternehmen ist eine Kompensation im Rahmen der geplanten Wirtschaftshilfen vorgesehen.

Vereinbart wurde ferner, dass Clubs und Diskotheken bei hohen Corona-Infektionszahlen wegen des Ansteckungsrisikos geschlossen werden müssen. Dies gilt spätestens ab einer Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. In den Schulen gilt generell eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen.

Um die Impfkampagne zu beschleunigen, können sich daran künftig auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apotheker und Pflegefachkräfte beteiligen. Dazu soll es später auch eine gesetzliche Regelung geben.

Der Bund sagt in dem Beschlusspapier zu, eine einrichtungsbezogene Impfpflicht für Beschäftigte beispielsweise in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen auf den Weg zu bringen. Bund und Länder begrüßen es zudem, dass der Bundestag zeitnah über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden will. dpa

01.12.2021 | 16:45:53 Uhr
01.12.2021 | 15:40:10 Uhr
01.12.2021 | 15:32:18 Uhr
01.12.2021 | 15:32:00 Uhr
Händler blicken sorgenvollauf das Weihnachtsgeschäft
01.12.2021 | 15:15:41 Uhr
01.12.2021 | 14:47:20 Uhr
01.12.2021 | 14:16:23 Uhr
01.12.2021 | 11:51:17 Uhr
01.12.2021 | 10:14:44 Uhr
01.12.2021 | 10:09:38 Uhr
01.12.2021 | 09:36:06 Uhr
Wie stark ist Omikron in Deutschland verbreitet? Was Experten sagen

Nach ersten Nachweisen der Omikron-Variante in Deutschland gehen Experten von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München auf dpa-Anfrage mit. «Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein.»

Die aktuellen Infektionszahlen in Deutschland könne man jedoch nicht mit Omikron in Verbindung bringen, das sei die Delta-Welle, betonte Keppler. Er halte eine größere unentdeckte Omikron-Verbreitung in Deutschland für unwahrscheinlich. Am Max von Pettenkofer-Institut waren Omikron-Fälle in Bayern nachgewiesen worden. Die Variante war kurz nach ihrem Bekanntwerden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft worden. Inzwischen haben mehrere Länder weltweit Nachweise gemeldet. Gesamtzahlen für Deutschland veröffentlicht das Robert Koch-Institut bisher nicht.

«Angesichts der Delta-Infektionsdynamik steht unser Gesundheitssystem in einer Sackgasse ja bereits mit dem Rücken zur Wand», erklärte Keppler zum möglichen Einfluss der neuen Variante auf die aktuelle Welle. «Nun fährt ein Wagen mit defekter Bremse darauf zu.» Zwar seien Omikron-Eigenschaften in Hinblick auf Übertragbarkeit, Verminderung der Impfstoff-Effektivität und Krankheitsausprägung noch schwer einzuschätzen. Was bisher bekannt sei, lasse aber eine Verschlechterung der Situation befürchten. Daher bestehe jetzt «höchster Handlungsdruck, die vierte Welle zu brechen».

Viele Fälle vermutlich unentdeckt

Die Virologin Sandra Ciesek rechnet damit, dass sich über die Dauer und den Umfang der internationalen Omikron-Verbreitung erst in nächster Zeit mehr sagen lässt. Das werde man in den nächsten Wochen lernen, wenn Labore zum Beispiel Rückstellproben aus den vergangenen Wochen analysierten, teilte sie auf Anfrage mit. Das RKI kündigte ebenfalls an, in der Vergangenheit gewonnene Genomsequenzen zu analysieren.

Die Tatsache, dass europäische Länder die Variante erst bei Reisenden erkannten, nachdem Südafrika und andere Länder davor warnten, bedeute wahrscheinlich, dass viele Fälle bisher unentdeckt blieben, twitterte der aus Österreich stammende Impfexperte Florian Krammer (Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York) vor einigen Tagen. «Es sagt uns auch viel über die Genomüberwachung in einigen Ländern mit hohem Einkommen.»

Bei der Routine-Überwachung in Deutschland wird von fünf bis zehn Prozent der positiven Corona-Proben das Erbgut genau aufgeschlüsselt. «So würde Omikron auch in Deutschland entdeckt», erklärte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag. Das RKI informiert in seinen Wochenberichten über Ergebnisse dieser Analysen; dies zeigen stets Daten der Vor-Vorwoche. Begründet wird dies mit der «prozessbedingten langen Dauer bis zur Übermittlung der Sequenzierungsergebnisse an das RKI».

Herkömmliche PCR-Tests, die in Laboren durchgeführt werden, zeigen auch bei mit Omikron Infzierten ein positives Corona-Ergebnis an. Um welche Variante es sich handelt, bleibt bei diesem Verfahren im Dunkeln. Mit zusätzlichen PCR-Nachtestungen auf bestimmte charakteristische Mutationen können sich Hinweise auf Omikron ergeben, als Bestätigung ist laut ALM derzeit noch eine Gesamtgenom-Analyse nötig. dpa

01.12.2021 | 09:33:45 Uhr
Experten halten 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten für ehrgeizig

Experten halten die vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angepeilten 30 Millionen zusätzlichen Impfungen bis Weihnachten für sehr ehrgeizig. «Das ist logistisch schwer umzusetzen, da etwa 1,5 Millionen Impfungen am Tag verabreicht werden müssten», sagte Thomas Schulz, Leiter des Instituts für Virologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Zum Vergleich: Am Montag wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 532 000 Impfdosen in Deutschland verabreicht, 422 000 davon waren Auffrischungsimpfungen («Booster»). Rekordtag war der 9. Juni mit insgesamt 1,4 Millionen Dosen.

«Ich habe nicht den Eindruck, dass die Ärzte den Impfstoff nicht an den Mann bekommen, sondern dass es vielmehr Probleme bei der Verteilung des Impfstoffs gibt», sagte Schulz. Der Epidemiologe Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen, sagte dem RND, er habe auch wegen eines möglichen Impfstoffmangels Zweifel an der Umsetzung des Ziels, «aber auch ein knappes Scheitern wäre schon etwas». Bei der Umsetzung des 30-Millionen-Ziels soll ein neuer Krisenstab unter Leitung des Bundeswehr-Generals Carsten Breuer helfen.

Scholz und die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Dienstag mit den Regierungschefs der Länder darauf verständigt, dass in den kommenden Tagen neue Maßnahmen gegen die hohen Corona-Fallzahlen in weiten Teilen Deutschlands beschlossen werden sollen. Geplant sind demnach Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, strengere Auflagen bei Großveranstaltungen und 2G (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) für weitere Bereiche wie den Einzelhandel.

Auch eine allgemeine Impfpflicht soll auf den Weg gebracht werden. Scholz vertritt dabei die Auffassung, dass es bei der Abstimmung im Bundestag über ein solches Gesetz keinen Fraktionszwang geben soll. «Das ist eine gute Praxis bei so grundlegenden Fragen», sagte Scholz am Dienstagabend in den ARD-«Tagesthemen». «Fast jeder Deutsche hat dazu eine Meinung. Ich glaube, das sind genau die Fälle, die so entschieden werden müssen.» Üblicherweise stimmen Fraktionen im Parlament geschlossen ab. Allerdings gab es auch in der Vergangenheit Abweichungen von diesem Prinzip, zum Beispiel bei Themen wie Sterbehilfe oder Organspenden. Scholz selbst will einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen und rechnet mit einer Einführung im Februar oder März.

Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) geht davon aus, dass bei einem Verstoß gegen die Impfpflicht dann ein Bußgeld verhängt würde. «Käme es zu einer allgemeinen Impfpflicht, gibt es einen breiten Konsens unter Verfassungsrechtlern, dass es nicht zulässig wäre, Menschen zur Impfung zu zwingen», sagte er dem RND.

Unterdessen registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) ein erneutes, leichtes Sinken der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 404,5 gelegen (Vormonat: 118,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67 186 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.55 Uhr am Mittwoch wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 66 884 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. dpa

30.11.2021 | 21:24:09 Uhr
Zwei weitere Todesfälle im Main-Tauber-Kreis

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen rufen Erster Landesbeamter Florian Busch, Leiter des Corona-Arbeitsstabs im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, und Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elisabeth Krug in einer Mitteilung dazu auf, Kontakte einzuschränken, Hygieneregeln zu beachten und sich impfen zu lassen.

30.11.2021 | 21:12:54 Uhr
Das Impfzentrum in Hösbach kann wöchentlich 800 Impfungen mehr anbieten

Lange Warteschlangen bei Impfaktionen wie am Samstag vor der Aschaffenburger Stadthalle oder, deutlich kürzer, am Dienstag vor dem Sozialzentrum in der Kolpingstraße: Solche Bilder könnten auch in der Region der Vergangenheit angehören, wenn neben Ärzten künftig auch Apotheker impfen dürfen und vor allem das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Kreis in Hösbach seine Kapazitäten weiter ausbaut. Ein erster Schritt ist gemacht: Ab 6. Dezember gibt es in Hösbach vorerst 800 Impftermine pro Woche mehr.