Donnerstag, 21.10.2021

Blog: Messerattacke in Würzburg

In Würzburg hat am späten Freitagnachmittag des 25. Juni ein Mann am Barbarossaplatz zunächst im Kaufhaus Woolworth Menschen mit einem Messer angegriffen. Es gab drei Tote und mehrere Verletzte.

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09.07.2021 | 12:44:45 Uhr
Amokläufer ist nicht im Bezirkskrankenhaus Lohr

Gerüchte, wonach der Würzburger Amokläufer aktuell in der Forensik des Bezirkskrankenhauses Lohr untergebracht ist, sind falsch. Das hat am Freitag Markus Mauritz, Pressesprecher des Bezirks Unterfranken, auf Anfrage unseres Medienhauses klargestellt. Es sei auch keine entsprechende Überstellung aus der JVA Würzburg nach Lohr geplant, ergänzte er. Wobei er einräumte, dass dies nicht auszuschließen sei. Grundlage sei der Paragraf 126 a der Strafprozessordnung. Demnach kann ein Beschuldigter dann aus der normalen Untersuchungshaft auf richterliche Anordnung in die Forensik verlegt werden, wenn "dringende Gründe für die Annahme vorhanden" sind, dass er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war und in einem späteren Prozess seine Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet werden wird. Einen solchen Unterbringungsbefehl müsste dann die Staatsanwaltschaft beantragen und der Ermittlungsrichter erlassen, wenn die öffentliche Sicherheit es erfordert. Ob die zuständige Staatsanwaltschaft München dies erwägt, ließ sich am Freitag nicht mehr klären, die Pressestelle war nicht mehr erreichbar.

09.07.2021 | 11:56:02 Uhr
Blumen und Kerzen bleiben noch bis Montag

Viele Würzburgerinnen und Würzburger haben den Tatort am Barbarossaplatz in den vergangenen zwei Wochen durch Blumen und Kerzen zu einem Ort des Gedenkens an die Opfer vom 25. Juni gemacht. Am heutigen Freitag wurden laut Pressemitteilung der Stadt abgebrannte Lichter und verwelkte Blumen entfernt und der temporäre Erinnerungsort im öffentlichen Raum noch einmal neu arrangiert.

Am Montagmorgen wird die Stadt Würzburg die Blumen und Kerzen im Eingangsbereich des Kaufhauses, das dann wieder seine Pforten öffnen wird, entfernen und die Fußgängerwege wieder verkehrssicher machen. Wir werden uns noch darüber beraten, in welcher Gestalt wir uns dauerhaft an diesen traurigen Tag in unserer Stadtgeschichte erinnern wollen. Fürs Erste darf ich allen danken, die mit Ihrem Beitrag, einer Blume oder Kerze oder einem Brief Ihre Trauer und Anteilnahme ausgedrückt haben. Im
Gesamtbild ist das Blumen- und Kerzenmeer auch zu einem Zeichen der Solidarität unserer mitfühlenden Stadtgesellschaft geworden", so Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Wie Pressesprecher Christian Weiß vor einigen Tagen auf Anfrage sagte, werde etwa erwogen, am Gedenkort aufgestellte Schilder ins Stadtarchiv zu übernehmen.

03.07.2021 | 11:29:47 Uhr
02.07.2021 | 20:45:42 Uhr
Die aktuelle Situation in Würzburg

* Eine Woche nach der Messerattacke in Würzburg gab es am Freitagnachmittag in der Stadt mehrere Versammmlungen, um der Opfer zu gedenken.
* Unter anderem bildete sich eine Menschenkette, zu der das Würzburger Bündnis für Demokratie und Toleranz aufgerufen hatte. In die Kette reihten sich Politiker, der Bischof und vor allem viele Bürger mit Blumen und Schildern "Würzburg trauert" und "Würzburg steht zusammen" ein.
* Die Polizei bilanzierte am Abend, dass es zu keinen nennenswerten Störungen gekommen sei, so dass ein stilles Gedenken der Opfer möglich war.

02.07.2021 | 20:42:38 Uhr
Positive Bilanz der Polizei

Zufrieden zeigte sich die Polizei am späteren Freitagbend: Es sei im Zusammenhang mit den drei Versammlungen der Partei Alternative für Deutschland", der Antifa Würzburg" und dem Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V."  zu keinen nennenswerten Störaktionen gekommen, so Philipp Hümmer von der Polizei Unterfranken. 

02.07.2021 | 18:40:57 Uhr
Nach dem Einsatz in der Innenstadt

Torsten Maier mit einer ersten Bilanz des Gedenk-Freitags in Würzburg.

02.07.2021 | 18:39:56 Uhr
In der Menschenkette Bischof und Ordensschwestern

In die Menschenkette reihten sich auch Bischof Franz Jung und Ordensschwestern des Klosters Oberzell ein.

02.07.2021 | 18:39:27 Uhr
Omas gegen Rechts
02.07.2021 | 18:31:04 Uhr
Protest gegen AfD

Mit Schildern »Gegen Hetze und Faschismus« und »Hetzen und Hassen hift nie« protestierten am Freitagabend auch Würzburger Bürger gegen eine Gedenkkundgebung der AfD. (dpa)

02.07.2021 | 18:20:13 Uhr
Würzburg trauert

"Würzburg trauert" - so fühlt die Stadt in diesen Tagen.

02.07.2021 | 18:14:43 Uhr
Initiative
02.07.2021 | 18:07:02 Uhr
Zwischenbilanz mit Polizeisprecher Michael Zimmer

Reporter Torsten Maier fragt nach: Wie sind die bisher zwei Veranstaltungen aus Polizeisicht abgelaufen?

02.07.2021 | 17:55:36 Uhr
Ach so, eingezäunt und weit weg vom Trauerplatz ein paar Rechtsextreme

Ach so, eingezäunt und weit weg vom Trauerplatz ein paar Rechtsextreme. (mai)

02.07.2021 | 17:47:49 Uhr
Bistum läutete Dom-Glocke

Um 17 Uhr läutete die Glocke des Doms, um zum Gebet aufzurufen.
Das Bistum postete dies zusätzlich als Zeichen auf Facebook:

02.07.2021 | 17:41:29 Uhr
Beeindruckend viele Menschen

Es sind beeindruckend viele Menschen, die sich in die Menschenkette vom Barbarossaplatz über die Juliuspromenade bis zum Rathaus eingereiht haben. Quer durch alle Altersgruppen. Inzwischen löst sich die Kette auf. Vor allem: Es ist alles friedlich geblieben, so unser Reporter Torsten Maier. Angesichts dessen, dass dies nicht die einzige Gedenkversammlung an diesem Freitag ist und ein würdevolles Trauern im Vordergrund stehen soll, war das mit der wichtigste Aspekt.

02.07.2021 | 17:37:26 Uhr
Gedenkmenschenkette von Barbarossaplatz bis zum Rathaus
02.07.2021 | 17:34:20 Uhr
Auch sie reiht sich in die Menschenkette ein
02.07.2021 | 17:29:07 Uhr
Teilnehmerin: Es hätte jeden treffen können

Frau Kerner erläutert, warum sie sich eingereiht hat in die Menschenkette.

02.07.2021 | 17:20:22 Uhr
Ute Daitert

Ute Daitert eräutert, warum sie hier ist, und berichtet von ihren Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe. (mai)

02.07.2021 | 17:15:59 Uhr
Tom Schwander sagt, warum er in der Menschenkette steht
02.07.2021 | 17:05:15 Uhr
Gedenkmenschenkette von Barbarossaplatz bis zum Rathaus
02.07.2021 | 17:04:43 Uhr
Mit dabei

Unter anderem zeigen sich in der Kette die beiden Grünen-Politiker aus der Region, Patrick Friedl und Kerstin Celina. Um 17 Uhr reiht sich der Würzburger Bischof in die Menschenkette ein. Die Salvatorglocke des Doms läutet um 17 Uhr zum Gebet.

02.07.2021 | 17:04:38 Uhr
Gedenkmenschenkette von Barbarossaplatz bis zum Rathaus
02.07.2021 | 17:03:52 Uhr
Gedenk-Menschenkette von Barbarossaplatz bis zum Rathaus
02.07.2021 | 17:03:19 Uhr
Gedenkmenschenkette von Barbarossaplatz bis zum Rathaus
02.07.2021 | 17:02:42 Uhr
Schilder "Würzburg trauert"

Die Menschen, die sich in die Kette eingereiht haben, haben Din A4- große Schilder mit der Aufschrift "Würzburg trauert"  und "Würzburg hält zusammen" dabei.  Mehrer Schilder sind in unterschiedlichen Sprachen verfasst.

02.07.2021 | 16:58:00 Uhr
Polizeisprecher Zimmer zur Situation, Teil 2

Michael Zimmer auf die Frage, wie die Polizii einen störungsfreien Ablauf der Versammlungen garantiert. Unter anderem hatte die AfD zunächst den Trauerkranz am Tatort ablegen wollen.

02.07.2021 | 16:55:23 Uhr
Mehrere Versammlungen angemeldet

Kurz vor 17 Uhr legen Menschen, wie die ganze Woche über, Blumen am Tatort vor dem Kaufhaus Woolworth am Barbarossaplatz nieder. Die Atmosphäre ist entspannt, die Polizei zeigt sich mit überdeutlicher Präsenz. Mehrere Versammlungen sind ab 17 Uhr angekündigt. Vor allem eine  Menschenkette vom Platz bis zum Rathaus, die das Bündnis für Demokratie und Toleranz organisiert, außerdem gibt es Veranstaltung des linken Spektrums später am Bahnhof. Veranstalter sind die Antifa Würzburg, Schwarzlicht Würzburg, Gegen Gewalt, Fridays For Future Würzburg, Gruppe Klein-Nizza-Radikale Linke Würzburg, Ende Gelände Würzburg, Mehr als 16a, Seebrücke Würzburg, Sea-Eye Würzburg und Hermine. Laut BR24 hatte die Stadt eine Kranzniederlegung der AfD am Tatort untersagt, sie findet jetzt in der angrenzenden Theaterstraße statt.

02.07.2021 | 16:52:51 Uhr
Polizeisprecher Zimmer zu Situation ,Teil 1
02.07.2021 | 16:48:35 Uhr
Gedenken an die Opfer
02.07.2021 | 16:42:11 Uhr
Das Ziel der Polizei

Die Polizei hatte angekündigt, an diesem Freitag ihre Präsenz in der Stadt nochmals zu verstärken. Torsten Maier, unser Reporter vor Ort, bestätigt in seinen Eindrücken, dass die Polizei sich deutlichst sichtbar macht. Die Polizei will damit die Sicherheit als auch eine würdevolle Trauer gewährleisten.

02.07.2021 | 16:41:03 Uhr
Viel Polizei am Platz
02.07.2021 | 16:36:30 Uhr
Die Gedenkstelle am Barbarossaplatz
02.07.2021 | 16:32:03 Uhr
Kurz vor den Veranstaltungen
02.07.2021 | 16:27:22 Uhr
Menschenkette reiht sich ab 16.30 Uhr in Würzburg

Um 16.30 Uhr soll sich in Würzburg  eine Menschenkette vom Barbarossaplatz zum Rathaus reihen. «Wir trauern um die Opfer dieser schrecklichen Messerattacke und wünschen den Verletzten eine baldige Genesung», teilte das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage mit, das die Trauerveranstaltung  organisiert. Angemeldet sind außerdem Gedenkkundgebungen aus dem linken und dem rechten Spektrum. Mit der Menschenkette soll an die Opfer erinnert werden, außerdem wolle man sich mit allen Menschen in Würzburg solidarisch zeigen, die jetzt Vorverurteilungen und Hetze ausgesetzt seien, teilte das Bündnis mit. Auch die AfD hat eine Veranstaltung angemeldet. Eigentlich wollte sie direkt an den Tatorten einen Kranz niederlegen, die Stadt Würzburg beschied aber einen anderen Ort in einer nahen Straße. Am Bahnhofplatz findet eine Gedenkveranstaltung aus der linken Szene statt, wie die Stadt Würzburg mitteilte.

Während in der Stadt getrauert wird, laufen beim Landeskriminalamt (LKA) und der Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Unklar ist zum Beispiel noch das Motiv: Ist der 24-Jährige ein Islamist? Oder psychisch krank und womöglich schuldunfähig? Das ist weiterhin die Frage, wobei sich beides laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nicht ausschließe.  (mkl/dpa)

02.07.2021 | 11:30:49 Uhr
Main-Echo.tv: Bluttat in Würzburg - Das ist die bisherige Fakten-Lage

Was ist das Motiv der Messerattacke in Würzburg? Das ist die Fakten-Lage.

02.07.2021 | 11:19:32 Uhr
Polizei zeigt am Freitag verstärkt Präsenz in Würzburg - Verkehrsbehinderungen Theaterstraße/Barbarossaplatz

Da eine Woche nach der Messerattacke in Würzburg mehrere Versammlungen im Bereich der Innenstadt angemeldet wurden, verstärkt die unterfränkische Polizei nochmals ihre Päsenz, um einen sicheren Verlauf zu gewährleisten und ein ehrwürdiges Trauern zu gewährleisten. Dies gab die Polizei Unterfranken am Freitagmorgen in einer Pressemitteilung bekannt.
Die Polizei ist mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Operativen Ergänzungsdienste im Einsatz, in enger Absprache mit der Stadt Würzburg.
Vor allem im Sinne der Rücksichtnahme auf die Angehörigen bittet die Polizei alle Versammlungsteilnehmer, auf Störaktionen zu verzichten und ein stilles Gedenken an die Opfer zu ermöglichen. Darüber hinaus sei im Zusammenhang mit den Versammlungen im Bereich Theaterstraße und Barbarossapatz in der Zeit von 14 bis 19 Uhr mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, informiert die Polizei.

01.07.2021 | 16:02:33 Uhr
Menschenkette am Freitag in Würzburg

Mit einer Menschenkette vom Barbarossaplatz zum Rathaus laden das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage und der Würzburger Ombudsrat am Freitag, 2. Juli, von 16.45 bis 17.45 Uhr zu einem stillen Gedenken ein. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Diözese Würzburg hervor. Bischof Dr. Franz Jung und Dompfarrer Stefan Gessner werden sich gegen 17 Uhr einreihen. Die Veranstalter ermuntern, mit der Menschenkette genau eine Woche nach der Gewalttat - nach der Gedenkfeier im Dom vom Sonntag - noch einmal im öffentlichen, nicht-religiösen Raum zusammenzukommen. "Wir rufen dazu auf, Schilder mit nur zwei Botschaften in verschiedenen Sprachen mitzubringen: Würzburg trauert' und Würzburg hält zusammen'. Außerdem laden wir dazu ein, Blumen in den Händen zu halten. Es werden keine Reden gehalten", heißt es in der Mitteilung des Bündnisses. Um 17 Uhr soll die Salvatorglocke des Doms als Aufruf zum Gebet läuten.

Wer das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage ist

Auf der Website definiert sich das Bündnis mit folgenden Worten:
"Das Bündnis für Zivilcourage ist ein Zusammenschluss von übe 80 Organisationen aus und um Würzburg, welche sich für eine offene und tolerante Gesellschaft und gegen Diskriminierung jeder Art einsetzen."

(mkl/POW/nle)

29.06.2021 | 17:54:50 Uhr
Amoklauf Würzburg: Wie die Menschen in Partenstein mit dem Unfassbaren umgehen

»Guter Gott, die Frage nach dem Warum, dem Leid, das einem widerfährt, auf diese Frage gibt es keine Antwort.« In Partenstein ist genau dies aber die Frage, die sich spätestens seit Samstag viele stellen.

Dossier
29.06.2021 | 17:02:15 Uhr
Würzburg: Kranzniederlegung und Gedenkfeier
Messerattacke in Würzburg: Extremismus oder doch nicht?

Eine Sonderkommission »Main« soll nun Licht ins Dunkel um den Amoklauf am Freitag in Würzburg bringen. Wie es in einer Mitteilung von Staatsanwaltschaft München und des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) heißt, arbeiteten darin mehr als 130 Kräfte zusammen mit der unterfränkischen Kriminalpolizei und Fachleuten des Bundeskriminalamtes (BKA). »Die Ermittlungen werden unter Hochdruck weitergeführt«, heißt es.

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Dossier
29.06.2021 | 17:00:00 Uhr
Gedenkort in Würzburg
Nach Messerattacke in Würzburg: Was Woolworth für die Mitarbeiter macht

Die Polizei hat den Tatort des Würzburger Amoklaufes, das Kaufhaus Woolworth, inzwischen freigegeben.

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Dossier
29.06.2021 | 11:52:06 Uhr
Soko "Main" eingerichtet - Somalier war im Visier des Bundesanwalts

Um den Würzburger Amoklauf aufzuklären, haben Staatsanwaltschaft München und das bayerische Landeskriminalamt (LKA) eine Sonderkommission "Main" gegründet. Wie es einer Pressemitteilung heißt, arbeiteten darin mehr als 130 Kräfte zusammen mit der unterfränkischen Kriminalpolizei und Fachleuten des Bundeskriminalamtes (BKA). "Die Ermittlungen werden unter Hochdruck weitergefuhrt", heißt es in der Mitteilung. Bislang seien beim Tatverdächtigen noch "keine Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte" gefunden worden.

In einer Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse neu ist ein Vorfall im Januar 2021. Demnach teilte ein Zeuge mit, dass er bereits 2015 ein Telefonat des Beschuldigten aus einem benachbarten Zimmer mitgehört habe. Darin habe der Amokläufer erzählt, dass er in Somalia in den Jahren 2008/2009 fur die Terrororganisation al Shabaab Zivilisten, Journalisten und Polizisten getötet habe. Folglich habe der Generalbundesanwalt in Karlsruhe geprüft, ob gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Mangels "konkreter Tatsachen"  sei gegen ihn kein Verfahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland eröffnet worden. Zumal der Beschuldigte zum angeblichen Tatzeitpunkt 11 bzw. 12 Jahre alt war - und damit ein strafunmundiges Kind. Da auch kein Anfangsverdacht fur weitere Staatsschutzdelikte vorlag, leitete die Staatsanwaltschaft München ebenfalls kein Ermittlungsverfahren ein, heißt es.

29.06.2021 | 11:46:16 Uhr
Messerattacke in Würzburger Innenstadt
Generalstaatsanwaltschaft München und Soko "Main" ermitteln

Die im Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) eingereichtete Sonderkommission (Soko) "Main" ermittelt zuzsammen mit dem Polizeipräsidium Unterfranken im Fall des Messerangriffs mit drei Toten und sieben Verletzten in der Würburger Innenstadt am 25. Juni. Die Zentralstelle für Extremismus und Terrorismus (ZET) der Generalstaatsanwaltschaft München hat am 26. Juni das Ermittlungsverfahren übernommen.

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29.06.2021 | 11:22:43 Uhr
Woolworth: Öffnung nicht vor kommender Woche

Der Tatort des Würzburger Amoklaufes ist wieder freigegeben. Das teilte ein Sprecher von Woolworth am Dienstag auf Anfrage mit. Derzeit verschaffe man sie sich einen Überblick. Das Geschäft werde noch "mindestens" diese Woche geschlossen bleiben. "Es wäre pietätlos, eine möglichst schnelle Wiedereröffnung ins Auge zu fassen", so der Sprecher. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche die Bluttat mitansehen mussten, seien noch am Freitag Angebote für eine professionelle, psychologische Betreuung gemacht worden. Für das Unternehmen sei es "äußerst wichtig", dass das Personal wisse, dass die Verantwortlichen sie bei der Verarbeitung dieser tragischen Ereignisse "voll und ganz unterstützen".

28.06.2021 | 18:21:53 Uhr
Verdächtiger 2015 in Sachsen auffällig

Der Tatverdächtige im Fall des tödlichen Messerangriffs von Würzburg lebte von 2015 bis 2019 in Sachsen und geriet bereits damals ins Visier der Ermittlungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelte wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsen am Montag sagte.

Es habe sich um eine körperliche Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft gehandelt. Die Ermittlungen seien eingestellt worden, da die Betroffenen den Tathergang unterschiedlich dargestellt hätten. Zuerst hatte die Zeitung «Die Welt» über den Fall in Sachsen berichtet.

dpa

28.06.2021 | 14:09:15 Uhr
28.06.2021 | 14:03:07 Uhr
Anwalt des Messerangreifers erwartet neue psychiatrische Untersuchung

Der Anwalt des Messerangreifers von Würzburg rechnet damit, dass die psychische Verfassung seines Mandanten erneut von einem Experten untersucht wird. «Natürlich muss eine neue psychiatrische Untersuchung erfolgen», sagte Rechtsanwalt Hanjo Schrepfer am Montag.

Der Verdächtige sitzt in Würzburg in Untersuchungshaft - wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in sechs weiteren Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung in einem weiteren Fall.

Der 24 Jahre alte Somalier hatte am Freitagnachmittag in der Innenstadt drei Frauen getötet. Zudem verletzte er laut Polizei mit einem Messer drei weitere Frauen, ein Mädchen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht. Die Hintergründe sind unklar.

Schrepfer wartet derweil weiter auf Akteneinsicht. Diese Woche wolle er sich dann mit seinem Mandanten treffen - wann das sein soll, verriet er allerdings nicht.

Der Migrant war schon vor der Tat am Freitag wegen Bedrohung und Beleidigung polizeibekannt, er kam deshalb zeitweise in eine Psychiatrie. Das Verfahren läuft noch, das psychiatrische Gutachten nach einem Vorfall im Januar in seiner Obdachlosenunterkunft steht noch aus. dpa

28.06.2021 | 12:04:40 Uhr
LKA: Spurensicherung am Tatort läuft noch

Wie Ludwig Waldinger, Sprecher des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA), auf Anfrage sagte, bleibt Woolworth auch am Montag noch geschlossen. Die Spurensicherer seien dort den ganzen Tag noch beschäftigt. Wann das Kaufhaus wieder öffnet, ist ungewiss. Die Pressestelle des Unternehmens ist nicht erreichbar.

Waldinger äußerte sich auch zum möglichen extremistischen Hintergrund des Täters. Er warnte davor, von "Hassbotschaften" zu sprechen. Die in dem Obdachlosenheim gefundenen Unterlagen müssten erst übersetzt und dann auch bewertet werden von Islamwissenschaftlern. Er habe keine Informationen, ob die Bundeswanwaltschaft die Ermittlungen an sich ziehe.

28.06.2021 | 11:30:00 Uhr
Die aktuelle Situation

* Die Ermittler gehen nach der Messerattacke in Würzburg weiter den Anzeichen für einen islamistischen Hintergrund nach. Ein 24-jähriger Somalier war am Freitag zunächst im Kaufhaus Woolworth auf Menschen losgegangen. Drei Frauen starben. Schon am Abend hatte Innenminister Herrmann gesagt, Zeugen hätten angegeben, dass sie während der Tat den Ausruf Allahu Akbar gehört hätten. 
* Es liegen außerdem Hinweise auf psychiatrische Probleme des Somaliers vor. Der Mann sei in Würzburg deshalb bereits auffällig gewesen.
* Bei der Messerattacke wurden außerdem sechs weitere Frauen verletzt, ein 16-Jähriger wurde leicht verletzt. Inzwischen sind alle Oper außer Lebensgefahr. Zwei Frauen konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Der Täter war wahllos, aber vor allem auf Frauen losgegangen. Unter den Verletzten ist ein 11-jähriges Mädchen, ihre Mutter ist eine der drei getöteten Frauen. 
* Unter den Toten ist auch eine 24-jährige Frau aus Partenstein (Main-Spessart-Kreis). Erste Meldungen, nach denen auch ihr Bruder zu den Verletzten gehört, bestätgten sich nicht. Eine 26-jährige Frau aus Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) hatte das Krankenhaus am Samstag wieder verlassen können. Alle Opfer stammen aus Würzburg sowie dem engeren und weiteren Umkreis.
* Am Samstagmorgen erging Haftbefehl gegen den Mann aus Somalia, wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in sechs weiteren Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung. Der Verdächtige sitzt in Würzburg in Untersuchungshaft.
* Aufgrund des Verdachts eines extremistischen Hintergrundes der Tat hat die Ermittlungen das bayerische Landeskriminalamt (LKA) übernommen. Aus dem gleichen Grund liegt die juristische Zuständigkeit jetzt bei der Staatsanwaltschaft München. In Würzburg wird nur noch geprüft, ob der Schusswaffeneinsatz gegen den Täter rechtmäßig war.

28.06.2021 | 10:33:41 Uhr
Islamwissenschaftler bewerten Funde

Die in der Obdachlosenunterkunft des Messerangreifers von Würzburg gefundenen Gegenstände werden derzeit von Islamwissenschaftlern bewertet. «Aber wir sind bei Weitem noch nicht so weit, dass wir sagen können, wir haben es ausgewertet», sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) am Montag in München. Zu den Funden zählen auch zwei Handys. «Wir gehen davon aus, dass sie ihm gehören», sagte der Sprecher mit Verweis auf den 24 Jahre alten Verdächtigen aus dem afrikanischen Bürgerkriegsland Somalia. Welche weiteren Gegenstände nun untersucht und bewertet werden, sagte der Sprecher nicht. Damit ist unklar, ob unter anderem auch Schriftstücke entdeckt wurden, die auf ein politisches Motiv hindeuten könnten.