Donnerstag, 22.11.2018

Gentil-Haus

Auf Entdeckungsreise in den Gemächern vom "Pumpen-Anton"

Montag, 09. 08. 2010 - 09:02 Uhr

Der erfolgreiche Aschaffenburger Fabrikant und architekt Anton Gentil stellte im Laufe seines Lebens eine spektakuläre Kunstsammlung zusammen, die heute in einer seiner Villen zu besichtigen sind.

Gentil, der seinen Namen «Schantil» ausgesprochen haben wollte, lebte von 1867 bis 1951. Als gelernter Schlosser und Tüftler kam er vor allem durch die Konstruktion von Pumpen schon früh zu Reichtum und nutzte diesen, um alle möglichen Kunstwerke zu erwerben. Zudem war er war auch selber künstlerisch tätig und ließ nach eigenen Entwürfen mehrere Häuser erbauen, die allesamt einen Hauch von Burgenromantik ausstrahlen. Nach seinem Tode vermachte er der Stadt zum einen seine äußerst heterogene Sammlung und zum anderen die architektonisch reizvolle Villa in der Grünewaldstraße, in der er mitten unter seinen Schätzen gelebt hatte. Die bunte Mischung aus Gemälden, Skulpturen, Steinzeug, Gläsern, Truhen und Objekten der mittelalterlichen und ostasiatischen Volkskunst lässt sich jetzt bei regelmäßigen Führungen entdecken - und vielleicht kommt man sogar in den Genuss einer Hörprobe der automatischen Welte-Philharmonie-Orgel.