Freitag, 14.12.2018

Wie Benediktiner früher lebten

Freitag, 20. 08. 2010 - 10:35 Uhr

Das Museum in der ehemaligen, nahezu komplett erhaltenen Abtei Seligenstadt gibt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben und Arbeiten dieses Ordens.

Fast tausend Jahre lang lebten und arbeiteten in der 828 von dem Künstler und Gelehrten Einhard gegründeten Abtei Benediktinermönche. Der Besucher kann hier historische Räume wie den Kreuzgang, das Sommerrefektorium, die Mühle und die Apotheke auf sich wirken lassen. Im Sommerrefektorium werden zum Beispiel die Ernährung, aber auch Fragen des klösterlichen Lebens wie das Schweigegebot und die übliche Tischlesung reflektiert. Zugleich macht der Raum die Bedeutung der Wandmalerei in Zeiten ohne Zeitung und Fernsehen verständlich. Zu den Grundgedanken der benetiktinischen Lehre gehört nicht zuletzt die Selbstversorgung. Das veranschaulicht etwa die rekonstruierte Wassermühle. In der Apotheke wird dagegen deutlich, wie gut sich die Mönche mit der Heilkunst auskannten. Nicht nur sich selber, sondern auch die Bevölkerung versorgten sie mit selbst hergestellten Medikamenten. Deren Basis bildeten Heilkräuter, die sie in dem großen Kräuter- und Abteigarten anbauten. Einen Gang durch dieses gepflegte Areal sollte man sich deshalb ebenfalls auf keinen Fall entgehen lassen.
 
Adresse: 
Klosterhof 2
63500 Seligenstadt
Internet: www.schloesser.hessen.de
Verwaltung staatlicher Schlösser und Gärten, Tel.: 06182/ 829882

Öffnungszeiten:
von März bis Oktober
Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
von November bis Weihnachten und Februar
Dienstag bis Sonntag 10 - 15 Uhr
Klostergarten ganzjährig frei zugänglich