Sonntag, 23.09.2018

Von römischer Wohnkultur bis zur Blaufärberei

Montag, 06. 09. 2010 - 09:21 Uhr

In einem einstigen Wohnsitz des Adels aus dem 19. Jahrhundert befindet sich heute das Kreis- und Stadtmuseum Dieburgs. Schwerpunkt des neu konzipierten Haues ist die Römerzeit. Anschauliche Modelle und Illustrationen, ergänzt durch eine multimediale Ausstattung, bringen dem Besucher diese Zeit nahe.

Darstellungen eines Triclinium (Speisezimmer) oder eines Mithräums, von einem Tempel des Mithras-Kultes, und anderes mehr machen die Bandbreite dieses Themas bewusst. Dazu kommen Details zu Handel und Gewerbe, zur Bautechnik und zur Bestattungskultur. Daneben widmet sich die Ausstellung des Museums der Frankenzeit, dem Dieburger Adel, der Töpferei- und Baugeschichte sowie der Kultur im 19. und 20. Jahrhundert. Hierzu gehört auch eine echte alte Blaufärbewerkstatt, schließlich diente das Blaufärben von Stoffen mit Indigo den Bauernfamilien bis Mitte des 20. Jahrhunderts als wichtiger Nebenerwerb. Alljährlich, meist um die Osterzeit, können Besucher unter fachkundiger Leitung in die Geheimnisse dieses Handwerks einweihen lassen und selber aktiv Hand anlegen. Ein weiterer Bereich des Museums dient wechselnden Sonderausstellungen. So ist nach der aktuellen Ausstellung "Tatort Talheim" ab Ende August eine Werkschau des Malers Rudolf Schmidt geplant. 

Das 1861 von der Familie von Fechenbach klassizistisch überformte „Ulner Schlösschen“ bildet mit den herrschaftlichen Wandfassungen, barocken Balken und Gemälden dabei einen äußerst stilvollen Rahmen für die umfassende Ausstellung. Zugleich finden sich hier eine Bibliothek, ein Café und mehrere Tagungsräume.

Adresse:
Eulengasse 8
64807 Dieburg
Tel.: 06071/ 2002-460
Internet: www.museum-schloss-fechenbach.de
E-Mail: info@museum-schloss-fechenbach.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag von 14 - 17 Uhr
Sonntag von 11 - 17 Uhr