Sonntag, 25.08.2019

Flüstern als Beruf

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Flüstern
Wenn Schauspieler und Sänger auf der Bühne ihren Text vergessen, hilft ihnen die Souffleuse Lisa Rebol weiter.
Foto: Uwe Anspach/dpa

Flüstern will gelernt sein. Zum Beispiel, wenn du deiner Banknachbarin in der Schule etwas sagen willst. Dann musst du deutlich genug flüstern, damit die andere alles versteht. Aber auch leise genug, damit es niemand sonst mitbekommt.

Wer richtig gut ist im Flüstern, kann daraus einen Beruf machen. Der nennt sich Souffleur (gesprochen: suflör) oder Souffleuse (gesprochen: suflöse). Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie hauchen.

Lisa Rebol ist Souffleuse. Die Profi-Flüsterin wird beim Theater oder in der Oper gebraucht. Sie hilft, wenn Schauspieler oder Sänger ihren Text vergessen. Dann spricht Lisa Rebol den Leuten auf der Bühne deren nächste Worte vor. Und zwar so, dass es das Publikum nicht hört. Die Fachfrau erklärt: «Ich versuche, den Sängern das Gefühl zu geben, immer für sie da zu sein, und sie genauso zu betreuen, wie sie es brauchen».

Für die Zuschauer bleiben die Flüster-Profis unsichtbar. Meist sitzen sie versteckt in einem kleinen Kasten oder am Rand der Bühne.

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