Donnerstag, 24.01.2019

Forscher untersuchen uralten Dachsbau

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Die Forscher arbeiten am Dachsbau. Fotos: Bernd Wüstneck/dpa
Foto: Bernd Wüstneck

Dachse leben in Höhlen unter der Erde. Sie graben ihre Gänge besonders gerne in warmen, trockenen Boden. Der Boden rund um den Ort Malchin im Osten Deutschlands ist dafür perfekt.

Das haben die Dachse schon vor langer Zeit gemerkt: vor zehntausend Jahren! Damals verschwanden zum Ende der Eiszeit die Gletscher in der Region. In dem nicht mehr vereisten Boden legten die Dachse Tunnel und Höhlen an. Bis heute wohnen Dachse in den weit verzweigten Bauten. Sie graben auch noch immer weiter an ihrem Bau.

Erst vor 50 Jahren wurde entdeckt, wie groß und alt der Dachsbau ist. Nun haben sich Wissenschaftler die Gänge noch einmal genau angesehen. Darin fanden sie zum Beispiel Knochen von Tieren, die früher einmal gelebt haben. Die Dachse hatten sie als Beute in ihren Bau geschleppt. Die Forscher können so unter anderem erkennen, zu welcher Zeit welche Tiere in der Region gelebt haben. Denn als es nach dem Ende der Eiszeit langsam wärmer wurde, veränderte sich die Tierwelt.

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