Donnerstag, 17.06.2021

Weniger Rummel vor dem großen Wettkampf

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Fußball-Deko
Noch haben wenige Menschen ihre Autos oder Häuser zur EM geschmückt. Ob das so bleibt?.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Freitag? War da was? Oh, ja! Freitag startet die Fußball-EM. Doch noch ist bei vielen Menschen wenig Begeisterung zu spüren. Woran liegt das?

Laaangweilig! So würden wohl eine Menge Menschen die vielen Monate der Corona-Zeit bezeichnen. Denn Treffen und Veranstaltungen mussten oft ausfallen. Nun steht endlich mal wieder etwas Großes an: die Europameisterschaft im Fußball. Trotzdem ist bei vielen die Vorfreude nicht so riesig wie sonst. Häuser und Autos etwa sind kaum geschmückt. In Supermärkten und anderen Geschäften gibt es weniger Dinge rund um die EM zu kaufen.

Auch Kristian Naglo hat bisher keine Deutschland-Fahnen an Autos entdecken können. Der Wissenschaftler von der Deutschen Sporthochschule in Köln meint, dass es mehrere Gründe für die geringe Vorfreude gibt. «Corona drängt noch immer alle anderen Themen in den Hintergrund», sagt er. Hinzukommt für ihn aber auch, dass die EM diesmal auf elf Länder verteilt ist.

«Normalerweise freuen sich die Menschen vor Ort, Gastgeber bei einem großen Turnier sein zu können», sagt er. Es gibt dann etwa Berichte in Zeitungen und im Fernsehen über das Land, es bekommt viel Aufmerksamkeit. Bei elf Ländern auf einmal ist das schlecht möglich. So fühlt sich diesmal niemand direkt mit der EM verbunden, auch weil viel weniger Menschen im Stadion zuschauen dürfen als sonst.

Aber auch die deutsche Mannschaft spielt für Kristian Naglo eine wichtige Rolle. «Geht Deutschland als Favorit an den Start, ist die Vorfreude groß», sagt er. Diesmal aber war die Leistung der Mannschaft vor dem EM häufiger nicht so gut. Außerdem spielt Deutschland zu Beginn der EM direkt gegen mehrere sehr gute Gegnern. «Deshalb denken sich viele Zuschauer diesmal eher: Ach, mal gucken was passiert und wie weit sie kommen», meint der Fußball-Fachmann.

Er glaubt aber auch, dass sich die Stimmung schnell ändern kann. «Wenn Deutschland das erste Spiel gegen Frankreich gewinnen würde, dann wäre die Begeisterung ganz schnell da.»

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