Sonntag, 28.11.2021

Viel schwitzen hilft

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Schweiß
Die Klimaanlage des Menschen funktioniert über das Schwitzen.
Foto: Michael Kappeler/dpa
Bei den Olympischen Spielen laufen, rudern und kämpfen die Sportlerinnen und Sportler bei mehr als 30 Grad. Doch Leistungssport in dieser Hitze kann gefährlich sein, sagen Mediziner.

Schweiß läuft ihnen die Stirn herunter. Die Athletinnen und Athleten in Tokio geben momentan alles, um eine Medaille zu gewinnen. Zum anstrengenden Leistungssport kommt außerdem die Hitze dazu. In Tokio herrschen derzeit mehr als 30 Grad Celsius.

Für die Sportler ist das eine große Herausforderung. Denn: «Der Körper muss nicht nur die sportliche Leistung erbringen, sondern auch seine Temperatur regulieren. Er muss im Prinzip seine Klimaanlage einschalten», sagt der Sportmediziner Wilhelm Bloch.

Die Klimaanlage des Körpers funktioniert über das Schwitzen. Wenn der Schweiß auf der Haut verdampft, kühlt der Körper ab. Allerdings kostet ihn das Schwitzen Energie. Bei großer Hitze kann der Körper nur ungefähr ein Viertel seiner Energie für die sportliche Leistung aufbringen. Der Rest der Energie wird zu Wärme. «Und die Wärme muss raus», sagt der Mediziner.

In Tokio kommt erschwerend hinzu: Es ist nicht nur heiß, sondern feucht draußen. Dadurch verdunstet das Wasser auf der Haut nur langsam und der Körper kühlt schlechter ab. Wenn die Wettkämpfe sehr lange dauern, kann das gefährlich werden, beispielweise beim Marathon oder beim Triathlon.

Doch was passiert genau, wenn es dem Körper zu heiß wird? «Dann setzt die Organ-Funktion aus und das Gehirn funktioniert nicht mehr richtig», erklärt Professor Bloch. Die Sportler können ohnmächtig werden und im schlimmsten Fall sogar sterben.

Grundsätzlich kann sich der Körper aber an Hitze gewöhnen. «Nach rund einer Woche fängt ein Erwachsener schneller an zu schwitzen», sagt der Mediziner. Außerdem treffen die Sportler bei Olympia besondere Vorkehrungen.

Sie trinken zum Beispiel vor dem Wettkampf sehr viel. «Das Beste ist eine schöne Apfelsaft-Schorle», sagt der Mediziner. Denn die enthält viele Stoffe, die der Körper braucht. Er ergänzt: «Man achtet auch darauf, dass man die Sportler zwischendurch mal abkühlt.» So spritzen sie sich im Wettkampf manchmal nass.

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