Dienstag, 22.10.2019

Mit 16 Jahren bei den Besten der Welt

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Torschützer Ansu Fati
Ansu Fati ist 16 Jahre alt. Trotzdem kickt er schon bei den Profis mit.
Foto: Joan Monfort/AP/dpa

Der Jüngste auf dem Platz läuft sich frei und schießt den Ball mit voller Wucht ins Tor. Die Zuschauer grölen! So ließ sich Ansu Fati nach seinem ersten Treffer in Barcelonas Fußball-Stadion feiern.

Der Angreifer hat mit 16 Jahren sogar schon in der Champions League (gesprochen: tschämpiens liig) gespielt. Das haben in diesem Alter nur wenige vor ihm geschafft.

In dieser Woche stehen bei dem Turnier für die besten Vereine Europas die nächsten Spiele an. In den europäischen Ligen tauchen immer mal wieder Spieler wie Ansu Fati auf. Sie sind noch nicht erwachsen und kicken trotzdem bei den Besten der Welt mit. Wie ist das möglich?

Normalerweise spielen junge Fußballer für die Nachwuchs-Teams der Vereine. Ansu Fati zählt beim FC Barcelona aber zu den größten Talenten seit Langem. Reporter haben ihn sogar schon mit Lionel Messi verglichen. Darum darf er bei den Profis mitmachen.

«Die großen Clubs schauen sich mittlerweile sehr genau weltweit Talente an. Dadurch können sie junge Talente viel besser als früher entdecken», sagt ein Sportexperte. «Außerdem gibt es heute Fußball-Internate, in denen die Spieler besser gefördert werden können», erklärt er.

Für die Jugendlichen ist das nicht immer einfach. Schließlich wird von ihnen viel erwartet. Eine Expertin, die sich mit Druck im Sport auskennt, sagt: Für junge Spieler wie Ansu Fati sei es wichtig, Unterstützung von der Familie zu bekommen.

Auch in Deutschland wurden schon Jugendliche in der Bundesliga bejubelt. Der deutsche Nationalspieler Julian Draxler zum Beispiel spielte schon früh für seinen damaligen Verein FC Schalke 04. Dabei gibt es aber ein paar Regeln zu beachten.

Eigentlich dürfen Jugendliche zum Beispiel nicht spätabends spielen. «Minderjährige brauchen eine Erlaubnis, um eine Ausnahme machen zu dürfen. Die Eltern müssen dem auch zustimmen», sagt ein Experte für solche Regeln. Das war bei Ansu Fati nicht anders. Auch seine Eltern mussten erst ihr Okay geben.

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