Donnerstag, 17.06.2021

Reicht unser Wasser?

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Trinkwasser
Trinken, waschen, duschen: Wir brauchen jeden Tag Wasser.
Foto: Patrick Pleul/zb/dpa
Die Sommer der vergangenen Jahre waren oft heißer und trockener als üblich. Nun will eine Ministerin vorsorgen, damit wir auch in Zukunft genug Wasser haben.

Viel trinken und sich hin und wieder im Wasser abkühlen: So kommt man meist gut durch den Sommer. Aber wie steht eigentlich insgesamt um unser Wasser? Hier ein paar Antworten.

Wie viel Wasser verbrauchen wir?

Jeder Mensch in Deutschland verbraucht etwas mehr als 120 Liter Wasser pro Tag. Das meiste Wasser geht dabei aber nicht fürs Trinken drauf, sondern etwa fürs Duschen oder durch die Klospülung. Eingerechnet ist darin auch Wasser, was etwa in Bäckereien oder Arztpraxen verbraucht wird. Hinzu kommt noch sogenanntes virtuelles Wasser, das wir indirekt nutzen. Denn um unsere Jeans herzustellen oder uns mit Energie zu versorgen, wird ebenfalls Wasser gebraucht.

Wo kommt unser Wasser her?

Das Wasser aus dem Hahn zu Hause kommt zu einem großen Teil aus dem Grundwasser, aber etwa auch aus Talsperren oder Seen in Deutschland. Grundwasser steckt im Untergrund. Es ist zum Beispiel versickertes Regenwasser oder Wasser aus Seen, das in den Boden dringt. Regnet es genug, füllen sich die Grundwasser-Speicher wieder auf. Außerdem wird Wasser, das etwa beim Duschen verbraucht wird, oft wieder aufbereitet und erneut verwendet. Wir verbrauchen aber auch Wasser aus anderen Ländern. Wenn wir zum Beispiel Obst oder Fleisch aus Brasilien kaufen, wurde dort dafür Wasser genutzt.

In Deutschland ist es in den vergangenen Jahren trockener geworden. Ist trotzdem noch genug Wasser da?

Deutschland ist ein Land mit reichlich Wasser. Doch durch weniger Regen füllen sich etwa die Grundwasser-Vorräte nicht mehr so schnell auf. Die Umweltministerin von Deutschland erklärte jetzt: Beim Wasser gebe es kein Problem mit der Menge, aber mit der Verteilung. Manche Regionen sind von der Trockenheit stärker betroffen, etwa der Osten. Die Ministerin schlägt vor: Gemeinden und Wasserversorger sollten stärker zusammenarbeiten und schauen, wo Wasser fehlt. Sie will außerdem neue Leitungen bauen. Darüber soll Wasser von einer Region in eine andere transportiert werden.

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