Sonntag, 23.01.2022

Fünf Antworten zur Kinder-Impfung

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Kinder-Impfung
Im Land USA wurden schon Millionen von jüngeren Kindern gegen Corona geimpft.
Foto: Paul Vernon/AP/dpa
Wer zwischen fünf und elf Jahren alt ist, kann auch bald gegen Corona geimpft werden. Ab wann? Wer impft? Und ist das sinnvoll? Solche und weitere Fragen beantworten wir hier.

Mittlerweile kennt fast jeder Mensch in Deutschland ein paar Leute, die das Coronavirus hatten. Auch viele Kinder haben sich schon damit angesteckt. Zum Glück erkranken Kinder nur ganz selten schwer. Alle Menschen, die über zwölf Jahre alt sind, können sich schon seit längerem mit einer Impfung schützen. Nun kommt bald die Impfung für Fünf- bis Elfjährige. 

Ab wann geht es los?

Eine Behörde in Europa hat ihr Okay am Donnerstag gegeben. Allerdings sind die Fläschchen mit dem Kinder-Impfstoff noch nicht da, sie sollen am 20. Dezember verteilt werden. Dann erst können Ärztinnen und Ärzte überall richtig beginnen. 

Wo bekomme ich die Impfung?

Das kann bei der Kinderärztin sein, im Impfzentrum oder auch beim Hausarzt der Eltern. Allerdings impfen nicht alle Ärzte sofort alle Kinder. Einige Kinderärzte und Kinderärztinnen etwa haben gesagt, dass sie erst mal nur Kinder mit schweren Erkrankungen impfen wollen. 

Ist die Impfung für Kinder sinnvoll?

Die europäische Behörde hat erklärt: Der Nutzen ist größer als das Risiko. Allerdings schauen sich nun weitere Expertinnen und Experten den Impfstoff an. In Deutschland ist das die Stiko. Diese Gruppe empfiehlt dann die Impfung oder eben nicht. Auf diese Empfehlung wollen viele Leute warten. Sie soll bis Ende Dezember kommen.

Darf ich entscheiden, ob ich geimpft werden will?

Offiziell nicht. Über medizinische Fragen wie Impfungen dürfen Kinder erst ab 14 Jahren selbst bestimmen. Vorher entscheiden die Sorgeberechtigten, also meistens die Eltern. Aber Eltern hören natürlich oft auf die Wünsche ihrer Kinder.

Ich habe gehört, einige Kinder seien schon geimpft. Stimmt das?

Ja, in den Ländern USA und Israel zum Beispiel wurden schon Millionen von jüngeren Kindern geimpft. Auch in Deutschland haben sich einige Familien bereits dazu entschlossen, obwohl es noch keine Zulassung und keine Empfehlung gab. Ein Arzt oder eine Ärztin hat dann den Erwachsenen-Impfstoff genommen und eine kleine Dosis davon gespritzt. Das ist grundsätzlich erlaubt, wird aber nur von wenigen gemacht.

 

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