Dienstag, 18.01.2022

Eine geht, einer kommt

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Merkel
Die Zeit von Angela Merkel als Kanzlerin endet.
Foto: Odd Andersen/AFP POOL/dpa
Bald müssen sich wohl alle umgewöhnen. Dann heißt es nicht mehr Kanzlerin von Deutschland, sondern Kanzler. Bis dahin stehen aber noch einige wichtige Termine an.

Zum Abschied winkt die Kanzlerin. Dann wird sie in einem Auto davongefahren. 16 Jahre lang war Angela Merkel die politische Chefin von Deutschland. Am Donnerstagabend verabschiedete sie sich. «Ich danke Ihnen von Herzen», sagte sie am Ende.

Auf der Feier in der Hauptstadt Berlin sprach Angela Merkel noch einmal zu den Menschen im Land. Sie erzählte, dass diese 16 Jahre voller Ereignisse waren. «Sie haben mich politisch und menschlich gefordert. Und zugleich haben sie mich immer auch erfüllt.» Dann spielte eine Militär-Kapelle drei Lieder, die sich Angela Merkel ausgesucht hatte.

Unter den Zuschauern war auch der Politiker Olaf Scholz. Er war bisher Finanzminister und soll der nächste Kanzler werden. Im Internet schrieb er: «Angela Merkel war eine erfolgreiche Kanzlerin.»

Doch ehe Olaf Scholz das neue Amt antreten kann, fehlen noch einige Entscheidungen. Zum einen müssen die Mitglieder der Parteien SPD, Grüne und FDP zustimmen: Die Frage lautet, ob die drei Parteien wie abgesprochen zusammen eine Regierung bilden sollen. Die SPD von Olaf Scholz und die FDP halten dafür ein Treffen mit ausgesuchten Mitgliedern ab. Die Grünen lassen alle Mitglieder im Internet abstimmen.

Selbst wenn alle zustimmen, ist Olaf Scholz nicht automatisch Kanzler. Sondern er muss erst noch von den Politikerinnen und Politikern im Parlament in das Amt gewählt werden. Diese Wahl im Bundestag soll am Mittwoch sein.

Bekommt er genug Ja-Stimmen und nimmt die Wahl auch an, dann steht wirklich fest: Olaf Scholz ist der neue. Angela Merkel wünschte ihm schon mal: «Alles, alles Gute und eine glückliche Hand und viel Erfolg». Die Zukunft werde gut gestaltet, wenn man sich «mit Fröhlichkeit im Herzen an die Arbeit» mache, sagte sie.

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