Samstag, 26.09.2020

Beweg Dich: tanze Garde- & Schautanz

Lisa-Marie LenkÜber Federhut, Uniform und Lederstiefel

Aschaffenburg
Kommentieren
1 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Aschaffenburg. Nilkheim Bürgerhaus, Prunksitzung Stadt-Garde. Gardetanz der Jugend. Tanzmariechen © Harald Schreiber Bildunterschrift 2012-02-06 --> Energiegeladen: Bei der Prunksitzung der Stadtgarde wirbelt die Jugend über die Bühne. Fotos: Harald Schreiber
Foto: Harald Schreiber
Die Piccoloflöte piept, die Lyra klingt, Arme und Beine schwingen durch die Luft – die Faschingsgarde ist im Anmarsch! Anika Kutschera, Trainerin beim Verein Stadt-Garde Aschaffenburg 1953, erklärt im Interview, was karnevalistischer Tanz ist. Wer im Karnevalsverein mittanzen will, kann zweierlei Tanz-Richtungen erlernen. Unterschieden wird zwischen Garde- und Schautanz, sagt sie gleich zu Beginn. Der Gardetanz ist eigentlich ein Marschtanz. Neben typischen Schrittkombinationen und Gruppenformationen gehören zum Gardetanz besonders die akrobatischen Einlagen wie Spagat, Hebefiguren oder Räder.

 Die Garde tanzt meistens in der Gruppe, manchmal auch zu zweit oder solo. »Nur die Solotänzerinnen heißen Funkenmariechen.«, stellt die Fachfrau klar. Der Schautanz wird passend zum Thema der aktuellen Karnevalskampagne zusammengestellt. Die einzelnen Nummern können Elemente vieler verschiedener Tanzrichtungen beinhalten, berichtet die Trainerin und macht es gleichzeitig spannend: »Die Schautänze werden auf der Sitzung zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt.« Das Outfit der Schautänze richtet sich nach dem Motto.

Für Einsteiger

Anika Kutschera, die selbst seit ihrem vierten Lebensjahr tanzt, trainiert ihre Schützlinge das ganze Jahr über. Jede Woche stehe eine Stunde Gardetanz und eine Stunde Schautanz auf dem Programm, sagt sie. Alle Trainingsstunden beginnen mit einer Aufwärmphase, bestehen neben dem Üben von Schritten und Bewegungsabläufen außerdem aus Krafttraining. Wer einsteigen will, braucht eigentlich nur Spaß am Tanzen und ein Fünkchen Rhythmusgefühl. »Alles andere«, beruhigt uns die Trainerin, »kann man vor Ort lernen.« Los geht es wie bei der Stadt-Garde Aschaffenburg 1953 oft schon ab einem Alter von drei bis sechs Jahren.

Für Ältere gibt es meist getrennte Gruppen für Garde- und Showtanz. Für Mamas gibt es auch eine eigene Tanzgruppe. Papas sind immer Kandidaten für das Männerballett. Interessierte brauchen nur Trainingskleidung und Tanzschuhe. Der jeweilige Verein unterstützt seine neuen Mitglieder oft bei weiteren Anschaffungen wie der einheitlichen Strumpfhose oder den individuell angefertigten Gardeuniformen. Auf die Frage, was sie beim karnevalistischen Tanz besonders mag, antwortet die Trainerin, dass der Gruppenzusammenhalt untereinander sehr stark sei. »Man führt ein Stück alte Tradition weiter«, schwärmt sie. Für Interessierte gibt es am Freitag, 24. April, um 17.30 Uhr, in der Frohsinnstraße 25 ein kostenloses Probetraining, verrät Anika Kutschera am Ende unseres Gesprächs.

Hintergrund

Inspiriert von der Recherche zum Thema »Schwimmen mit Kindern« der Januar-Ausgabe beschäftigt sich »Mami, Papi & ich« das ganze Jahr mit Bewegung. Denn: Bewegung tut gut und ist gesund.
Unter diesem Motto steht die neue Rubrik »Sportarten ABC«: Zu jedem Buchstaben nehmen wir ein Sportangebot unserer Region unter die Lupe.  Wer weiß, ob der Ein oder Andere Lust bekommt, einen neuen Sport zu testen?

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!