Sonntag, 19.05.2019

Über den Wolken ?

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Young mom, playing and breastfeeding her toddler boy on board of aircraft, going on holiday
Foto: tatyana_tomsickova

Kein Wun­der, dass Mal­lor­ca so ein be­lieb­tes Rei­se­ziel für Fa­mi­li­en ist. Ein kur­zer Flug - und man ist im Sü­den, am Meer, in der Son­ne. Wer wei­ter weg fliegt und sich mit dem Nach­wuchs ein fer­nes Ziel aus­ge­sucht hat, der traut sich was: Ein Lang­st­re­cken­flug mit Klein­kin­dern und Kin­dern kann ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung sein.

Doch mit ein bisschen Vorbereitung und Glück übersteht man auch ihn.

NACHTFLUG BUCHEN

Schon beim Buchen des Fluges muss man man sich entscheiden: Der Flug zu unmöglichen Zeiten und mit mehreren Zwischenstopps ist der günstigste? Für Nicht-Eltern ist das sicher super. Mit kleinen Kindern sollte man lieber etwas mehr zahlen für einen Direktflug oder einen Flug, der zu einer vernünftigen Zeit startet. Bei Langstrecke sind Nachtflüge super, die Kinder sind dann meist nach dem »Abendessen« müde und schlafen ein.

Eigentlich kann man sagen: Je jünger der Fluggast, desto unkomplizierter. Babys reisen kostenlos in einem praktischen Bassinet, einem Bettchen, das man in der vordersten Reihe befestigen kann. Sind die Kinder größer, eignen sich Fensterplätze zum Rausschauen gegen die Langeweile. Hat man allerdings ein quirliges Energiebündel, das ständig aufstehen, das Flugzeug erkunden oder sich einfach oft die Füße vertreten möchte, sollte man eher über einen Platz am Mittelgang nachdenken. Jedes Kind ist anders.

Vor der Reise darf der kleine Fluggast seinen eigenen Rucksack packen. Malsachen, Bücher, ein Kuschelkissen, ein Kartenspiel, Knete, Legosteine. Alles ist erlaubt, um Mamas und Papas Nerven zu schonen. Am Flughafen darf sich das Kind gerne noch eine Kinderzeitschrift mit schrottigem Extra aussuchen, wieder eine Viertelstunde Beschäftigung. Eine kleine Überraschung für den Flug sollten Mama und Papa auch dabeihaben, sowas sorgt immer für gute Laune.

Essen an Bord macht Spaß - und viele Fluggesellschaften bieten auch Kindermenüs an. Trotzdem sollte man Snacks wie Obst, Müsliriegel, Kekse, Schokolade, Gummibärchen und Kaugummi für den Druckausgleich einpacken. Was gut ankommt: Den vorderen und hinteren Nachbarn mal kurz Hallo sagen. Das lockert die Stimmung und hebt das Verständnis der Mitreisenden für eventuelle Quengelanfälle, Schreiattacken und Tretereien im Rücken meist enorm. Regelmäßiges Auf-und Abwandern auf dem Gang ist immer spannend, ein paar Kniebeugen oder Sprünge können auch nicht schaden.

HÖRSPIELE

Und dann sind da natürlich noch die super Entertainmentangebote für Kinder: Filme, Spiele, Hörspiele. Dafür sollte man einen guten Kopfhörer im Gepäck haben. Viele Kinder sind im Flugzeug heutzutage ununterbrochen an die Geräte »angeschlossen«, doch eigentlich müsste es doch auch ohne die Dauerberieselung gehen. Für uns jedenfalls ist die Glotzerei nur Notfallprogramm.

Sich dem Schicksal ergeben und sagen: »Da müssen wir jetzt durch!« hilft enorm. Sind die Flugzeugtüren erstmal zu, gibt's kein Zurück mehr für Groß und Klein. Auch die schrecklichsten Stunden gehen mal vorbei, und das Reiseabenteuer ruft! him

Hintergrund

Für viele Eltern der Horror, kann aber auch entspannt sein: Fliegen mit Baby.Foto: tatyana_tomsickova/

Getty Images

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