Montag, 20.05.2019

Übel, übel

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Woman's Sense Of Taste Affected By Pregnancy
Foto: monkeybusinessimages

Ent­schul­di­gen Sie die Aus­drucks­wei­se, aber es ist wir­k­lich zum Kot­zen: Wie­so heißt der Quatsch ei­gent­lich Mor­gen­übel­keit, wenn ei­nem dann doch den gan­zen Tag sch­lecht ist? Und wie­so hat die Na­tur da nicht bes­ser mit­ge­dacht?

Dass Frauen in der Frühschwangerschaft schlecht ist, ist nervig, aber ganz normal. Woran das liegt, ist nicht sicher geklärt. Verantwortlich sind aber - wie so oft bei unerklärlichen Reaktionen - Hormone. Ist man schwanger, produziert der Körper HCG (Humanes Choriongonadotropin) und das sorgt auch dafür, dass den Frauen schlecht ist. Ab der fünften Schwangerschaftswoche treten in der Regel die ersten Übelkeitsanzeichen auf, haben ihren Höhepunkt in der neunten Woche und lassen zwischen der zwölften und sechzehnten Woche wieder nach. Wenn man Pech hat, bleibt die Übelkeit aber ein beständiger Begleiter bis zur Geburt.

Die Übelkeit soll auch ein Schutzmechanismus sein: Manche Frauen ekeln sich vor bestimmten Lebensmitteln, die zweifelhaft fürs Kind sein könnten.

Wenn es tröstet: Ist einer Frau sehr schlecht, soll das (meist) ein Zeichen für eine stabile Schwangerschaft sein. Auf dieser Seite gibt es Tipps gegen die lästige Übelkeit, die wirklich helfen. Klingt paradox: Das Einzige was zuverlässig gegen schwangerschaftsbedingte Übelkeit wirkt, ist essen. Kleinigkeiten. Immer wieder essen, damit der Blutzuckerspiegel nicht absinkt.

HÄPPCHEN ESSEN

Was auch eine Rolle spielt: der Kopf. Vielen Frauen wird direkt schlecht, sobald der Schwangerschaftstest positiv ist. Macht man den Test später, erspart man sich ein paar Wochen Übelkeit. Denn auch die Angst vor Veränderung, die unweigerlich eintritt, wenn man ein Kind bekommt, kann dafür sorgen, dass einem schlecht wird. Auch irgendwie logisch. Ungewissheit ist eine üble Sache.

Hintergrund

So ein Übel: Schwangerschafts-übelkeit kann einefiese Sache sein. Foto: monkeybusinessimages/

Getty Images

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