Donnerstag, 15.11.2018

Ran an den Löffel!

Montag, 29.10.2018 - 15:40 Uhr

1Es heißt Bei­kost nicht An­statt­kost: Mut­ter­milch oder Er­satz­milch bleibt die Haupt­nah­rung. Wenn das Kind Zuc­chi­ni­b­rei ab­lehnt, ist das nicht sch­limm. Es er­nährt sich im­mer noch haupt­säch­lich von Milch.

2Stress raus: Experten empfehlen, dem Baby zwischen dem fünften und siebten Monat die erste Beikost anzubieten. Das Kind futtert mit sechs Monaten keinen Brei? Macht nichts, sagt Ernährungswissenschaftlerin Anika Höglinger. Einfach locker machen. Und ein paar Wochen später wieder probieren, wenn das Baby wieder einen Entwicklungsschritt hinter sich hat. »Das schafft oft Entspannung«, weiß die Ernährungswissenschaftlerin aus Bessenbach.

3 Auf das Kind achten:Erst mit der Beikost anfangen, wenn das Baby Interesse am Essen zeigt und ohne Stütze frei aufrecht sitzen kann. Wenn es sich Essen selbst in den Mund stecken kann und eventuell schon Zähnchen hat, ist es bereit für die erste Mahlzeit.

4 Sich Zeit lassen: Mit einem Baby geht alles viel langsamer. Das Breiessen auch. Also nicht damit anfangen, wenn man eine halbe Stunde später einen Termin hat. Sondern in Ruhe und mit Genuss. Auf keinen Fall den ersten Brei anbieten, wenn das Baby müde oder sehr hungrig ist. Am Anfang kann man auch den großen Hunger mit ein paar Schluck Milch stillen und dann in Ruhe Brei anbieten. Wer möchte sich schon hungrig auf Experimente einlassen?

5Am Anfang essen Babys winzige Mengen Brei: Eltern, die ihren Gemüsebrei selbst kochen, frieren ihn in Eiswürfelbehälter ein und tauen die Würfel bei Bedarf auf. Geht nicht mit Kartoffelbrei. Denn Kartoffeln ändern beim Einfrieren die Konsistenz und schmecken dann anders.

6 Kinder erfahren die Welt mit allen Sinnen: Mit der Hand in den Brei matschen oder das Apfelmus mit den Fingern zerdrücken, ist völlig in Ordnung. So lernt das Baby Neues kennen und schätzen.

7 Nicht würzen: Für Eltern mag der Kürbisbrei fad schmecken, für ein Baby aber, das nur Milch kennt, ist es eine Geschmacksexplosion.

8 Wasser anbieten: Wer Brei futtert, braucht Flüssigkeit. Zu Beginn reichen laut Experten etwa 200 Milliliter pro Tag aus. Der Flüssigkeitshaushalt des Babys bleibt durch die Milch noch stabil. Mit dem dritten Brei pro Tag wird Trinken wichtig.

9 Viele Lätzchen oder Spuckwindeln: Beim Breiessen geht naturgemäß viel daneben. Wenn Lätzchen oder Spuckwindeln die Kleider schützen, entspannt das sehr, weil man weniger waschen muss.

10Chaos vermeiden: Für Schulkinder gibt es in Möbelhäusern Bodenschutzmatten aus Plastik, die man zum Schutz unter den Schreibtischstuhl stellen kann. Kann man super zweckentfremden und unter den Babyhochstuhl legen. Haben wir uns von Bekannten abgeguckt. Sieht gewöhnungsbedürftig aus, aber Krümel, Breireste und Wasserbäche aus umgekippten Bechern landen so nicht auf dem Boden. Matte falten, ausschütteln oder abwischen, fertig.

11 Vorbild sein: Immer wieder Lebensmittel anbieten und sie auch selbst essen. Denn Babys orientieren sich an ihren Hauptbezugspersonen und denken: Wenn Mama es isst, muss es gut sein.

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