Montag, 12.11.2018

»Virtuelle Erfolge halten kürzer«

Montag, 27.08.2018 - 12:04 Uhr

El­tern kom­men oft mit Fra­gen rund um den Me­di­en­kon­sum ih­rer Kin­der in die Ca­ri­tas-Be­ra­tungs­s­tel­le für Kin­der, Ju­gend­li­che und El­tern in Er­zie­hungs­fra­gen. Mit Lei­ter And­reas Pursch­ke sprach Fee Ber­t­hold-Geis.

Viele Eltern sind verunsichert, wenn es um das Thema Medien geht.Medien sind in Familien ein Dauerthema. Da müssenEltern von Anfang an bis zum Jugendalter dranbleiben. Kinder müssen lernen, kritisch mit Medien umzugehen. Eltern dürfen nicht davon ausgehen, dass ein gesunder Medienumgang von alleine klappt. Sie müssen konsequent sein und Grenzen setzen. Klar, das ist anstrengend, aber es lohnt sich.

Mit welcher Medienfrage kommen Eltern am häufigsten zur Beratung?Sucht ist das häufigste Thema. Wenn Jugendliche zwei Stunden am Tag fernsehen, sprechen wir schon von Vielsehern. Viele spielen exzessiv Computer.Wie bringt man sein Kind wieder ins reale Leben?Über Abstinenz. Und in dem man Alternativen entwickelt, wie man seine Freizeit verbringt. Mit Freunden, im Verein, beim Musikmachen, beim Sport. Das ist auch viel befriedigender. Studien zeigen, dass virtuelle Erfolge kürzer halten als reale. Über einen Sieg in »World of Warcraft« freut sich ein Jugendlicher ein paar Stunden bis zu einem Tag. Über einen Gewinn mit der Fußballmannschaft gegen das Team aus dem Nachbarort aber Tage und Wochen.

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