Montag, 17.12.2018

Alle Jahre wieder: Vorfreude

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Grandfather and a small girl getting a Christmas tree in forest. Winter day.
Fotograf: Halfpoint, stockadobe  | Datum: 05.12.2017

Das Beste am Kinderhaben im Dezember: Dass dieser Zauber wieder da ist. Dieses Staunen, dieses Innehalten und Freuen über ein paar Sachen, die nicht ganz von dieser Welt sind.

Das Beste am Kinderhaben im Dezember: Dass dieser Zauber wieder da ist. Dieses Staunen, dieses Innehalten und Freuen über ein paar Sachen, die nicht ganz von dieser Welt sind.
Das Weniger-Gute am Kinderhaben im Dezember: Dass so viel zu tun ist, zu erledigen. Wir backen, wir basteln, wir klöppeln Deko zusammen, wir verpacken Geschenke, rasen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten. Anstatt es uns einfach mal gemütlich zu machen.
Denn dafür ist doch der Dezember da – mit all seinen Bräuchen und Ritualen. Bevor wir also in Vorweihnachtshetze verfallen, drücken wir auf Stopp. Mehr Staunen, weniger Stress ist die Devise.
Wir kochen uns heiße Schokolade (für die Erwachsenen mit frischem Chili) und garnieren alles mit einem Berg Sahne. Wir futtern Spekulatius, wir lesen Berge von Büchern, wir toben draußen durch die Kälte und entziehen uns diesem Konsum-, Deko-, Weihnachtsfeiern-Wahn im Verein, der Firma und dem Kindergarten.
Wir saugen den Zauber auf, den diese Zeit hat, so wie unsere Kinder. Wir tauchen alles ein bisschen in Magie. In Stille. Das Geheimnisvolle zelebrieren wir mit aller Macht, bis wir selbst staunen.
Wir beäugen den Kirschzweig, den wir am Barbaratag ins Haus geholt haben, in der Hoffnung, dass er an Weihnachten blüht. Stellen die Stiefel vor die Tür, die wie von Nikolaushand wenig später gefüllt sind. Wir verstecken die Geschenke diesmal besonders gut vor neugierigen Kinderaugen. Wir futtern rohen Teig und garnieren die Ausstechplätzchen mit so viel Glitzerkrokant wie Platz ist. Und an Heiligabend klingelt ein Glöckchen, wenn das Christkind da war und flugs wieder davon gehuscht ist.
Ach, wir müssen gar nichts diesen Dezember. Außer es uns gemütlich machen. Mal in die Sauna gehen (größere Kinder können gerne mit). Mal in die Therme. Abtauchen. Mal mit Fackel in der Hand loswandern und irgendwo zu Abend essen. Freunde einladen zum Raclette, lachen, ratschen und mal nichts müssen, müssen, müssen.
Für den Dezember, das ist die Ansage: Mehr Leichtigkeit. So wie Schneeflocken vom Himmel segeln. Auch wenn sie das (wahrscheinlich) erst im Januar machen. Den Weihnachtszauber aber, den lassen wir uns dieses Jahr nicht nehmen. fee

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