Mittwoch, 21.11.2018

»keine Frau hat Schuld«

Montag, 26.03.2018 - 15:05 Uhr

Ge­ra­de noch ist al­les auf An­fang und im nächs­ten Mo­ment ist al­les vor­bei. Was we­ni­ge Frau­en wis­sen: Auch nach ei­ner Fehl­ge­burt steht ih­nen die Be­t­reu­ung durch ei­ne Hebam­me zu. Ei­ni­ge - wie Hebam­me Bet­ti­na Sei­pel aus Obern­burg - bie­ten auch Trau­er­be­g­lei­tung an. Fee Ber­t­hold-Geis hat mit ihr ge­spro­chen.

Wie können Angehörige einer Frauen helfen, die gerade eine Fehlgeburt hatte? Man darf sagen, dass das eine blöde Situation ist. Dass das schlimm und gemein ist und man selbst traurig ist. Auf keinen Fall sollte man den Verlust herunterspielen und sagen »du kannst es doch noch mal probieren« oder »du hast doch ein gesundes Kind zu Hause.« Für eine Mama gibt es in dem Moment nichts Schlimmeres als den Fakt, dass sie ein Kind verloren hat. Eine Frau fühlt sich auch gut aufgehoben, wenn sie sieht, das andere auch über die Fehlgeburt traurig sind und Gefühle zulassen.
Oft haben Frauen Schuldgefühle. Fast alle Frauen plagen nach einer Fehlgeburt Schuldgefühle. Sie fragen sich, was sie während der Schwangerschaft falsch gemacht haben. Sie überlegen, ob das eine Gläschen Sekt oder die lange Wanderung im Urlaub die Fehlgeburt ausgelöst haben. Aber das ist Quatsch.
Ist eine Ausschabung nach einer Fehlgeburt immer notwendig? Nein, eine Frau kann auch zu Hause abwarten, dass ihr Körper das selbst regelt. In Deutschland raten Ärzte Frauen sehr schnell zu einer Ausschabung. Die Frauen fühlen sich oft überrannt damit. In anderen Ländern dürfen Frauen eher warten, und ein Frauenarzt überwacht sie. Manche empfinden aber die Vorstellung als quälend, zu wissen, dass sie im Bauch ein totes Baby haben.
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