Donnerstag, 17.01.2019

"Du kannst nicht geben und gelassen bleiben, wenn du ausgelaugt bist"

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Steffi Wenzlick, Mütter-Coach und Bloggerin
Foto: privat

»Müt­ter, seid ego­is­ti­scher!«, for­dert Di­p­lom-Päda­go­gin Ste­fa­nie Wenzlick. Die drei­fa­che Mut­ter sch­reibt den »Em­ma­li-Blog - glück­lich le­ben & ent­spannt er­zie­hen«. Mit der 40-Jäh­ri­gen sprach Fee Ber­t­hold-Geis.

Was nervt am Muttersein?

Die meisten Mütter klagen darüber, dass sie sich fremdbestimmt fühlen und durch die vielen Anforderungen die Freude auf der Strecke bleibt, sie das Mama-Sein nicht so genießen können, wie sie es sich wünschen.

Was ist das Schönste?

Kuscheln, die Kinder beim Groß werden zu begleiten und beobachten und die tiefe Liebe zu und von ihnen zu fühlen.

Warum sollten Mütter egoistischer sein?

Mütter sollten egoistisch im besten Sinne sein, das heißt sich regelmäßig und ohne schlechtes Gewissen Zeit für sich nehmen, um den eigenen Energiehaushalt wieder aufzufüllen. Denn du kannst als Mama nicht geben, gelassen bleiben und genießen, wenn du energielos, ausgelaugt und unzufrieden bist.

Wie profitiert die Familie davon, wenn Mama achtsamer mit sich selbst umgeht?

Es herrscht mehr Freude und Zufriedenheit; denn wenn die Bedürfnisse (nicht bloße Wünsche) von allen respektiert und wichtig genommen werden, dann fühlen sich alle deutlich wohler und wertgeschätzter.Wieso neigen Mütter eigentlich zur Selbstaufgabe?Das ist oft eine Kombination aus überzogenen Rollenvorbildern aus den Medien, dem gesellschaftlichen Selbstoptimierungsdruck, einem aktiven inneren Kritiker und übernommenen Glaubenssätzen wie »Als Mama muss ich mich immer hinten anstellen« oder »Ich bin nur dann eine gute Mutter, wenn ich das und das und das mache.«

Wie befreit man sich von den Erwartungen anderer?

Indem man sich bewusst macht, dass diese Erwartungen meist nicht einmal real sind, sondern nur eigene Gedanken darüber, was die anderen vielleicht denken könnten.

Was hilft, wenn einem alles zu viel wird?

Innehalten, sich klar werden, was einem persönlich wirklich wichtig ist und sich fragen, ob das, was man aktuell macht oder eben nicht, einen dorthin bringt. Dann tief durchatmen, in sich hineinspüren, was man gerade braucht, eine Umarmung, die Füße hochlegen, ein nettes Wort, ? und es sich erfüllen. Zur Vorbeugung am Besten jeden Tag mindestens zehn Minuten einplanen nur für sich und nur für Sachen, die einem ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

 

https://einfach-entspannt-erziehen.de/blog/

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