Freitag, 22.02.2019

Neues Hauptquartier für Spione

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So sieht die neue BND-Zentrale von draußen aus. Kay Nietfeld/dpa
Foto: Kay Nietfeld
So sieht die neue BND-Zentrale von innen aus. Michael Kappeler/dpa
Foto: Michael Kappeler

Überall auf der Welt arbeiten Agenten für Deutschland. Ihre Arbeit ist geheim, ihre neue Zentrale komplett abgesichert. Man könnte sagen: Die Mitarbeiter tragen ihren Schlüssel dafür unter der Haut.

Spione gibt es nicht nur in Büchern und Filmen, es gibt sie wirklich. Auch für Deutschland arbeiten viele dieser Agenten. Eine ihrer Aufgaben: Sie sollen herausfinden, ob jemand zum Beispiel einen Terroranschlag plant. Die Spione arbeiten für die Organisation BND. Die Abkürzung steht für Bundesnachrichtendienst.

Am Freitag eröffnete Kanzlerin Angela Merkel die neue Zentrale des BND in der Hauptstadt Berlin. Der BND ist ein Geheimdienst. Wie der Name schon sagt, ist seine Arbeit streng geheim. Deshalb ist die neue Zentrale auch sehr gut abgesichert. Um das Gelände stehen hohe Zäune, alles wird von Kameras überwacht.

Am Eingang muss jeder sein Handy abgeben, damit niemand Geheimnisse aus dem Gebäude schmuggelt. Dann muss man seine Hand von einem Scanner fotografieren lassen. Das Gerät erkennt die Adern in der Hand. Diese ergeben bei jedem Menschen ein anderes Muster, wie beim Fingerabdruck. So findet der Scanner heraus, ob die Hand zu einem Mitarbeiter gehört oder nicht.

Beim BND arbeiten aber nicht nur Spione, sondern auch viele andere Berufsgruppen. Deshalb ist die neue Zentrale auch sehr groß. Sie bietet so viel Platz wie 36 Fußballfelder und mehr als 5000 Räume. Der Bau dauerte sehr lange und war sehr teuer. Deutschland zahlte dafür etwas mehr als eine Milliarde Euro. Das ist etwa dreimal so viel, wie das Fußball-Stadion des FC Bayern München gekostet hat.

Vor etwas mehr als zwölf Jahren gingen die Bauarbeiten los. Zwischendurch gab es immer wieder Probleme. Im letzten Jahr zogen nach und nach Mitarbeiter ein. Etwa 100 000 Umzugskartons wurden in die Zentrale gebracht. Würde man die alle hintereinander stellen, bräuchte man etwa zehn Stunden, um an allen vorbeizugehen.

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