Mittwoch, 24.07.2019

Hier zwei Schwimmbäder, dort gar keines

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Hier zwei Schwimmbäder, dort gar keines
Manche Städte müssen Schwimmbäder schließen, wenn sie nicht genug Geld haben.
Foto: Benedikt Spether/dpa

Fußballplätze, Schwimmbäder, Skateplätze und Abenteuer-Spielplatz: In manchen Orten ist viel los. In anderen Orten hingegen wird einem schnell langweilig. Woran liegt das?

Im manchen Orten gibt es weder ein Schwimmbad noch einen guten Spielplatz. Und der Bus in die nächste Stadt fährt nur zweimal am Tag. In solchen Gegenden ist nicht viel los. In anderen Orten hingegen kann man viele spannende Dinge unternehmen.

Eine Expertin erklärt: Solche Unterschiede hängen oft damit zusammen, wie viele Menschen an einem Ort leben. In einem kleinen Dorf gibt es weniger Leute, die zum Beispiel Eintritt für ein Schwimmbad oder ein Ticket für den Bus bezahlen. «Das Fahrzeug ist aber genauso teuer wie in einer großen Stadt», sagt die Expertin. Das bedeutet: Den Rest des Geldes muss die Gemeinde bezahlen.

Die Politiker der Gemeinde überlegen sich dann genau: Wie oft soll der Bus fahren? Je öfter er fährt, desto teurer wird es. Auch ein Freibad oder ein Hallenbad kosten viel Geld. Vielleicht müssen die Schwimmbäder schließen, weil nicht genug Leute für den Eintritt bezahlen und die Gemeinde nicht genug Geld hat.

Auch nicht alle großen Städte sind reich. Sie bekommen unter anderem vor allem durch Firmen vor Ort. Gibt es in einer Stadt nur wenige Firmen, nimmt die Stadt oft auch nur wenig ein. Trotzdem muss sie sich um viele Menschen kümmern. Für zusätzliche Sachen wie Fußballplätze oder Skateplätze bleibt dann oft nur wenig Geld übrig.

Diese Unterschiede finden viele Experten unfair. Sie meinen: Deutschland muss etwas dafür tun, dass die Menschen in allen Regionen möglichst gleich gut leben können.

Das findet auch die Regierung von Deutschland. Um das Leben in den verschiedenen Regionen etwas gerechter zu machen, hat sie am Mittwoch Ideen vorgestellt. Eine davon: Die Politiker wollen dabei helfen, dass es zukünftig mehr Firmen in ärmeren Regionen gibt. Wer dort eine Firma gründet, soll mehr Hilfsgelder von der Regierung bekommen.

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