Montag, 24.09.2018

Grube Wilhelmine, Sommerkahl

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Besucherbergwerk im oberen Kahlgrund

In der Grube Wilhelmine, am Ortsrand von Sommerkahl im oberen Kahlgrund gelegen, wurde ab Mitte des 16. Jahrhunderts eines der in Bayern seltenen Kupfervorkommen abgebaut. Man gewann zunächst im Tagebau eisen- und kupferhaltige Minerale, ab 1871 erfolgte der Abbau untertage. Zu dieser Zeit wurde das Erz in einer nahegelegenen Laugerei zur Verhüttung aufbereitet und in die Dämmer Justushütte, die spätere Lumpenmühle, transportiert. Dort wurde das Kupfer herausgeschmolzen. Aufgrund des geringen Kupfergehalts des geförderten Erzes wurde der Betrieb jedoch immer unrentabler und 1923 schließlich ganz eingestellt. Im Jahr 2000 gründete sich der Verein Kupferbergwerk ?Grube Wilhelmine? Sommerkahl, mit dem Ziel, die ehemaligen Bergbauanlagen für Besucher zugänglich zu machen. Inzwischen wurde ein Teil der alten Stollen freigelegt, beleuchtet, der Hang oberhalb des Grubeneingangs gesichert und ein Informationsgebäude erstellt. Im Rahmen von Besucherführungen erhält man Einblicke in Arbeitsweise und Arbeitsbedingungen eines historischen Kupferbergwerks. Ein 8,5 Kilometer langer, ausgeschilderter Naturlehrpfad führt rund um die Grube Wilhelmine. Besucherparkplätze stehen direkt am Bergwerk in ausreichender Menge zur Verfügung.


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Öffnungszeiten

Der Besuch ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Anfragen für Führungen bei Hans Krautschneider (E-Mail: hans.krautschneider@t-online.de oder Tel. 06024/2204) oder bei Herrn Popp (E-Mail: peterpopp66@t-online.de oder Tel. 06024/632552). Im September am ?Tag des offenen Denkmals? und am ?Tag des Geotops? können Besucher das Bergwerk auch ohne Voranmeldung besichtigen. Von November bis März ist das Bergwerk geschlossen.

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