Montag, 19.11.2018

Zeitwagen Wolfsthalplatz

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Wasserskulptur auf dem Wolfsthalplatz

Wo 1984 der Wolfsthalplatz mit einem Platanenhain als Gedenkstätte gestaltet wurde stand bis zum Pogrom vom neunten November 1938 die Synagoge der Jüdischen Gemeinde. Alleine das ehemalige Rabbinatsgebäude hat diese schreckliche Zeit überdauert.

Der Name Wolfsthal erinnert an den Bankier und Wohltäter der Stadt, Otto Wolfsthal, der sich im September 1942 mit sechs Glaubensgeschwistern durch Suizid der Deportation in ein Vernichtungslager entzogen hat. Das Rabbinatshaus beherbergt heute das Museum Jüdischer Geschichte und Kultur.

Die Wasserskulptur stellt eine groteske Karre dar, die anscheinend durch ein Tor fährt. Auf der Karre befinden sich teilnahmslose Gestalten, die offenbar von den Umstehenden verhöhnt und mit Wasser bespien werden. Ein Trompetenbläser macht dazu eine scheußliche Katzenmusik und auf der anderen Seite der Entengasse liegt einer in den Dreck getreten. Der von Bildhauer Rainer Stoltz in Szene gesetzte haarsträubende Aufzug hatte in seiner allzu virilen Erstfassung einigen Anstoß erregt. Nach Beseitigung des Clou d´Éclat haben sich die Gemüter wieder beruhigt.


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