Donnerstag, 15.11.2018

Burg Breuberg

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Die beeindruckende Burg Breuberg thront auf dem gleichnamigen Berg und ist typisch für die Geschichte der stauferzeitlichen Burggründungen. Um 1200 erbaut, bildete sie einst das Zentrum der Herrschaft Breuberg und diente auch teilweise als Adelsresidenz. Die meisten Teile der dreiteiligen Anlage aus Kernburg, Vorburg und Festungsanlagen wurden aus lokalem Sandstein erbaut.

Zur außergewöhnlich großen Kernburg gehören ein 25 Meter hoher Bergfried sowie Reste des Burggrabens und der Ringmauer. Die späteren Gebäude aus dem 15. bis 17. Jahrhundert wurden auf die ältere Mauer aufgesetzt. Sehenswert ist unter anderem das verzierte Portal am westlichen Torbaus im romantischen Baustil. Ebenso der Treppenturm und die Brunnenhalle in sogenannten Altbau sowie eine Kapelle, das gotisch geprägte Frauenhaus an der östlichen Hofseite und das Erbachsche Herrenhaus an der Südseite. Nicht zu vergessen ist der Riegelbau mit Burgküche (15. Bis 16. Jh) und Rentschreiberei (Ende des 15. Jh.), der kulturhistorisch bedeutendes Fachwerk enthält.

Heute gibt es auf der Burg nicht nur eine Jugendherberge, sondern auch ein Museum des Breuberg-Bundes, der die geschichtliche Erforschung des Odenwaldes fördert. Da sich die Ausstellung über die ganze Anlage verteilt, ist der Besuch automatisch mit einer Burgführung verbunden.
Zu sehen sind alte Handwerkskunst wie Leinenweberei und Perlmuttdrechslerei, Beiträge zur Volkskunde und Gegenstände aus der Geschichte der Burg ? letzteres unter anderem im Rittersaal und im Marstall.
Außerdem gehört zu einer Führung ein Besuch der Brunnenhalle mit dem 85 m tiefen Brunnen.


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