Donnerstag, 18.07.2019

Bettina Kneller

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Artikel des Autors

Aschaffenburg 18.04.2013
Überwältigende Natur, seltsame Dinge

Überwältigende Natur, seltsame Dinge

Ber­ge, die sich vor dem Be­trach­ter wie un­über­wind­ba­re Rie­sen­ge­bir­ge auf­bau­en. Bau­wer­ke und Men­schen in Liu Liyuns Tu­sc­he­bil­dern sind - wenn über­haupt er­kenn­bar - win­zig klein, fast ver­schwin­dend. Die Hauptrol­le in den Ge­mäl­den der ge­bür­ti­gen Mon­go­lin spielt die Na­tur. Ne­bel­ver­han­ge­ne Ge­bir­ge, die sich bis in die Wol­ken st­re­cken. Küh­ne Fel­sen, auf de­nen in noch küh­ne­rer Wei­se Kie­fern wach­sen.

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Aschaffenburg 20.04.2013
Weisheit und Größe mit in die Wiege gelegt

Weisheit und Größe mit in die Wiege gelegt

Sag mir, wie du heißt, und ich sa­ge dir, wer du bist? Ge­ra­de El­tern wol­len ih­rem Nach­wuchs mit ei­nem be­stimm­ten Na­men et­was mit auf den Weg ge­ben. Nicht von un­ge­fähr sind des­halb die Dis­kus­sio­nen um die Na­mens­ge­bung des Neu­an­kömm­lings in ei­ner Fa­mi­lie heiß um­kämpft.

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Offenbach 19.04.2013
Als Kisten noch Kostbarkeiten waren

Als Kisten noch Kostbarkeiten waren

Der Wan­del ist das ein­zig Be­stän­di­ge in heu­ti­ger Zeit. Und auch ein Mu­se­um muss sich den ak­tu­el­len Ge­ge­ben­hei­ten an­pas­sen, muss An­sprüchen des Pu­b­li­kums ge­recht wer­den und muss ve­r­än­der­ten Seh­ge­wohn­hei­ten nach­kom­men. Da­mit sei­ne Schät­ze auch mor­gen noch je­mand in Au­gen­schein neh­men möch­te.

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Darmstadt 09.04.2013
Lustig lasterhaftes Luxusweibchen

Lustig lasterhaftes Luxusweibchen

Ge­müt­lich ist an­ders. Spal­ten und Ein­schnit­te durch­zie­hen die küh­le, weiß la­ckier­te Wohn­land­schaft und ma­chen aus ihr ei­ne ein­zi­ge Stol­per­fal­le. Be­zeich­nend für das Stück »Pha­e­d­ra Back­wards«, das Pa­tri­cia Bene­cke am Staats­thea­ter Darm­stadt ins­ze­niert hat. Ih­re Fi­gu­ren mühen sich auf der schrä­gen Ebe­ne, kämp­fen mit der Ba­lan­ce.

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Aschaffenburg 18.04.2013
Laufen und lieben lernen

Laufen und lieben lernen

Der Tän­zer ver­sucht aus dem Lie­gen auf sei­ne Fü­ße zu sprin­gen. Meh­re­re Ma­le nimmt er An­lauf, springt, aber schafft es doch nicht, lan­det im­mer wie­der auf dem Rü­cken. Doch er gibt nicht auf, tut sich das im­mer wie­der an. Ein Kraf­t­akt, aber ei­ner, dem man nicht an­sieht, dass es ei­ner ist. Das ist das Ge­heim­nis des Abends im Stadt­thea­ter Aschaf­fen­burg.

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Aschaffenburg 17.04.2013
Morgens im Himmelbett erwachen

Morgens im Himmelbett erwachen

Sich ein­mal wie ein Burg­fräu­lein füh­len und mor­gens im Him­mel­bett in al­tem Ge­mäu­er er­wa­chen: Das kann man auch im­mer mehr in der Re­gi­on. Wäh­rend et­li­che Schlös­ser pri­vat und da­mit öf­f­ent­lich nicht zu­gäng­lich sind, ei­ni­ge Schu­len oder Er­ho­lungs­hei­me be­her­ber­gen und wie­der an­de­re zu Rui­nen ver­fal­len sind, gibt es im­mer mehr Burg­be­sit­zer, die den Trend be­die­nen.

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Tiere drängen immer öfter in Dörfer hinein 10.04.2013
Mehr Wildunfälle als im Vorjahr

Mehr Wildunfälle als im Vorjahr

Beim Vor­bei­fah­ren sträubt sich das Ge­fie­der des to­ten Bus­sards trau­rig im Fahrt­wind des ei­ge­nen Au­tos. Und we­ni­ge Ki­lo­me­ter wei­ter liegt der über­fah­re­ne Kör­per ei­nes Fuch­ses am Fahr­bahn­rand. Je­des Jahr im Früh­jahr glei­chen sich die Bil­der. Und un­zäh­l­i­ge to­te Wild­tie­re säu­men die Stra­ßen und Au­to­bah­nen der Re­gi­on.

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Johannesberg 13.04.2013
Gegensätze, die sich magisch anziehen

Gegensätze, die sich magisch anziehen

Aus der Mit­te ent­springt ei­ne Kraft. Ei­ne Kraft, die sich in flei­schi­gen Blät­tern oder in zar­ten Blü­ten­kel­chen äu­ßert. Die sich zer­fled­dert, aufs­p­leißt, aus­fe­dert, um zu ei­ner neu­en Blü­te zu fin­den. Et­was Neu­es wird ge­bo­ren aus et­was am Bo­den Kau­ern­den. Aus ei­nem mas­si­ven Block ent­fal­tet sich et­was Un­de­fi­nier­ba­res, zer­teilt sich, wie­der und wie­der.

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Aschaffenburg 12.04.2013

Der Weg ist das Ziel

Das ist ih­re Chan­ce: Sie sprin­tet nach vor­ne, hech­tet auf den Bo­den und schnappt sich die Waf­fe. Sie ist die Meis­te­rin des Mo­ments: Leh­re­rin So­nia Ke­lich dreht den Spieß um, wird vom Op­fer zur Tä­te­rin, mu­tiert von der Ge­quäl­ten zur Quä­le­rin und nimmt ih­re Schü­ler als Gei­seln. Die, die eben noch auf­müp­fig, frech und dreist wa­ren, wer­den zu Läm­mern, krie­chen vor ihr auf dem Bo­den und wim­mern um Gna­de.

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Aschaffenburg 10.04.2013
Meistens kam der Meister montags

Meistens kam der Meister montags

Meis­tens kam der Meis­ter mon­tags. Cor­ne­li­us Qu­a­beck, der ehe­ma­li­ge As­sis­tent von Jörg Im­men­dorff an der Düs­sel­dor­fer Kunst­a­ka­de­mie, hat­te ei­ne be­son­ders krea­ti­ve Idee, um die Stu­den­ten wis­sen zu las­sen, wann der Künst­ler und Lei­ter des Meis­ter­kur­ses das nächs­te Mal vor Ort war. Ein klei­nes Ge­mäl­de mit der ent­sp­re­chen­den In­for­ma­ti­on hing dann näm­lich im Aka­de­mie­flur.

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Aschaffenburg 09.04.2013
Der zelebrierte Verzicht

Der zelebrierte Verzicht

Mor­gens hei­ßes Ing­wer-Zi­tro­nen­was­ser in klei­nen Schlu­cken trin­ken und da­nach Se­s­a­m­öl kau­en ist der ge­lun­ge­ne Auf­takt für ei­nen er­folg­rei­chen De­tox-Tag. Ayur­ve­da und Well­ness wa­ren ges­tern: Wer et­was auf sich hält, der schwört jetzt auf De­to­xing. Den Kör­per von al­len Be­las­ten­dem be­f­rei­en, Schla­cken ent­fer­nen und zu neu­er Rein­heit und Klar­heit fin­den, das ver­spricht der neue Trend.

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Bad Homburg 03.04.2013
Der unsichtbare Heiligenschein

Der unsichtbare Heiligenschein

Ist es Was­ser? Oder ein Ge­bir­ge von oben? Oder et­wa der Blick in das un­end­li­che Uni­ver­sum? Im ers­ten Mo­ment steht man rät­selnd vor dem über­wäl­ti­gen­dem Holz­schnitt. Sie­ben Mo­na­te hat Franz Gertsch an dem zwei auf sechs Me­ter mes­sen­den Tri­p­ty­chon »Schwar­z­was­ser II« von 1994 ge­sto­chen.

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Großostheim-Ringheim 05.04.2013
Die Ruhe gesucht und gefunden

Die Ruhe gesucht und gefunden

Es ist ei­gent­lich kein be­son­ders auf­re­gen­des Bild: Die Häu­ser und Hö­fe im Hin­ter­grund lie­gen im hel­len Licht, ein dunk­ler Him­mel bil­det den Kon­trast. Die Wie­sen da­vor ste­hen un­ter Was­ser. Und ganz vor­ne sieht man ei­nen küh­len Grund mit kah­len Bäu­men, to­tem, moo­si­gem Ge­hölz und ver­trock­ne­tem Gras. Die Sze­ne­rie in der Fer­ne be­trach­tet man wie durch ei­nen ver­wun­sche­nen, ge­heim­nis­vol­len Sch­lei­er.

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Frankfurt 12.03.2013
Universum der Kunstgeschichte

Universum der Kunstgeschichte

Gra­fik kann ein Schlüs­sel zur Kunst sein - weil sie am ur­sprüng­lichs­ten und un­ver­fälsch­ten zeigt, wie ein Künst­ler denkt. Die Aus­stel­lung »Gi­ve me Fi­ve!«, die im Frank­fur­ter Stä­d­el ei­nen Über­blick über Neu­er­wer­bun­gen der Gra­fi­schen Samm­lung gibt, spannt ei­nen gro­ßen Bo­gen von Wer­ken des 15. Jahr­hun­derts bis hin zu zeit­ge­nös­si­schen.

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Frankfurt 06.03.2013
Mehr als nur gegen das Ende anmalen

Mehr als nur gegen das Ende anmalen

Da ist Licht. Un­be­sch­reib­lich viel Licht - ob­wohl der über­wie­gen­de Teil des Bil­des dun­kel und düs­ter ist. Doch ganz am Ho­ri­zont von »The Beyond« von Geor­gia O'Ke­ef­fe von 1972 bricht sich strah­len­des Licht sei­ne Bahn und ver­t­reibt die tief hän­gen­den Wol­ken. Als O'Ke­ef­fe das Bild mal­te, war sie 85 Jah­re alt. Ein rei­fes Al­ter für ei­ne Ma­le­rin. Und ein rei­fes Bild, das vie­le für ei­nes ih­rer bes­ten hal­ten.

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Darmstadt 26.03.2013
Versuchsanordnung in zerklüfteter Landschaft

Versuchsanordnung in zerklüfteter Landschaft

Da sitzt er wie aus ei­nem har­mo­ni­schen Fa­mi­li­en­fo­to aus­ge­schnit­ten: ein selbst­herr­li­cher Ego­ma­ne, der es ge­wohnt ist, dass sich al­le nach ihm rich­ten. Ei­ner, der sich als Zen­trum der Welt be­g­reift. Es sind die klei­nen Ges­ten, die fei­nen Zwi­schen­tö­ne, die fast bei­läu­fi­gen Nu­an­cen, mit de­nen Mat­thias Klei­nert sei­nen Kon­sul Kars­ten Ber­nick zu dem macht, was man land­läu­fig als ego­is­ti­schen Des­pot be­zeich­net.

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