Dienstag, 17.10.2017

„Courage hat hier einen festen Platz“

l.schwenold
Mittwoch, 20. 09. 2017 - 10:24 Uhr

Die Schulen der Maria-Ward-Stiftung Aschaffenburg werden als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ausgezeichnet. Der letzte Schultag wurde am 28.07.2017 für die Schulgemeinschaft der Maria-Ward-Schulen besonders feierlich: An dem traditionellen Jahresabschlussgottesdienst, zele...

Die Schulen der Maria-Ward-Stiftung Aschaffenburg werden als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ausgezeichnet.

Der letzte Schultag wurde am 28.07.2017 für die Schulgemeinschaft der Maria-Ward-Schulen besonders feierlich: An dem traditionellen Jahresabschlussgottesdienst, zelebriert von Bernward Hofmann und Dr. Iris Kreile, nahmen anlässlich der Titelvergabe Martina Fehlner (SPD) und Judith Gerlach (CSU), beide seit 2013 Mitglieder des Bayerischen Landtags, teil. Die Politikerinnen werden als Patinnen des Schülerprojekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ den Schülerinnen für zukünftige Projekte mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Vor rund zwei Jahren startete die damalige Schülermitverantwortung das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, nachdem der Wunsch nach der Projektteilnahme aus der Schülerschaft aufgekommen war. „Was nötig ist, um den Titel zu erhalten, erfüllen wir längst. Lasst es uns doch offiziell machen!“, schlug Jessica Kuhn damals vor. Die Selbstverpflichtung zu aktivem Einsatz für Toleranz und gegen jegliche Form von Diskriminierungen ist - neben einem internen Schulprojekt und einer Unterschriftensammlung von mehr als 70 Prozent der beteiligten Mitglieder der Schulgemeinschaft - die Grundvoraussetzung zur Vergabe des Titels.
Dafür arbeitete ein Jahr später der eigens dafür eingerichtete Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Leitung der Schülersprecherin der Realschule Hannah Geck: Schulart- und jahrgangsstufenübergreifend wurden das erforderliche Schulprojekt und die Sammlung der Unterschriften geplant. Mit einem Informationsstand und selbstgestalteten Plakaten über gängige Vorurteile und deren Wirkung wurde umfassend über das bundesweite Schülerprojekt „SoR – SmC“ informiert, sodass schließlich über 90 Prozent der Schulgemeinschaft mit ihren Unterschriften für die Teilnahme stimmten. Entstanden ist ein authentischer und bewegender, aber nicht anklagender Film, der in der Schulpause mehrere Tage lang Lehrern wie Schülern in der Aula präsentiert wurde und die Dringlichkeit couragierten Verhaltens verdeutlichte.
Ellen Banhold
Fotos: Maria-Ward-Schule

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