Samstag, 16.12.2017

Schabbat – Sonntag - Ein Tag wie kein anderer: Der Ruhetag in der Woche

l.schwenold
Mittwoch, 26. 07. 2017 - 09:37 Uhr

Schabbat bedeutet „stehenbleiben und innehalten“, erklärte Arie Rosen, der aus Jerusalem angereist war. Strenggläubige Juden verzichten am Schabbat zum Beispiel auf Auto und Handy, um bewusst einen Gegenpol zur alltäglichen Betriebsamkeit zu schaffen und um zur Ruhe zu kommen...




Schabbat bedeutet „stehenbleiben und innehalten“, erklärte Arie Rosen, der aus Jerusalem angereist war. Strenggläubige Juden verzichten am Schabbat zum Beispiel auf Auto und Handy, um bewusst einen Gegenpol zur alltäglichen Betriebsamkeit zu schaffen und um zur Ruhe zu kommen. Sorgen, die das Alltagsgeschehen mit sich bringt, sollen beiseite geschoben werden. „Aber die Sorgen haben die Angewohnheit, nach dem Schabbat alle wieder zurückzukommen“, merkte Arie Rosen schmunzelnd an.
Anlass für diese Ausführungen war das interreligiöse Projekt zum Thema „Schabbat“, das Schülerinnen der Jahrgangsstufe 6 der Maria-Ward-Schule (Gymnasium und Realschule) unter der Leitung von Religionspädagoge Gerhard Neukamm vom 17. bis zum 20. Juli 2017 durchgeführt hatten. Am Freitag, dem 21. Juli, fand die Schlussveranstaltung im Foyer des Oberstufengebäudes statt. Eine Powerpointpräsentation mit Fotos aller Arbeitsgruppen und ein kurzes Theaterstück mit dem Titel „Ein Schabbatmahl am Freitagabend“ stimmten die Zuschauer und Zuschauerinnen auf die Thematik ein. Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Vortrag von Arie Rosen, dem Sohn der ebenfalls anwesenden bekannten jüdischen Autorin Lea Fleischmann. Ihre Eltern haben den Holocaust überlebt. Geboren und aufgewachsen in Deutschland wanderte sie 1979 nach Israel aus. Das Buch „Dies ist nicht mein Land“, in dem Fleischmann mit Deutschland abrechnet, wurde zum Bestseller. Arie Rosen erläuterte den Gebrauch jüdischer Kultgegenstände und schilderte den Ablauf eines typischen Schabbat. Der Besuch einer Synagoge und ein feierliches Mahl zusammen mit der ganzen Familie gehören unbedingt zu diesem besonderen Tag.
Abschließend konnten die Besucher typisch jüdische Speisen kosten, die eine der Arbeitsgruppen mit „größtem Eifer“ zubereitet hatte, wie Lea Fleischmann betonte. Sie hatte die Arbeit der Projektgruppen die ganze Woche über begleitet.
Lydia Schwenold-Werlin

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