Mittwoch, 18.10.2017

Eine Exkursion gegen das Vergessen

maria-ward-schule
Dienstag, 28. 03. 2017 - 08:27 Uhr

Maria-Ward-Schule: 70 Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums besuchten die KZ-Gedenkstätte Dachau „Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben!“ Diese Mahnung nahmen wir Schülerinnen aus den drei 9...


Maria-Ward-Schule: 70 Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums besuchten die KZ-Gedenkstätte Dachau

„Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben!“ Diese Mahnung nahmen wir Schülerinnen aus den drei 9. Klassen des Maria-Ward-Gymnasiums uns zu Herzen und besuchten die KZ-Gedenkstätte Dachau. Zusammen mit unseren Begleitlehrkräften Sieglinde Bauer und Anna Schreiber „opferten“ wir sogar einen freien Samstag und setzten uns am 17. und 18. März in einer zweitägigen Fahrt nach „Dachau“ besonders intensiv mit dem Unrechtsstaat des Nationalsozialismus auseinander.
Nach einer kurzen Einführung durch die Referenten des Max-Mannheimer-Studienzentrums mit charakteristischen Bildern aus dem KZ ging es über die „Straße der SS“ (heute „Straße der Erinnerung“) zum ersten intensiven Besuch der Gedenkstätte. Schon auf dem Appellplatz wurde uns klar, dass man hier die Kenntnisse aus dem Unterricht real nachvollziehen kann. Dabei wurde unsere Stimmung immer bedrückter. Gleichzeitig erwachte aber auch unser Wissensdurst, der in unseren zahlreichen Fragen an unsere Referenten deutlich wurde. Der folgende Rundgang führte uns zuerst in das Wirtschaftsgebäude, in dem die Häftlinge schon bei ihrer Ankunft von einem Individuum zu einer Nummer wurden. Später wurden sie hier völlig willkürlich für jede Kleinigkeit grausam bestraft. Im Bunker, dem Häftlingsgefängnis, hatten wir das Gefühl, dass man die Angst und Verzweiflung der Inhaftierten förmlich noch „riechen“ kann. In der Baracke spürten wir, dass hier nirgends auch nur ein Hauch von Privatsphäre möglich war. Den allgegenwärtigen Tod im Lager brachte uns ganz besonders der Krematoriums-Bereich vor Augen.
Am nächsten Tag wurden wir durch einen Film mit allen Grausamkeiten der Nazis konfrontiert. Anschließend erkundeten wir individuell das Museum und hatten dabei die Aufgabe, uns in einen Gegenstand zu versetzen und aus dessen Sicht über das Leben im KZ zu berichten. Jede von uns schlüpfte in die Rolle eines Objektes und verfasste einen Erzähltext.
Wir sind der Meinung, dass unsere Fahrt ein gelungener, sehr beeindruckender Ausflug in das schrecklichste Kapitel unserer Geschichte war. Unsere Erlebnisse in Dachau können wir nur schwer in Worte fassen. Dennoch haben wir viel für unser Leben mitgenommen und konnten in unserer Persönlichkeitsbildung ein großes Stück weiterkommen.
Miriam Bergmann und Laura März, Klasse 9c, MWS

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