Mittwoch, 18.10.2017

70 Jahre Bayerische Verfassung - Projekt der Maria-Ward-Schule zum Verfassungsgeburtstag

l.schwenold
Donnerstag, 01. 12. 2016 - 08:24 Uhr

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“: Den Refrain dieses Liedes brachte Initiatorin und Organisatorin des Projekts Sieglinde Bauer, Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, unterstützt von Kollege Bernd Zehendner und der Gitarrenspielerin Elena Ebert, zu Gehör...

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“: Den Refrain dieses Liedes brachte Initiatorin und Organisatorin des Projekts Sieglinde Bauer, Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, unterstützt von Kollege Bernd Zehendner und der Gitarrenspielerin Elena Ebert, zu Gehör. „Doch unsere Jubilarin ist sogar noch älter, sie ist nicht nur 66, sondern 70 Jahre alt“, betonte Sieglinde Bauer im Anschluss. Um mit Schülerinnen über wesentliche Inhalte und die Aktualität der Bayerischen Verfassung zu diskutieren, waren am 25. November 2016 zahlreiche Gäste aus der Politik in Stadt, Land und Bund angereist: Manfred Christ, Dr. Hans Jürgen Fahn, Martina Fehlner, Norbert Geis, Judith Gerlach, Hermann Leeb, Thomas Mütze und Peter Winter (Nennung in alphabetischer Reihenfolge). Als Moderatorinnen fungierten Anna-Lena Brößler, Christin Cornel, Eva Haßelbeck, Anna Stapf, Saskia Weinert und Sara Wichtermann, alle aus der zwölften Jahrgangsstufe. Bevor die Podiumsdiskussion begann, wurden zwei Grußworte verlesen.
Barbara Stamm und Prof. Dr. Winfried Bausback bedauerten, aus terminlichen Gründen absagen zu müssen. In beiden Grußworten betonten sie die Bedeutung und auch die Modernität des Verfassungstexts, betrachte man dessen Wesensgehalt.
Zur Einstimmung auf die Diskussion unternahmen die Moderatorinnen zusammen mit den Zuhörerinnen und Zuhörern eine kurze Zeitreise in die Monate nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach der bedingungslosen Kapitulation im Mai 1945 haben Politiker in Bayern zügig mit der Ausarbeitung einer Verfassung begonnen. Am 8. Dezember 1946 ist sie nach einem Volksentscheid in Kraft getreten.
Informative und teils amüsante Einblicke in die eigene Schulzeit boten die Antworten der Gäste auf die Frage, welche Erfahrungen sie mit der schulischen Demokratieerziehung in unterschiedlichen Zeiten gemacht haben. Eine angeregte Diskussion entwickelte sich angesichts der in der Bayerischen Verfassung niedergelegten Bildungsziele. Gerade hier klängen Formulierungen veraltet, doch der Wortlaut müsse nicht unbedingt aktuell sein. Inhalte zu aktualisieren, dazu seien die Lehrer aufgerufen. Weiterhin wurden die Möglichkeiten von Mehrheit und Opposition im Landtag, das Petitionsrecht, direkte Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger und sich eventuell daraus ergebende Gefahren thematisiert. Ein „Geburtstagsständchen“ rundete die Veranstaltung ab.
Lydia Schwenold-Werlin
Fotos: Andrea Scholz

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