Montag, 23.10.2017

MWS-Schülerinnen beim Kaufhaus Grenzenlos

l.schwenold
Dienstag, 22. 11. 2016 - 11:37 Uhr

Das von der EU geförderte Projekt des P-Seminars Erasmus+ „Food for Thought“ der Q11 der Maria-Ward-Schule beschäftigt sich unter anderem mit Abfall von Lebensmitteln, der aus dem regulären Handel herausgenommen wird...


Das von der EU geförderte Projekt des P-Seminars Erasmus+ „Food for Thought“ der Q11 der Maria-Ward-Schule beschäftigt sich unter anderem mit Abfall von Lebensmitteln, der aus dem regulären Handel herausgenommen wird. Außerdem werden Alternativen und Verbesserungsvorschläge für die derzeitige Situation, in der so viele Lebensmittel jährlich entsorgt werden, untersucht.
Im Rahmen unserer Nachforschungen erfuhren wir, dass innerhalb eines Jahres rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Gleichzeitig leiden Menschen Hunger, ein Zustand, der sich eigentlich ändern ließe. Uns war klar, dass sich etwas ändern musste, und wir suchten nach Initiativen, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen. So besuchten wir am 24.10.2016 das Kaufhaus Grenzenlos.
In der Beratungsstelle in der Kolpingstraße angekommen, erhielten wir zuerst einen sehr aufschlussreichen Vortrag von der Sozialpädagogin Marion Forche. Die größtenteils freiwilligen Mitarbeiter fahren rund 100 teilnehmende Supermärkte in der Region an, zum Beispiel Edeka, Globus und Lidl sowie Norma und Penny. Hier erhalten sie Lebensmittel, die nicht mehr regulär vertrieben werden, und bringen diese zum Kaufhaus. Hier werden sie sortiert und können dann von Bedürftigen, die im Besitz des Grenzenlos-Passes sind, gegen einen geringen Unkostenbeitrag abgeholt werden. Dieser Pass kann durch Vorlage eines Nachweises der Bedürftigkeit erworben werden.
Doch nicht nur Lebensmittel stellt Grenzenlos zur Verfügung: Auch monatliche kulturelle Veranstaltungen können von Pass-Besitzern besucht werden, wie zum Beispiel im Hofgarten oder dem Colos-Saal. Einen sehr günstigen Haarschnitt ermöglicht ihnen Friseur Falkner durch sein Engagement, und es gibt sogar eine Kinderbetreuung im Stadtzentrum. Zudem besteht die Möglichkeit, das Kaufhaus als Postadresse für Obdachlose zu nutzen, an die Briefe geschickt werden können.
Nach diesen Erläuterungen sahen wir uns noch das Kaufhaus selbst an, in dem gerade auch reger Betrieb herrschte.
Das Kaufhaus Grenzenlos ist ein Verein, den es in dieser Art nur in Aschaffenburg gibt, und wir fanden unseren Besuch dort sehr interessant und als „eye-opener“, da diese Einrichtung soziale Verantwortung und die Minimierung von Lebensmittelabfällen überzeugend verbindet.
Im Rahmen unseres internationalen Treffens der Erasmus+ Projektpartner im Januar in Aschaffenburg werden wir unsere Erkenntnisse vorstellen.
Charlotte-Rose Bachmann-Gumbs, Q11
Foto: Andrea Scholz

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