Montag, 18.12.2017

Pädagogischer Studientag der MWS: Optimierung der Übergänge zwischen den einzelnen Schularten

Donnerstag, 17. 11. 2016 - 12:02 Uhr

„Lehrplan PLUS“ – ein in letzter Zeit vielzitierter Begriff in schulischen Kreisen! Ein Ziel der Lehrplan-Neuentwicklung ist, dass die Lehrpläne aller Schularten mehr aufeinander abgestimmt werden, um den Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule zu erleichtern und möglichst reibun...

„Lehrplan PLUS“ – ein in letzter Zeit vielzitierter Begriff in schulischen Kreisen! Ein Ziel der Lehrplan-Neuentwicklung ist, dass die Lehrpläne aller Schularten mehr aufeinander abgestimmt werden, um den Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule zu erleichtern und möglichst reibungslos zu gestalten.
Damit das Kollegium von Gymnasium und Realschule der Maria-Ward-Schule (MWS) sich mit dem Lehrplan der Grundschule bekannt machen konnte, waren am Pädagogischen Studientag der MWS, dem unterrichtsfreien Buß- und Bettag am 16. November, zwei Kolleginnen der Brentano-Grundschule als Referentinnen eingeladen. Karin Schmitt, Konrektorin an der Brentano-Grundschule, und Ute Spieler, Multiplikatorin für den Lehrplan PLUS, gaben Einblicke in die Neuakzentuierung der Lehrpläne für die Fächer Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde.
Einen entscheidenden Stellenwert hat der Begriff „Kompetenz“. Kompetenzen werden über Inhalte vermittelt, sind das Zusammenspiel von Wissen, Können und Verstehen und zeigen sich im Handeln, also in der konkreten Anwendungssituation. Der auf dem Lehrplan PLUS basierende Unterricht legt Wert auf die Selbstständigkeit und die Eigenaktivität des Schülers/der Schülerin; dieser/diese soll im Team arbeiten können und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln. Die Lehrkraft fungiert als Initiator, Berater, Helfer, Organisator und Moderator. Eine besondere Rolle spielt die Aufgabenstellung. Aufgaben sollen einen Anwendungsbezug zur Realität des Kindes haben, weiterhin Anstoß zu Kommunikation und Reflexion geben.
Um das Vorgetragene zu konkretisieren und um die Zuhörer aktiv mit einzubeziehen, stellten die Referentinnen Einzelaufgaben aus den Fachbereichen Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde vor. Eine dieser Aufgaben lautete: Wenn wir alle unsere Stühle hier im Raum stapeln, erhalten wir dann einen Turm, der höher ist als einer der Aschaffenburger Schlosstürme? Diese Aufgabenstellung löste eine lebhafte Diskussion aus. (Die richtige Antwort lautet übrigens: Nein.)
Im Anschluss an die Ausführungen zum Lehrplan PLUS gingen Karin Schmitt und Ute Spieler noch auf Lernentwicklungsgespräche ein, die an der Brentano-Grundschule anstatt des Zwischenzeugnisses in den 1., 2. und 3. Klassen durchgeführt werden. MWS-Kollegen und Kolleginnen merkten dazu kritisch an, dass die Leistungsmessung für den Übertritt auf eine weiterführende Schule aber nach wie vor auf der Notengebung beruhe.
Lydia Schwenold-Werlin

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