Sonntag, 18.02.2018

Heimlich, aber nicht unheimlich – Fledermäuse kennenlernen! Arbeitskreis Natur e.V. lässt Mitglieder zu Fledermausfachleuten ausbilden.

ArbeitskreisNatur
Sonntag, 24. 07. 2016 - 19:01 Uhr

Unsere Fledermäuse haben in der Öffentlichkeit immer noch einen schlechten Ruf. Sie werden sehr häufig mit blutsaugenden Vampiren in Verbindung gebracht. Hier tut man den kleinen Tieren Unrecht , denn sie gehören zu einer besonders interessanten Gruppe der heimischen Säugetiere: - Sie können ...

Unsere Fledermäuse haben in der Öffentlichkeit immer noch einen schlechten Ruf. Sie werden sehr häufig mit blutsaugenden Vampiren in Verbindung gebracht. Hier tut man den kleinen Tieren Unrecht , denn sie gehören zu einer besonders interessanten Gruppe der heimischen Säugetiere:
- Sie können als einzige Säugetiergruppe geschickt fliegen.
- Sie orientieren sich bei völliger Dunkelheit hervorragend durch Ultraschall.
- Sie fangen ihre Beute nach dem Echolotsystem (eine Zwergfledermaus kann in einer
Nacht über 2000 Stechmücken fangen und verspeisen).
- Sie halten Winterschlaf und senken ihre Körpertemperatur
dabei auf wenige Grad über Null ab.
Über zwanzig Fledermausarten sind in Bayern heimisch, viele Arten sind gefährdet und alle streng geschützt. Um die Erhaltung der Arten sowie ihrer Quartiere und Habitate auch praktisch umzusetzen, haben die bayerischen Koordinationsstellen für Fledermausschutz ein Betreuernetz amtlicher und ehrenamtlicher Fledermausschützer ins Leben gerufen.
Da dies auch für unseren Arbeitskreis Natur e.V. in der VG Mespelbrunn ein interessanter und wichtiger Punkt im Arbeitsprogramm ist, wurden Jürgen Dierks und Tadeusz Kostyszyn für den Grundkurs Fledermausschutz an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen angemeldet. Dort befassten sie sich im theoretischen Teil mit der Systematik, Biologie, Ökologie und Gefährdung von Fledermäusen, mit den rechtlichen Grundlagen für Fledermausschützer und mit der Organisation des Fledermausschutzes in Bayern. Die Praxis kam auch nicht zu kurz, denn der Umgang mit lebenden Fledermäusen und Bestimmungsübungen an Fledermauspräparaten war nicht so einfach. Das Ausfliegen der Fledermäuse aus Kirchtürmen wurde beobachtet und mit einem Detektor überwacht. Auf Schloss Herrenchiemsee wurde dann das Auffinden von Fledermausquartieren geübt und natürlich auch die Quartiereigenschaft beurteilt.
In den drei Tagen mussten unsere beiden Newcomer eine ganze Menge lernen, die Veranstaltungen gingen bis spät in die Nacht. Sie konnten jedoch den Grundkurs erfolgreich abschließen.
Im Spätherbst findet dann noch der Aufbaukurs statt und wenn dieser abgeschlossen ist, zählen unsere beiden Vereinsmitglieder zu den ehrenamtlichen Fledermausfachleuten im Landkreis Aschaffenburg.

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