Mittwoch, 29.07.2015

Runar Karason freut sich auf seinen ersten Einsatz

TV Großwallstadt: Der isländische Nationalspieler steht heute nach seinem Kreuzbandriss vor dem Comeback - Handballbegeisterte Familie

TV Großwallstadt Freitag, 08.02.2013 - 00:00 Uhr

Wenn der TV Großwall­stadt am heu­ti­gen Frei­tag sein ers­tes Spiel nach der WM-Pau­se be­st­rei­tet, wird ein neu­er Mann mit auflau­fen. Wo­bei, so ganz neu ist Ru­nar Ka­ra­son ei­gent­lich nicht. Im­mer­hin steht er seit Sai­son­be­ginn bei den Un­ter­fran­ken un­ter Ver­trag. Sei­nen ers­ten of­fi­zi­el­len Ein­satz für den Ve­r­ein hat er aber erst jetzt.

Im Juli 2012 bei einem WM-Qualifikationsspiel der Isländer gegen die Niederlande war es passiert: Bei einem Zweikampf riss sich Karason das Kreuzband. Was folgte, war eine Operation, die lange Zeit der Reha und das »sich wieder zurückkämpfen in den Ligaalltag«.
Oft beim Team gewesen
Zwischen sechs und neun Monate dauert im Normalfall ein Comeback nach einem Kreuzbandriss. Runar Karason hat sich innerhalb eines halben Jahres zurückgemeldet und fiebert nun seinem ersten Auftritt im TVG-Trikot entgegen. Neu fühlt er sich nicht im Team. »Ich habe nach meiner OP so oft es möglich war versucht, beim Team zu sein. Oft habe ich die Jungs fünfmal die Woche getroffen und, als es wieder möglich war, das Krafttraining mitgemacht«, sagt der 24-jährige Linkshänder. »Und ich habe immer gedacht, dass ich mehr machen muss als alle anderen, damit ich schnell wieder fit werde. Denn mein großes Ziel war es, das erste Spiel im neuen Jahr gegen Wetzlar zu spielen.« Der Isländer hat sich, sehr zur Freude von Trainer Peter David und Sportdirektor Peter Meisinger, Woche für Woche gesteigert und hat gerade in den letzten Tagen noch einmal richtig zugelegt.
»Ich will keine Fehler machen und hoffe auf mein erstes Tor«, sagt Karason vor seinem ersten Einsatz. Und: »Ich will mithelfen, dass wir die Klasse halten und erfolgreich sind.« Obwohl er noch jung ist, hat der Isländer bereits Erfahrung im Abstiegskampf. Über seinen Lieblingsclub, der auch gleichzeitig sein Heimatverein ist, Fram Reykjavik, kam er über die Füchse Berlin zum Bergischen HC. Mit dem BHC stieg er in die Bel Etage auf und ein Jahr danach wieder ab.
Bei Fram hat der Nationalspieler von der Jugend an bis 2009 gespielt. Dabei liegt Handball in der Familie: Sein Opa war Nationalspieler, seine Mama und sein Onkel haben Handball gespielt, und seine beiden Schwestern spielten in der Jugend. »Wir sind alle handballbegeistert, und mein Papa kommt zum Spiel gegen Lemgo«, freut sich der hochgewachsene junge Mann schon jetzt über den bald anstehenden Besuch aus der Heimat.
Seit 2008 im Nationalkader
Einen Mitspieler bei seinem neuen Arbeitgeber kennt Karason besonders gut: Kapitän Sverre Jakobsson. »Mit ihm zusammen bin ich bei Fram isländischer Meister geworden, und wir haben schon viele Spiele im Nationaldress absolviert.« Seit 2008 gehört Karason zum Nationalkader, gab sein Debüt gegen Norwegen. In der Saison 2008/09 wurde er in Island in das All Star Team gewählt.
In der Freizeit will der etwas schüchtern wirkende Athlet das Leben genießen, »ein bisschen chillen«, wie er es ausdrückt, und Familie und Freunde besuchen. Doch jetzt steht erst einmal die Partie gegen Wetzlar an: »Ich habe mein letztes Spiel am 2. Juli gemacht. Das ist lange her. Und ein Kreuzband-riss ist von der Verletzung her sehr schlimm für einen Sportler. Doch jetzt ist alles gut. Ich freue mich auf den ersten Einsatz im TVG-Trikot.« Margot Staab

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