Mittwoch, 13.12.2017

Wade muss nach Fingerbruch pausieren

Hessenliga: Bayern Alzenau im Heimspiel gegen Baunatal unter Zugzwang - »Wir liegen noch gut im Rennen«

(© Stefan Gregor)
Hessenliga Donnerstag, 07.12.2017 - 21:10 Uhr

Die Stim­mung beim Ta­bel­len­vier­ten der Fuß­ball-Hes­sen­li­ga, FC Bay­ern Al­zenau, ist nach den jüngs­ten Nie­der­la­gen und vor dem letz­ten Auf­tritt des Jah­res ge­gen den KSV Bau­na­tal (Sams­tag, 14 Uhr, Städ­ti­sches Sta­di­on) ge­drückt.

Dem 2:5 beim SC Viktoria Griesheim folgte am vergangenen Samstag das 2:4 bei Aufsteiger SC Waldgirmes und dies nach einer souveränen 2:0-Führung. Beide Begegnungen fanden auf Kunstrasen statt, ein Terrain auf dem die Weiß-Blauen anscheinend nicht zurechtkommen. Dies allein jedoch für den Negativtrend der fünf Zähler hinter Relegationsplatz zwei und derer neun hinter Spitzenreiter SC Hessen Dreieich rangierenden Unterfranken auszumachen, wäre zu einfach.
»Ich denke, dass wir nicht alles schlechter machen sollten als es ist. Wir stehen auf Platz vier, liegen immer noch gut im Rennen und haben die Chance nach der Winterpause weiter oben anzugreifen. Dass momentan ein paar Dinge nicht so laufen, ist aus meiner Sicht in erster Linie eine Kopfsache«, erklärt Alzenaus Vereinschef Andreas Trageser.
Defensive schwächelt
So oder so, Fakt ist, dass die zuvor hochgelobte Defensive viel von ihrer Stabilität eingebüßt hat. Allein in den letzten drei Begegnungen musste FCB-Torhüter Ioannis Takidis zwölfmal das Leder aus dem Netz holen. Beim Sieg in Flieden kassierte der FCB ebenfalls drei Stück - übrigens auch auf Kunstrasen.
Zuvor hatten die Unterfranken in 16 Spielen nur 14 Gegentreffer quittieren müssen. Dies allein der sich zweifelsohne momentan zu viele Stellungsfehler leistenden Abwehrreihe oder dem Mittelfeld zuzuordnen, wäre dennoch kaum gerecht. Was die Offensivkräfte zuletzt leisteten - mit Ausnahme von Christopher Krause (9 Saison-Tore) - entsprach allenfalls Hessenliga-Durchschnitt - für eine Spitzenmannschaft einfach zu wenig.
So fehlt dann doch Kapitän und Sturmführer Salvatore Bari (Kreuzbandriss) - zur Erinnerung immerhin Torschützenkönig der Vorsaison - an allen Ecken und Enden. Weit mehr als dies die ersten Partien nach dessen Ausfall suggerierten.
Ein Mittelfeldass wie Aret Demir kommt seit Baris Fehlen kaum mehr dazu seine Fähigkeiten auf den Platz zu bringen. Cem Özer scheint wie Anthony Wade zudem momentan meilenweit weg von der Bestform. Und Elias Niesigk fehlt, trotz ansatzweiser starken Leistungen, noch die Konstanz über 90 Minuten.
Für die zu Hause ungeschlagenen Gastgeber wird die Partie gegen den Tabellenfünften aus Nordhessen somit zur Nagelprobe. Sollte das Team nicht den erhofften Dreier verbuchen, könnte das Thema Aufstieg, fast schon zu den Akten gelegt werden.
Platz eins kein Thema mehr
»Klar ist, wenn wir nicht gewinnen, bleibt, wenn überhaupt nur noch eine Minimalchance auf die Relegation. Platz eins ist für mich kein Thema mehr, da Hessen Dreieich einfach zu stark und konstant auftritt«, erklärt FCB-Trainer Angelo Barletta, der gegen Baunatal einige Wechsel vornehmen will. Das Hinspiel hatte seine Mannschaft mit 2:1 gewonnen.
Voraussichtlich nicht zur Verfügung steht Anthony Wade, der sich bei der Partie in Waldgirmes einen Finger gebrochen hat.
Achim Dürr

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