Dienstag, 07.07.2015

Nach tödlichem Unfall: Schranke soll nächstes Jahr kommen

Tödlicher Unfall: Der Bau ist im Investitionsplan vermerkt

Alzenau
Freitag, 26. 04. 2013 - 00:00 Uhr

Der Bahn­über­gang Win­gert­stra­ße, auf dem am Mitt­woch ei­ne 67-jäh­ri­ge Au­to­fah­re­rin töd­lich ver­un­glückt ist, soll nächs­tes Jahr mit Schran­ken ge­si­chert wer­den. So sieht es ein seit län­ge­rem be­ste­hen­der In­ves­ti­ti­ons­plan vor, der vom St­re­cken­be­t­rei­ber Kahl­grund-Ver­kehrs­ge­sell­schaft (KVG) um­ge­setzt wird.

Bislang ist der Übergang mit Andreaskreuz und Ampel versehen. Der Übergang, so berichten Anwohner unserer Zeitung, hat seine Tücken. Die Lichtzeichen seien bei ungünstigem Sonnenstand schwer zu erkennen. Da, von der Hanauer Straße kommend, ein Anstieg zu bewältigen ist, hat man erst auf Höhe der Gleise den tatsächlichen Überblick, ob ein Zug kommt. Vorgestern wurde der Renault Twingo der Alzenauerin von einem Zug der Kahlgrundbahn erfasst und 50 Meter mitgeschleift. Trotz rascher Hilfe war das Leben der Frau nicht zu retten.

Initiative sicherer Schulweg
Unter anderem gab es im Jahr 2006 eine Initiative von Alzenauern, die den Übergang sicherer haben wollten - zumal er als Schulweg dient. Die Initiative schien erfolgreich: Die Stadt war bereit, ihren Teil einer sogenannten Kreuzungsvereinbarung zu erfüllen und hat damals für Schranken Geld im Haushalt bereitgestellt. Eine Kreuzungsvereinbarung wird vom Besitzer der Strecke (in diesem Fall die KVG), dem Besitzer der Straße (in diesem Fall die Stadt Alzenau) und vom Land getroffen. Alle Beteiligten bezahlen dann jeweils ein Drittel der Kosten.

Warum die Schrankenanlage im Investitionsprogramm nach hinten gerutscht ist - realisiert wurde damals »nur« die Warnampel - , konnte gestern weder KVG-Geschäftsführer Jürgen Schillo (der erst danach seinen Dienst in der KVG begann), noch der geschäftsleitende Beamte der Stadt, Mathias Simon, sagen. Simon: »Wir waren und sind unverändert bereit, unseren Teil zur Finanzierung einer Schrankenanlage in der Wingertstraße beizutragen.«
Die Anwohner reagierten auf den Unfall mit einem Protestplakat, das sie nahe der Unfallstelle anbrachten. Michael Müller

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Ort des Artikels

63755 Alzenau

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