Mittwoch, 01.07.2015

Potente Pianisten und andere Typen

CCC-Weiberspektakel ohne Eichelsbacher Jungs
Samstag, 09. 02. 2013 - 00:00 Uhr

Die sch­lech­te Nach­richt zu­erst: Die Show der pa­ten­ten Ei­chels­ba­cher Jungs beim Wei­ber­spek­ta­kel des Car­ne­val Club Con­cor­dia (CCC) fällt we­gen Krank­heit flach! Trotz­dem kom­men die När­rin­nen am Don­ners­tag im voll be­setz­ten Tanzs­port­club Schwarz­gold auf ih­re Kos­ten.


Bilderserie: Lázló Ertl

Schlüpfrigen Kokolores beherrschen nämlich auch noch andere Traumtypen als die vom Fußballclub im Elsenfelder Ortsteil Eichelsbach. Zum Beispiel die ganz speziellen Pianisten Alfred Parr, Alex Kunth und Jochen Benesch, alles faschingserprobte CCC-Eigengewächse. Es geht schon auf Mitternacht zu, als die Herren die schwarzen Jacketts ablegen und die Hosen auf die Schuhe fallen lassen - einschließlich der bis zu fünf Unterhosen. Die später noch benötigten Melonen bleiben vorerst auf den Köpfen.
Es ist höchste Zeit für finale Tollerei, bevor ohne Programm und mit dem schnuckeligen Entertainer Sebastian Heun weitergefeiert wird im aufgeheizten Saal. Auch die leichter bekleideten Närrinnen frösteln nicht mehr, und die mittenrum freigemachten Herren bestimmt auch nicht. Was genau freigelegt worden ist, kann niemand erkennen. Denn ein großes schwarzes Brett mit der Aufschrift »Die Hengste« verhindert indiskrete Einblicke. Zu hören ist umso mehr: Klavierspiel, allem Anschein nach aus der Hüftgegend heraus erzeugt, und von den Herren mit angespannter Mimik begleitet.
Immerhin leisten sie schweißtreibende Schwerarbeit. Das arg strapazierte Werkzeug muss immer wieder mit energischem Hutfächeln heruntergekühlt werden. Zum Glück gibt es kleine blaue Pillen. »Nicht kauen, nur schlucken«, rät lautstark eine offenbar mit Stärkungsmitteln vertraute Frau aus dem Publikum.
Puffbrause und Viagra
Auch wenn für viele Zuschauerinnen die Hengst-Nummer prinzipiell nichts Unbekanntes ist: Die Gaudi lebt aus dem, was die Herren auf der Bühne spontan geben, und wie es der echte Pianist Christian Buschbeck im Verborgenen musikalisch umsetzt. Am Schluss ertönt ein markiges »Smoke on the Water« und »Marmor, Stein und Eisen«.
Plaudern über Sex gehört zum Fasching, weiß auch der Aschaffenburger Entertainer Mike Staab. Der bedankt sich bei Moderatorin Anke Meining für das Sektfläschchen mit der Aufschrift »Puffbrause« schlagfertig mit: »Des ist doch des Zeug, das mer nimmt, um die Viagra nabbzuspülen.« Staabs selbst geschriebene und - komponierte Stimmungslieder hingegen leben von anderen Reibereien zwischen den Geschlechtern. Einkaufende Männer und solche, die beim Kranksein regelmäßig »fast verrecke«: Das ist ein gefundenes Fressen für die Frauenschar. Dass Staab von »Altweiber«-Fasching spricht, nimmt ihm keine krumm. Im Gegenteil, je länger er den Einkaufswagenkapitän gibt und herzerweichend »Hatschi« macht, desto heftiger der Applaus. Dabei habe er solche Angst gehabt, sich erstmals auf eine solche Veranstaltung zu begeben, verrät der sturmerprobte Unterhaltungsmusiker. Nur seine Frau weiß, ob er es ernst meint. Doch die sitzt daheim gemütlich auf dem Sofa.
Daheim nicht mehr aus hält es dagegen Heike Kunth, die mal »Ferien vom Ich« machen will. Im Duo mit Lothar Orth bestätigt sie erneut und sehr unterhaltsam »Männer und Fraue sinn ääfach anners«. Trotzdem gibt’s am Schluss der Darbietung einen dicken Kuss.
Coole Papas zum Schluss
Versöhnlich endet auch die Kabbelei der »Schwestern« Alicia Kuphal (15) und Maxine Benesch (7). Die kleine Maxine macht es Mama Anke Meining nach und plappert frech und frisch von der Leber weg - ohne Manuskript, wie das Büttenrednertalent Alicia, die auf der Suche nach dem »Traumtypen« am Papa kein gutes Haar mehr lässt. Dabei können Papas so cool sein, etwa die Comedians vom CCC: Als als »Spider Murphy Gang« reißen sie die Damen von den Sitzen. Melanie Pollingere

 

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