Samstag, 29.08.2015

Aschaffenburger Zeughaus unter neuer Leitung

Gastronomie: Uta Gentil und Brüderpaar Rescigno sind Pächter des Biergartens und des Wirtshauses in der Bismarckallee

Nach 54 Jahren vepachtet Besitzer Wirtshaus Freitag, 23.03.2012 - 00:00 Uhr

Wer sich in die­sen Ta­gen am frühe­ren Aus­schank des Zeug­haus-Bier­gar­tens für ei­nen Äp­p­ler oder ei­nen Hand­käs’ an­s­tel­len will, be­merkt gleich die ers­te Ve­r­än­de­rung: Die Zei­ten der Selbst­be­di­e­nung sind am obe­ren En­de der Bis­marck­al­lee vor­bei. Die neu­en Zeug­haus-Päch­ter Ma­rio und Rober­to Re­s­cig­no so­wie Uta Gen­til ha­ben an den Bän­k­en un­ter den mäch­ti­gen Kas­ta­ni­en die Tisch­be­di­e­nung ein­ge­führt.

Nach 54 Jahren hinterm Ausschank hat Zeughaus-Besitzer Karl-Heinz Rößner Wirtshaus und Biergarten an die beiden aus dem Kahlgrund stammenden Brüder sowie Marios Lebensgefährtin Uta Gentil verpachtet. »Es ist mir schwergefallen, aber es ging nicht mehr«, sagt der 79-jährige Rößner über seinen Rückzug. Nach dem Tod seiner Frau im vergangenen Jahr habe er die Fühler nach geeigneten Nachfolgern ausgestreckt.
Roberto Rescigno wertet die Chance, das Zeughaus zu bewirtschaften, als »Glücksfall«. Mit seinem Bruder Mario hatte der Wirt von 2006 bis 2011 die Gastronomie im Landschaftspark Schönbusch geführt. Die Einführung der für die Gäste bequemeren Tischbedienung im Zeughaus ist eine der wenigen Veränderungen unter der neuen Leitung. »Wir wollen das gewachsene Ambiente erhalten«, verspricht Roberto Rescigno. Nicht nur draußen: Der 43-Jährige schwärmt von den Fliesen im Eingangsbereich des Gastraums und den Fenstern aus Omas Zeiten sowie dem Kachelofen. Draußen sollen die historischen Biertischgarnituren auf Vordermann gebracht werden.
Handkäs’ und Flammkuchen
Wie bisher finden mehrere hundert Besucher im Biergarten Platz. Bei Regen gibt es für die Gäste auch Sitzgelegenheiten unter dem Anbau des von Rößner in den vergangenen Jahren aufwendig sanierten Jagdhauses. Draußen gibt es klassische Biergarten-Speisen wie Rindswürste, Koch- und Handkäse und Vesperplatten, aber auch Flammkuchen und Salate. Vom Fass gibt es Schlappeseppel-Export und -Kellerbier, daneben Hefeweizen und Pils von Faust. Außerdem verschiedene Flaschenbiere und selbstgekelterten Apfelwein.
Nicht nur der Biergarten hat es den neuen Pächtern angetan. Auch den Gastraum mit seinen bis zu 90 Sitzplätzen wollen sie stärker nutzen. Auf der Speisekarte stehen hausgemachte fränkische Spezialitäten aber auch einfache Brotzeiten werden im Zeughaus zu haben sein. Der Koch stamme aus Haibach und habe lange in der Schweiz gearbeitet, unter anderem bei Sterneköchen, sagt Roberto Rescigno.
Die neuen Wirte wollen nicht nur das Ambiente erhalten. Zum Zeughaus gehören auch die Stammgäste. Der Gesangverein Melomania, dem Karl-Heinz Rößner angehört, hat sich in der vergangenen Woche erstmals unter der neuen Leitung getroffen. Es wird Schafkopfrunden geben. Auch für Tagungen seien die abtrennbaren Räume im Inneren geeignet. Noch wissen die neuen Pächter nicht, wie viele Mitarbeiter sie im Zeughaus benötigen werden. Welche Arbeitsplätze in den kommenden Tagen und Wochen entstehen, werde sich herausstellen, wenn die Biergartensaison richtig angelaufen ist, sagt Roberto Rescigno.
Der Biergarten ist bei schönem Wetter montags bis samstags von 11.30 bis 22.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Die Wirtshausöffnungszeiten sind montags bis samstags von 16.30 bis 22.30 Uhr, sonn- und feiertags 10 bis 22 Uhr.
Alexander Bruchlos
Das Zeughaus im Internet: www.zeughaus-ab.de

Ort des Artikels

Aschaffenburg

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