Freitag, 04.09.2015

Als Teil der Natur Kreisläufe aufbauen

Klimaschutz: Monika Griefahn beim Aktionstag des Evangelischen Dekanates Vorderer Odenwald

Groß-Umstadt Donnerstag, 06.10.2011 - 00:00 Uhr

»Die Din­ge zu En­de den­ken«, for­der­te Mo­ni­ka Grie­fahn, ehe­ma­li­ge nie­der­säch­si­sche Um­welt­mi­nis­te­rin und deut­sche Green­pe­ace-Grün­de­rin beim ers­ten Ak­ti­ons­tag für Kli­ma­schutz, den das De­ka­nat Vor­de­rer Oden­wald am Sams­tag in der Stadt­hal­le in Groß-Um­stadt ver­an­stal­te­te.

Die Umweltschützerin forderte, in Kreisläufen zu denken: »Die Natur produziert keinen Abfall, wir sollten uns als Teil der Natur begreifen und ebenfalls Kreisläufe aufbauen«.
Von biologischen Kreisläufen sprach die Umweltaktivistin, beispielsweise von T-Shirts, die nach Ende der Lebensdauer kompostierbar sind, aber auch von technischen Kreisläufen, bei denen schon in der Produktion auf recycelbare Rohstoffe geachtet wird. Einen ganzen Tag widmete das Dekanat dem Klimaschutz an einem Tag, an dem die Sonne vom blauen Himmel nur so strahlte. »Dieser Herbst ist ein Sommer, und der Sommer war ein Herbst«, erklärte Moderator Lothar Bauerochse, Journalist beim Hessischen Rundfunk und Theologe. Das strahlende Wetter sorgte vermutlich auch dafür, dass die Veranstaltung nicht so gut besucht war, wie sich die Organisatoren das erhofft hatten.
In kleinen Schritten stoppen
Dabei wurde einiges geboten, nicht nur die offiziellen Reden -  es sprachen der Landrat des Odenwaldkreises Dietrich Kübler, der Kreisbeigeordnete Christel Fleischmann und Dekan Joachim Meyer sowie der Bürgermeister Groß-Umstadts Joachim Ruppert. Letzterer erwartet sich im Klimaschutz nicht den einen großen Wurf: »Wir werden den Klimawandel nicht in einem großen Schritt stoppen können, sondern nur in vielen kleinen. Dazu gehört auch eine Verhaltensänderung jedes Einzelnen«.
Bei dem Aktionstag stellte die Evangelische Kirche Hessen-Nassau (EKHN) auch ihr Klimaschutzkonzept vor. Hauptziel: Der CO2-Ausstoß soll in der evangelischen Kirche bis 2015 um 25 Prozent gesenkt werden. Hilfen auf dem Weg dahin, konnten sich die Besucher des Klimaschutztages beim Markt der Möglichkeiten holen. 23 Stände boten Informationsmaterial an, dabei waren unter anderem die kirchliche Umweltberatung der EKHN, der Nabu Dieburg, der Apfelbaumhof Rimhorn, aber auch die Sparkasse Dieburg, die ein Elektrofahrzeug präsentierte. In sechs Workshops, die sich mit dem Klimaschutz befassten, konnten die Teilnehmer ihr Wissen vertiefen oder auch neue Erkenntnisse erarbeiten, wie etwa zum Thema »Veranstaltung nachhaltig planen«. Ganz explizit aus kirchlicher Sicht setzte sich der Workshop »Schöpfungstheologie im (Klima)-Wandel« mit den Veränderungen auseinander.
Ein Gottesdienst mit Präses Oelschläger beendete den Aktionstag. Für musikalische Unterhaltung sorgte Autmundi Brass. Ulrike Bernauer

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
cancel-circle circle-left
Anzeige