Sonntag, 30.08.2015

An den Würzburger Schulen künftig mit Tempo 30 vorbei

Verkehr: Zweifel nicht am Sinn, nur an der Akzeptanz

Würzburg Freitag, 08.02.2013 - 00:00 Uhr

Seit dem töd­li­chen Un­fall ei­ner 13-Jäh­ri­gen An­fang De­zem­ber 2011 an ei­ner Stra­ßen­bahn-Hal­te­s­tel­le (wir be­rich­te­ten) steht in Würz­burg die Schul­weg­si­cher­heit auf der Ta­ges­ord­nung. Ein run­der Tisch mit Ver­t­re­tern von Schu­len, Po­li­zei, Stadt und Ver­bän­den hat emp­foh­len, die zu­läs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit vor Schu­len auf Tem­po 30 zu re­du­zie­ren.

An acht Schulen wird dies jetzt umgesetzt, fünf weitere Standorte werden noch geprüft, wie Schulreferent Muchtar Al Ghusain jetzt im Planungs- und auch im Schulausschuss des Würzburger Stadtrats erläuterte. Beide Ausschüsse stimmten nach kurzer Diskussion grundsätzlich zu, das letzte Wort hat der Stadtrat am 28. Februar.
Nachdem eine ähnliche Maßnahme der Stadt Nürnberg an einzelnen Schulen zu Widerständen und der (erfolglosen) Klage eines Autofahrers vor dem Verwaltungsgericht führte, muss die Gefahrenlage an jeder einzelnen Schule von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei genau geprüft und nachgewiesen werden.
Am Sinn der Maßnahme zweifelt niemand, »aber an der Akzeptanz«, so Wolfgang Scheller von der CSU. Er fordert engmaschige Kontrollen, »um zu sehen, wie das angenommen wird«. Wenn sich die Autofahrer nicht an Tempo 30 vor den Schulen halten, muss die Stadt laut Scheller darüber nachdenken, sie durch bauliche Maßnahmen am zu schnellen Fahren zu hindern. Als Sofortmaßnahme soll jede Schule einen »Schulwegplan« aufstellen und ihre Schüler damit auf die konkreten Gefahren hinweisen. Patrick Wötzel

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
cancel-circle circle-left
Anzeige