Mittwoch, 01.07.2015

34.000 Euro für fünf Jahre Haft

Justiz: Entschädigung für nachträglich freigesprochenen Lehrer - Ermittlungen gegen die Kollegin, die ihn anzeigte

Darmstadt
Freitag, 08. 07. 2011 - 00:00 Uhr

Der Lehrer, der fünf Jahre unschuldig im Gefängnis saß, kann Haftentschädigung beantragen, sobald sein nachträglicher Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung rechtskräftig ist. Die Entschädigung ist laut Gesetz auf 25 Euro pro Tag festgelegt - abzüglich sechs Euro für Verpflegung. Demnach kann der 52-Jährige mit rund 34.000 Euro rechnen.

Das Landgericht Darmstadt hatte den Biologielehrer 2002 verurteilt, weil er in der Gesamtschule Reichelsheim (Odenwaldkreis) eine Kollegin vergewaltigt haben sollte. Wegen neuer Beweise wurde das Verfahren nun neu aufgerollt, die Richter sprachen den Mann am Dienstag wegen erwiesener Unschuld frei (wir berichteten).
Unterdessen prüfen die Behörden die Suspendierung der mittlerweile in Bielefeld tätigen Lehrerin, die ihren Kollegen zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt hatte. dpa/tju

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