Montag, 03.08.2015

»Das Bootshaus ist ein Schandfleck«

Hochschule: Ausbildungsstätte für Sportstudenten ist baufällig - Förderverein Hochschulsport wirbt für einen Neubau

Würzburg Samstag, 09.02.2013 - 00:00 Uhr

Die­se Im­mo­bi­lie ist kein Ruh­mes­blatt für die Würz­bur­ger Uni. Das Boots­haus, in dem Stu­die­ren­de des Fa­ches Sport im Haupt­fach Ru­dern aus­ge­bil­det wer­den, gilt als bau­fäl­lig. Jetzt ver­sucht ein För­der­ve­r­ein ei­nen Neu­bau zu in­i­tia­li­sie­ren. Ar­chi­tek­tur­stu­den­ten ha­ben sich da­zu be­reits Ent­wür­fe ein­fal­len las­sen.

»Das bestehende Bootshaus ist ein Schandfleck und es sollte der Universität und auch der Stadt peinlich sein, eine solche Bauruine für den Rudersport zu präsentieren«, sagt Studentin Lena Bieber. Sie war 2010 U-23-Weltmeisterin im Leichtgewicht-Doppelvierer der Frauen.
Seit zehn Jahren in der Diskussion
Obgleich die Probleme bekannt sind und schon seit mindestens zehn Jahren ein Neubau diskutiert wird, tat sich bisher nichts. Darum hat nun der Förderverein Hochschulsport der Universität Würzburg zusammen mit dem Akademischen Ruderclub Würzburg (ARCW) einen Gestaltungswettbewerb angeregt. »Das ist ein Anstoß, überhaupt einmal etwas zu machen, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät«, kommentiert der Fördervereinsvorsitzende Jochen Henzel.
Er kooperiert mit dem Fachbereich Architektur der Würzburger Hochschule für angewandte Wissenschaft. »Für unsere Studenten war es ein tolles Thema«, sagt der dort tätige Professor Karl Zankl. Zwölf Vorschläge wurden eingereicht, einen eindeutigen Sieger mochte die Jury aber nicht küren.
Bei der Vorstellung der Siegerentwürfe im Sportzentrum der Uni unterstrich auch Henzel die Notwendigkeit eines Neubaus. Renovieren lohne sich nicht. Der Zustand des Bootshauses wirke »umso schlimmer«, wenn man den Kontrast zu den benachbarten Gebäuden der benachbarten Ruderclubs sehe. Dort würden die Anlagen augenblicklich mit viel Engagement renoviert und erweitert.
Die Studenten hätten kein Verständnis, wenn wegen des »ruinösen Bootshauses« in Würzburg der so traditionelle studentische Ruderbetrieb zum Erliegen käme. Zumal Rudern eines der Hauptfächer für die Sportlehrerausbildung sei. »Es gibt bei der Verteilung öffentlicher Mittel sicher berechtigte Prioritäten, aber der Sport sollte dabei nicht zu kurz kommen«,
Kosten 1,2 bis 1,5 Millionen Euro
Henzel weist auch darauf hin, dass andere bayerischen Unis über moderne Bootshäuser verfügen. Ein Neubau könne zudem nicht nur den Ruderern dienen, sondern gleichzeitig Veranstaltungsstätte für Alumni-Begegnungen sein. Einen konkreten Baubeginn sieht Hensel aber noch »in weiter Ferne«, nicht zuletzt wegen der geschätzten Kosten von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro. Ralph Bauer

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