Sonntag, 05.07.2015

Razzia bei Freudenberger Finanzberatung Fi­nop GmbH

Büro durchsucht und Akten beschlagnahmt

Wegen mutmaßlichem S&K Millionen-Anlagenbetrug
Dienstag, 26. 02. 2013 - 00:00 Uhr

Von den 1200 Po­li­zis­ten, die am Di­ens­tag ver­gan­ge­ner Wo­che bun­des­weit Raz­zi­en we­gen des mut­maß­li­chen An­la­ge­be­trugs der Frank­fur­ter Im­mo­bi­li­en­grup­pe S&K durch­ge­führt ha­ben, wa­ren ei­ni­ge auch in Freu­den­berg ak­tiv. Mit­g­lie­der ei­nes Son­de­r­ein­satz­kom­man­dos und Kri­mi­nal­beam­te aus Tau­ber­bi­schofs­heim durch­such­ten im Auf­trag der Frank­fur­ter Staats­an­walt­schaft das Büro der Fi­nop GmbH.

Das Freudenberger Finanzberatungsunternehmen hatte auch Anlageprodukte der S&K Sachwert AG vermittelt. S&K wird verdächtigt, ein betrügerisches Schneeballsystem aufgebaut und damit Anleger um mehr als 100 Millionen Euro geprellt zu haben. Christoph Hofmann, der geschäftsführende Gesellschafter von Finop, gehört nach eigenen Angaben selbst zu den Geschädigten. »Ich habe mit meiner Familie selbst 100.000 Euro in S&K investiert«, sagte der 27-Jährige unserer Zeitung.

Er habe die Produkte der Frankfurter Immobiliengruppe »aus voller Überzeugung verkauft und stehe immer noch dazu«. Den Angaben des Freudenberger Finanzberaters zufolge haben Anleger über Finop insgesamt bis zu 600.000 Euro in die des Betrugs verdächtige Frankfurter Firma investiert.

Der 27-Jährige bezeichnet die Razzia als »den Schock meines Lebens«. Seine Firma sei fast ruiniert. Die Ermittler haben ihm zufolge Kundenakten mit S&K-Bezug aus dem Finop-Büro mitgenommen. »Ich hoffe, dass jeder Kunde seine Einlage zurückbekommt, und kämpfe für jeden einzelnen meiner Anleger«, betonte Hofmann. Boris Dauber

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