Freitag, 03.07.2015

»Made in Germany« - Deutsche Jagdgewehre trotz Waffen-Debatte weltweit gefragt

Jadgwaffen und Munition im Wert von 280 Millionen Euro produziert
Freitag, 08. 03. 2013 - 14:52 Uhr

Mehrere Amokläufe in den USA haben die Frage nach strengeren Regeln für Waffenbesitz aufgeworfen. Dem deutschen Geschäft mit Jagd- und Sportwaffen hat das anscheinend jedoch nicht geschadet. Jagdgewehre made in Germany sind weiter weltweit gefragt.

Trotz einer wiederaufgeflammten Debatte über Waffenbesitz nach Amokläufen in den USA floriert in Deutschland das Geschäft mit Freizeit- und Sportwaffen. Im vergangenen Jahr hätten deutsche Hersteller Jagdwaffen und Munition im Wert von 280 Millionen Euro produziert. Dies seien rund 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtete der Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition am Freitag in Nürnberg. In der Branche sind nach Verbandsangaben etwa 35 000 Menschen beschäftigt.

Nur der geringste Teil der in Deutschland produzierten Waffen werde allerdings auch hier verkauft. »Der Exportanteil lag in unserer Branche im Jahr 2012 bei 80 bis 85 Prozent«, berichtete Verbandsgeschäftsführer Klaus Gotzen am Rande der Messe IWA & OutdoorClassic der Nachrichtenagentur dpa. Deutsche Jagd- und Sportwaffen hätten im Ausland einen guten Ruf. Der Absatz in Deutschland habe im Vorjahr stagniert. Vor allem bei Jagdwaffen, die oft viele Jahre lang benutzt würden, sei inzwischen eine Marktsättigung eingetreten. »Jäger greifen nur zu, wenn es etwas Neues gibt«, fügte Gotzen hinzu.

Nach Ansicht des Geschäftsführers des Raststätter Druckluftwaffen-Herstellers Diana, Martin Zeidler, belasten auch die wachsenden gesellschaftlichen Vorbehalte gegenüber Freizeitwaffen das Geschäft. »Die Akzeptanz ist in der breiten Masse nicht mehr so, wie wir es früher gewohnt waren«, sagte der Unternehmenschef.

Weiter an Bedeutung gewinnt bei Jagdwaffenherstellern das Thema Sicherheit, um Jagdunfälle zu vermeiden. Moderne Gewehre seien inzwischen so konstruiert, dass sie erst unmittelbar vor dem Abschuss entsperrt werden, berichteten Branchenvertreter.

Zu den auf der Messe gezeigten Neuheiten gehören auch Ferngläser mit Entfernungsmessern. Diese sollen dem Jäger gezieltere Schüsse ermöglichen. Spezialmembranen in Jagdkleidung sollen verhindern, dass Tiere zu früh die menschliche Witterung aufnehmen. Ein Hersteller von Jagd- und Wanderschuhen stellte einen Bergstiefel mit ausfahrbaren Spikes vor – mit einem Drehknopf zur Auswahl an der Ferse. Klaus Tscharnke, dpa

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