Sonntag, 25.06.2017

Waffen bei Wohnungsdurchsuchung im Main-Tauber-Kreis gefunden

Polizei Heilbronn

Wertheim Mittwoch, 14.06.2017 - 11:28 Uhr

Im März wurde die Wohnung des Verdächtigen schon einmal im Zuge von Ermittlungen durchsucht. Bei der erneuten Durchsuchung stellte die Polizei Waffen und verbotene Substanzen sicher.

Eine scharfe Waffe und andere verbotene Gegenstände sowie unerlaubte Dopingmittel fanden Ermittler des Polizeireviers Wertheim bei der Durchsuchung der Wohnung eines Mitglieds einer Rockergruppe im nördlichen Main-Tauber-Kreis. Aufgrund einer Anzeige gegen den Mann im Februar wegen Nötigung, bei der er einen anderen Autofahrer mit einer Pistole bedroht haben soll, wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

In dessen Rahmen wurde seine Wohnung im März schon einmal durchsucht. Die vom Anzeigeerstatter beschriebene Pistole konnte allerdings nicht aufgefunden werden. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass der polizeibekannte Tatverdächtige mehrere scharfe Schusswaffen haben soll. Deshalb ordnete ein Richter die erneute Durchsuchung der Wohnung des 47-Jährigen an. Die Wertheimer Polizisten wurden bei der Durchsuchung unterstützt von Beamten des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg und drei Polizeihundeführern mit zwei Rauschgift- und einem Sprengstoffspürhund. Zunächst fanden die Beamten eine scharfe Pistole, eine Präzessionssteinschleuder, drei Schlagringe und Taschenlampen mit Elektroschockfunktion. Des Weiteren befanden sich in der Wohnung dem Anti-Doping-Gesetz unterliegende Substanzen. Bei der Durchsuchung eines Wohnwagens auf einem Grundstück des Tatverdächtigen fand die Polizei dann noch zwei scharfe Pistolen und ein Kurzlaufgewehr. Außerdem konnte dieses Mal auch eine Pistole sichergestellt werden, die der Beschreibung des Anzeigeerstatters vom Februar glich. Bei dieser handelt es sich allerdings nicht um eine scharfe Waffe, sondern um ein Tierabwehrgerät, das so aussieht wie eine Pistole. Die Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Anti-Doping-Gesetz und der Herkunft der Waffen dauern an.


Originalmeldung der Polizei
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