Samstag, 19.08.2017

Unbekannte sprengen Geldautomat in Karlstadt

Mehrere zehntausend Euro Beute

Unbekannte sprengen Geldautomat in Karlstadt (© Heinz Scheid)
Karlstadt Samstag, 05.08.2017 - 09:58 Uhr

Im Ortsteil Karlburg haben Unbekannte in der Nacht zum Samstag einen Geldautomaten gesprengt. Sie türmten dem Sachstand nach mit Bargeld und richteten im Zuge der lebensgefährlichen Aktion wohl nicht unerheblichen Sachschaden an. Die Kripo Würzburg ermittelt.

In der Ortsmitte von Karlburg (Kreis Main-Spessart) hat sich am Samstagmorgen ein Bild der Verwüstung geboten. In der Nacht hatten unbekannte Täter den Geldautomaten in der örtlichen Sparkassenfiliale gesprengt. Die Polizei sperrte den Tatort ab und begann mit der Spurensicherung. Der von Anwohnern geschilderte Ablauf des Geschehens lässt darauf schließen, dass die Täter sehr schnell, aber auch äußerst rücksichtslos vorgingen. Bei der Sprengung bestand nämlich ein hohes Gefährdungspotenzial: Über der Sparkassenfiliale liegen Wohnungen und in der Nachbarschaft des Gebäudes im Zentrum von Karlburg sind Wohnhäuser, das heißt die dort lebenden Menschen waren der Wirkung der Explosion unmittelbar ausgesetzt. Der eingesetzte Sprengstoff hatte eine enorme Zerstörungskraft. Türe und Fenster der Filiale waren verbogen, die Glassplitter von den Scheiben flogen meterweit über die angrenzende Straße. Die Polizei hatte den Tatort am Samstagmorgen abgesperrt, aber man konnte sehen, dass es im Raum mit dem Geldautomaten zu großen Schäden gekommen ist. Der Automat selbst war geöffnet worden, die Täter entwendeten das darin befindliche Geld.

Anwohner sagten, dass sie kurz nach 2 Uhr am Samstag durch die Explosion aufgeschreckt wurden. Demnach dauerte die Tat nur eine Minute, schilderten sie ihren zeitlichen Eindruck von dem Verbrechen. Man sah die Täter nur kurz, dann waren sie mit der Beute verschwunden. Es soll sich um eine größere Summe gehandelt haben, da der Geldautomat erst frisch aufgefüllt gewesen sei. Es wurde ein sechsstelliger Betrag genannt, der aber offiziell nicht bestätigt ist; im Polizeibericht zu dem Vorfall ist von mehreren 10000 Euro die Rede. Ein Anwohner meinte, der Geldautomat sei vor der Tat "ausspioniert" worden, weshalb die Täter gewusst hätten, dass gerade viel Geld in dem Automaten ist. Zu dem abgesperrten Tatort kamen am Samstagmorgen viele Einwohner von Karlburg, die sich erschüttert und besorgt zeigten, dass sich das Verbrechen mitten in ihrem Ort abgespielt habe. Die Täter seien offenbar rücksichtslos vorgegangen, ohne an mögliche Folgen der Explosion für Leib und Leben der Anwohner zu denken. "Da waren Profis am Werk", sagte jemand, und: "Das war die organisierte Kriminalität".

Wer sachdienliche Hinweise, z.B. zur Identität des Trios geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 bei der Kripo in Würzburg zu melden.

 

eiei

laden

Die Diskussion wurde geschlossen.