Samstag, 16.12.2017

Dieb und Betrüger in Haft

Polizei Gemünden

Gemünden a.Main Freitag, 21.04.2017 - 12:16 Uhr

Erst hatte ein 27-Jähriger seiner Lebensgefährtin Geld und EC-Karte gestohlen, dann mehrfach Geld mit der fremden Karte abgehoben, jetzt sitzt der Mann in Haft.

Vor etwa zwei Wochen wurde der PSt Gemünden a. Main der Diebstahl von Bargeld und einer EC-Karte bekannt. In der Folgezeit vom 18.03. bis 05.04.2017 wurden mit der entwendeten EC-Karte anschließend insgesamt 18 widerrechtliche Geldabhebungen im Bereich der Raiffeisenbank Main-Spessart und VR-Bank Würzburg begangen, welche sich auf einen Gesamtbetrugsschaden von 4125 Euro summierten.

Da der bis dato unbekannte Täter die Geheimnummer der benutzten EC-Karte wissen musste, fiel der Tatverdacht schnell auf einen arbeitslosen 27-jährigen Mann mit krimineller Vergangenheit aus Würzburg. Dieser hatte seiner ehemaligen Lebensgefährtin das Bargeld und die EC-Karte entwendet. Kurz nach der Anzeigenerstattung kam dann auch schon das Schuldeingeständnis des reuigen Sünders per Whatsapp-Nachricht.

Aufgrund des Fahndungsdruckes stellte sich der 27-Jährige am Folgetag in der Justizvollzugsanstalt Würzburg zum Strafantritt einer zweimonatigen Haftstrafe wegen eines vorausgegangenen Betäubungsmitteldeliktes.

Ein weiterer Haus- und Familiendiebstahl im Januar dieses Jahres einer Geldbörse mit Bargeld, Führerschein, Personalausweis, Krankenversichertenkarte u. a. zum Nachteil der Ex-Lebenspartnerin wurde noch aufgedeckt und zur Anzeige gebracht.

Bei einer polizeilichen Nachschau in der ehemaligen Wohnung des Inhaftierten wurde noch Diebesgut bzw. Hehlerware aufgefunden und sichergestellt. Ein benutztes Mountainbike Fully Poison war am 16./19.09.2016 in Würzburg entwendet. Bei einem sichergestellten LCD-Fernseher der Marke JTC mit 40 Zoll (102 cm) Bildschirmdiagonale handelte es sich um Hehlerware. Hier läuft noch eine polizeiliche Erkenntnisanfrage hinsichtlich des Tatortes und eines Geschädigten. Weiter wurde als Zufallsfund in der Wohnung auch noch eine geringe Menge Amfetamin und entsprechende Rauschgiftutensilien aufgefunden und sichergestellt. Dies hat auch noch ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Folge.

Der Beschuldigte wurde letzte Woche in der JVA Würzburg durch den polizeilichen Sachbearbeiter von der Ermittlungsgruppe der PSt. Gemünden a. Main vernommen. Er gab die Diebstahls- und Betrugstaten vollinhaltlich zu.

In Einvernahme mit der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Würzburg wurde im Gesamtermittlungsverfahren (23 Fälle) für den Beschuldigten die Anschlusshaft und weitere Durchsuchungs- bzw. Beschlagnahmebeschlüsse in der JVA Würzburg beantragt.

Reh von Linienbus erfasst

Gemünden-Wernfeld, Lkr. Main-Spessart - Am Donnerstag, 05.30 Uhr, wurde auf der Staatsstraße 2301, auf Höhe der sog. „Gipsmühle“ ein auf die Fahrbahn springendes Reg von einem Linienbus erfasst. Am Bus entstand ein Sachschaden von ca. 2.000 EUR.

Keine Unfallflucht in Obersinn!

Obersinn, Lkr. Main-Spessart - In der Pressemeldung vom 18.04.17 berichtete die Polizei Gemünden von einem Unfall an der Katholischen Kirche, wo eine Laterne angefahren worden war. Hier ergaben die Ermittlungen, dass die Unfallverursacherin nicht flüchtete, sondern den Schaden unverzüglich dem Kirchenmessner meldete. Dieser leitete die Schadensmeldung direkt an ein anwesendes Kirchenverwaltungsmitglied weiter. Dem anzeigenden Kirchenverwaltungsvorsitzenden war diese Schadensmeldung noch nicht bekannt geworden, weshalb zunächst von einer Verkehrsunfallflucht ausgegangen werden musste.

Straßenverkehrsgefährdung wegen Sichtbehinderung durch vereiste Scheibe

Rieneck, Lkr. Main-Spessart - Am Donnerstag, 07.40 Uhr, bog der 59jährige Fahrer eines Ford Fiesta von der Bahnhofstraße in die vorfahrtsberechtigte Hauptstraße nach links ein. Der 32jährige Fahrer eines Kleintransporters, der auf der Vorfahrtsstraße fuhr, musste bis zum Stillstand abbremsen, um einen Frontalzusammenstoß mit Ford-Fiesta zu verhindern, der nach dem Einbiegen komplett auf die Gegenfahrbahn geraten war.
Ein dem Kleintransporter nachfolgender Kombifahrer konnte nicht mehr anhalten und fuhr auf. Beim Unfall entstand Sachschaden in Höhe von ca. 3.500 EUR. Bei der Unfallaufnahme mussten die Polizeibeamten feststellen, dass die Windschutzscheibe des Unfallverursachers fast vollkommen zugeeist war. Lediglich im unteren Drittel der Scheibe war ein „Guckloch“. Gegen den Fahrer wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Dieseldiebe ermittelt

Gemünden, OT Wernfeld, Lkr. Main-Spessart Im Pressebericht vom 16.01.2017 berichtete die PSt. Gemünden a. Main von einem Diebstahl von etwa 300 l Diesel aus Arbeitsmaschinen in einem Steinbruch in der Flurgemarkung Kammerforst bei Wernfeld im Zeitraum von August 2016 bis Anfang Januar 2017 im Wert von 400 Euro durch unbekannte Täter.

Um die Jahreswende hatte der Steinbruchbesitzer eine Wildkamera als Überwachungsanlage installiert. Prompt wurden die Täter bei der Tatbegehung am 24./25.12.2016, am 01. Und 04.01.2017 aufgezeichnet. Am 24./25.12.2016 waren es 3 junge Männer. Zunächst in schicker Ausgehkleidung spähten sie die Tatörtlichkeit aus und entwendeten nach Mitternacht in Arbeitskleidung mittels Abzapfschlauch und Plastikkanistern Diesel aus den Arbeitsmaschinen. Am 01.01.2017 entwendeten insgesamt 4 junge Männer um die Mitternachtszeit wieder Diesel aus Arbeitsmaschinen. Nach der letzten Tat am 04.01.2017 begangen durch den Haupttäter und einen weiteren Täter wurde die Tatserie beendet.

Durch einen Polizeidienstanfänger bei der PI Karlstadt wurde der Haupttäter, ein 19-jähriger junger Mann aus Gambach auf den Überwachungsbilder identifiziert. Dieser gab die aufgezeichneten Taten zu und benannte zwei Kumpels, einen 18-Jährigen aus Thüngen und einen 17jährigen Jugendlichen aus Mühlbach als Mittäter. Diese waren insofern aufgrund der Beweislast für ihre Tatbeteiligungen auch geständig.

Der 4. Täter auf den Überwachungsbildern wurde nach einer polizeiinternen Fahndung durch einen Polizeikollegen der PI Marktheidenfeld identifiziert. Es handelte sich um einen 19 -Jährigen aus Triefenstein, welcher der Polizei auch wegen Bandendiebstählen hinlänglich bekannt war. Er stritt die vorgehaltenen Taten kategorisch ab und machte keine Angaben zur Sache. Er will über seinen Rechtsanwalt Zeugenbeweise liefern, dass er zu den Tatzeiten nicht am Tatort gewesen sein kann.

Nach erkennungsdienstlichen Behandlungen wurden die Beschuldigten aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Nach jetzigem Abschluss der umfangreichen Ermittlungen wurde die Strafanzeige der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Würzburg zur gerichtlichen Entscheidung übersandt.

 

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